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Nach Neuigkeiten zu KI-Modelle und Quantencomputern gibt die Microsoft-Aktie deutlich nach und die Aktionäre sind noch nicht überzeugt

Microsoft bleibt noch immer in der Bringschuld

NTG24 - Nach Neuigkeiten zu KI-Modelle und Quantencomputern gibt die Microsoft-Aktie deutlich nach und die Aktionäre sind noch nicht überzeugt

 

Microsoft hat zuletzt ein wenig den Anschluss verloren. Zwar sichert eine Kooperation mit OpenAI dem Software-Giganten den Zugriff auf einige der fortschrittlichsten KI-Technologien. Die eigenen Modelle verloren aber zuletzt an Bedeutung, während die Konkurrenz mit immer größeren Fortschritten davonzuziehen schien.

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Auf der jährlichen Konferenz „Build“ plauderte Microsoft (US5949181045) nun über diverse Neuigkeiten, welche in Zukunft für neue Impulse sorgen sollen. Bei der dazugehörigen Keynote stellte der Konzern gleich eine ganze Reihe an Neuigkeiten vor. Dazu gehören natürlich frische KI-Modelle, von denen die noch recht frische KI-Abteilung MAI gleich sieben vorstellte. Neue Impulse beim Vibe Coding soll etwa MAI-Code-1-Flash setzen. Das Modell soll in die Entwicklerplattform Github integriert werden und damit die Abhängigkeit von externen Anbietern senken. Zu verstehen ist das auch als eine Kampfansage gegen Claude Code und Codex.

 

 

 

Aufgesprungen ist Microsoft zudem auf den Hype um OpenClaw, dessen Erfinder Peter Steinberger sich in San Francisco die Ehre auf der Bühne gab. Letzterer versprach, dass OpenClaw sich nun auch problemlos in Unternehmen einsetzen lasse. Davor schreckten viele bislang zurück, da der KI-Agent Zugriff auf teils sensible Informationen erhält und das bei Künstlicher Intelligenz, deren Funktionsweise weitestgehend eine Blackbox ist, zuweilen Nachteile mit sich bringen kann.

 

Microsoft strebt nach Eigenständigkeit

 

Microsoft beschränkt sich nicht nur auf die Integration von OpenClaw in Windows. Mit Scout stellte der Konzern auch einen eigenen persönlichen Assistenten vor. Der soll Nutzern in allen nur erdenklichen Dingen des Alltags zur Seite stehen. Als Beispiel wurde genannt, dass selbständig um Terminverschiebungen gebeten wird, wenn sich zwei Termine im Kalender überschneiden. Zudem soll der Assistent mit der Zeit eine eigene „Identität“ entwickeln. Wo genau dabei der Vorteil sein mag, führte Microsoft nicht weiter aus.

Eigene Wege geht Microsoft auch bei KI-Geräten. Vorgestellt wurden unter dem Namen „Project Solara“ mehrere Gerätschaften, die mit Bildschirmen und Mikrofonen ausgestattet sind. Ermöglicht werden sollen damit Dinge wie die Dokumentation eines Arztbesuchs. Microsoft-CEO Satya Nadella sprach davon, dass es sich um eine neue Plattform handele, bei welcher der Vorstellungskraft keinerlei Grenzen mehr gesetzt würden. Die Aufmachung erinnert an Smartphones und Tablets, doch kommen eben keine Apps zum Einsatz, sondern ausschließlich KI-Agenten.

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Klar ersichtlich ist bei der Vorstellung, dass Microsoft sich in Sachen KI unabhängiger von Partnern wie OpenAI machen möchte. Das ist nachvollziehbar, doch bleibt freilich offen, ob damit auch Erfolge gefeiert werden können. Die Konkurrenz ist groß und bei den Marktanteilen zum Teil bereits enteilt. Die Anleger scheinen so ihre Zweifel zu haben. Mit der Microsoft-Aktie ging es am Dienstag um 4,2 Prozent auf 441,31 US-Dollar abwärts. Das dürfte auch daran liegen, dass Microsoft viele Fragen schlicht unbeantwortet ließ.

 

Große Versprechen

 

Das trifft sowohl auf das Thema KI als auch neue Quantencomputer zu, welche gegen Ende der Präsentation enthüllt wurden. Mit Majorana 2 will Microsoft bedeutende Durchbrüche erreicht haben. Die Marktreife wird für 2029 und damit zeitgleich zu IBM in Aussicht gestellt. Wie genau Microsoft grundlegende Probleme gelöst haben will und reproduzierbare Ergebnisse liefern kann, wurde allerdings nicht erörtert. Zudem setzt Microsoft bei seinen Quanten-Chips auf sogenannte Majorana-Teilchen, deren Existenz nach Ansicht von Experten bislang nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte.

Dadurch verstärkt sich der Eindruck, dass Microsoft vor allem große Versprechen macht. Ob jene am Ende auch eingehalten werden können, wird aber wohl ein völlig anderes Thema sein. Der US-Softwarekonzern ist auch kein unbeschriebenes Blatt, wenn es um Verschiebungen und eingestellte Zukunftsprojekte geht. Um an der Börse die Stimmung wieder zu heben, braucht es wahrscheinlich greifbare Fortschritte, die die Konkurrenz ein wenig mehr ins Schwitzen bringen. Aktuell bleibt eher der Eindruck, dass Microsoft der Branche ein Stück weit hinterherläuft.

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03.06.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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