Für einige Surface-Geräte von Microsoft müssen Kunden künftig sehr viel tiefer in die Tasche greifen, und das zwei Jahre nach der ursprünglichen Vorstellung
Auch für Microsoft wird es nicht billiger
In der Vergangenheit war es üblich, dass PC-Hardware mit der Zeit immer günstiger wurde. Wer Geduld hatte, konnte sich so auch leistungsstarke Geräte nach einer Weile erstaunlich günstig sichern. Der KI-Hype und die daraus resultierende Speicherkrise stellen aber vieles auf den Kopf. Das macht sich jetzt auch bei den Surface-Geräten von Microsoft bemerkbar.
Die aktuellen Vertreter der Reihe wurden bereits im Jahr 2024 vorgestellt. Die Consumer-Varianten setzen alle auf Snapdragon-X-Chips und das Einstiegsmodell war zur Vorstellung für 979 Euro zu haben. Der neue Preis wurde nun von Microsoft (US5949181045) auf 1.149 Euro beziffert. Das entspricht einer Steigerung um 170 Euro. Wer den größten Bildschirm bevorzugt und mit dem Snapdragon X Elite gerne den schnellsten Chip hätte, muss künftig 1.769 Euro und damit 470 Euro mehr als zur Markteinführung berappen.
Zum Teil verfügen die Geräte immerhin über mehr Speicher als bei ihrer ursprünglichen Vorstellung. Dennoch dürfte es für Microsoft schwierig werden, die Absatzzahlen von Surface Pro und Surface Laptop bei solchen Preisaufschlägen zu steigern. Als einigermaßen mutig ist der Schritt auch mit Blick auf das kürzlich erschienene MacBook Neo anzusehen, welches für 699 Euro von Apple angeboten wird.
Gegenüber „Windows Central“ begründet Microsoft den Preissprung mit höheren Preisen für Speicher und weitere Komponenten begründet. Überraschend kommt das Ganze eher nicht. In der Branche werden auch bei anderen Herstellern noch Preiserhöhungen erwartet. Durch den Irankrieg und dessen Folgen verschärft die Lage sich zusätzlich.
Microsoft schützt seine Margen
Geht es um das Ziel, möglichst viele Geräte zu verkaufen, so sind steigende Verkaufspreise natürlich erstmal kontraproduktiv. Für Microsoft scheinen allerdings erstmal die Margen im Vordergrund zu stehen. Der Marktanteil der Surface-Geräte ist ohnehin seit Jahren auf einem eher niedrigen Niveau. Für die Bilanz ist die Gerätekategorie vernachlässigbar. Steigende Hardware-Preise lassen allerdings vermuten, dass Microsoft auch an anderer Stelle mit steigenden Kosten zu kämpfen hat. Eben das ist mitverantwortlich dafür, dass der Aktienkurs es sich seit Längerem deutlich unterhalb von Kursrekorden bequem gemacht hat.
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15.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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