Durch eine Sicherheitslücke verzeichnet Meta rund 20.000 kompromittierte Konten bei Instagram
Meta verspricht für die Zukunft Besserung
Künstliche Intelligenz wird derzeit in allen nur erdenklichen Systemen eingeführt. Dass das Ganze allerdings auch seine Tücken haben kann, beweist ein kürzlicher Vorfall bei Instagram. Dort konnten Angreifer einen Chatbot zur Wiederherstellung von Passwörtern überlisten. Bei einer entsprechenden Anfrage wurde der Standort per VPN verändert und dann eine Anfrage zur Wiederherstellung an eine beliebige E-Mail-Adresse in die Wege geleitet.
Meta (US30303M1027) überprüfte dabei wohl nicht, ob die angegebene E-Mail-Adresse auch tatsächlich mit jener des jeweiligen Nutzers übereinstimmt. Betroffen vom Hack waren vor allem Konten, die über keine Zwei-Faktor-Authentifizierung verfügen. Bisher war nicht bekannt, wie viele Konten auf diese Weise kompromittiert werden konnten.
Unter Verweis auf eine kürzlich eingereichte Datenschutzmeldung berichtet „Bleeping Computer“ nun, dass rund 20.000 Konten betroffen sein sollen. Zudem ist dem Dokument zu entnehmen, dass die Sicherheitslücke bereits Ende Mai entdeckt wurde und der eigentliche Vorfall auf den 17. April datiert ist. Meta scheint also mit den eigenen Nutzern nicht allzu transparent umzugehen.
Der Konzern reagiert auf das Ganze bisher, indem das Supportsystem HTS vollständig abgeschaltet wurde. In Betrieb gehen soll es erst wieder nach entsprechenden Anpassungen. Zudem nimmt Meta auch vergleichbare Lösungen bei anderen Plattformen unter die Lupe. Ob das Ganze noch weitere Konsequenzen nach sich ziehen wird, bleibt abzuwarten. Ausschließen lässt sich momentan jedoch wenig, es könnten durchaus auch noch Strafzahlungen auf die Facebook-Mutter zukommen.
Meta und der Datenschutz
Mit oder ohne KI ist kein System zu 100 Prozent sicher und es wird immer wieder zu Angriffen kommen, von denen manch einer auch Erfolg haben wird. Im Falle von Meta kommt das aber erstaunlich oft vor. Datenschutzskandale gehören bei dem Unternehmen schon fast zum Alltag, um es etwas überspitzt auszudrücken. Das ist für die Aktie zwar kein Todesurteil, was die Performance der letzten Jahre eindrucksvoll belegte. Es ist aber etwas, was Anleger in jedem Fall im Hinterkopf behalten sollten.
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09.06.2026 - Daniel Eilenbrock

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