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Die Gerüchte bewahrheiten sich und bei Microsoft steht eine Neuaufstellung inklusive dem Wegfall tausender Stellen bei der Gaming-Sparte Xbox an

Microsoft setzt bei der Xbox die Schere an

NTG24 - Die Gerüchte bewahrheiten sich und bei Microsoft steht eine Neuaufstellung inklusive dem Wegfall tausender Stellen bei der Gaming-Sparte Xbox an

 

Die neue CEO von Xbox, Asha Sharma, bereitete die Gaming-Sparte von Microsoft auf eine Zukunft mit deutlich schlankeren Strukturen vor. Schon seit einer Weile kursieren entsprechende Gerüchte, die von einem historischen Stellenabbau und Studioschließungen berichteten. Zumindest zum Teil bestätigt Microsoft selbst nun das Ganze.

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In einer Mitteilung spricht Microsoft (US5949181045) jetzt konkreter über Anpassungen bei Xbox. In Aussicht gestellt wird dabei ein „Reset“. Zu Beginn des neuen Geschäftsjahres sollen zunächst 1.600 Stellen gestrichen werden. Später ist der Abbau von nochmal so vielen Stellen vorgesehen. Immerhin sollen die Studios von Xbox aber eine Überlebenschance erhalten und nicht einfach geschlossen werden.

 

 

 

Double Fine und Compulsion Games werden beispielsweise in die Unabhängigkeit entlassen und bekommen noch etwas Unterstützung für die nächsten Projekte. Ninja Theory und Undead Labs stehen vor einem Verkauf, erhalten aber noch eine Finanzierung für aktuelle Projekte. Letzteres dürfte auch dabei helfen, die Spielestudios für mögliche Käufer attraktiver erscheinen zu lassen. Anpassungen stehen auch bei Arkane an, wo aber noch „strategische Optionen“ ausgelotet werden sollen. Insgesamt will sich Microsoft in seiner Gaming-Sparte auf Projekte mit höherer Priorität konzentrieren.

 

Der Game Pass brachte Microsoft nicht den erhofften Erfolg

 

Begründet werden die Anpassungen mit einem eher schwierigen Zustand der Sparte. Laut Asha Sharma fallen die Margen 3 bis 10 Mal kleiner aus als bei der Konkurrenz, was kein gesundes Geschäftsmodell sei. Zudem verfüge man in der aktuellen Konsolengeneration nur über eine kleine Hardwarebasis bei gleichzeitig hohen Kosten. Letztere Faktor wird durch die Speicherkrise momentan noch einmal angefeuert. Zu sprechen kam die neue Xbox-CEO auch auf den Ansatz ihres Vorgängers Phil Spencer.

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Jener wollte neues Wachstum vor allem mit dem Abomodell „Game Pass“ und einer weitgehenden Öffnung für andere Plattformen erreichen. Damit konnten laut der neuen Chefin zwar „bedeutende Mehrwerte“ geschaffen werden. Die ursprünglich anvisierten Wachstumsziele seien jedoch nicht erreicht worden. Auch höhere Investitionen hätten daran nichts mehr ändern können. Daher soll nun ein Neustart auf den Weg gebracht werden. Xbox sieht sich für die Zukunft in der Rolle, nicht mehr selbst unzählige Studios zu besitzen.

Stattdessen sollen unabhängige Studios gezielt gefördert werden, indem etwa passende Entwicklerwerkzeuge und Zielgruppen bereitgestellt werden. Viel weiter ins Detail ging der Konzern dabei nicht. Gegenüber PlayStation ist man aufgrund deutlich geringerer Konsolenverkäufe klar im Nachteil und auf dem PC bleibt bisher Steam der Platzhirsch. Wie Microsoft diese Dominanz zu brechen gedenkt, ist dem Unternehmens-Update nicht zu entnehmen. Gesund erscheint aber die Absicht, die Organisationsstrukturen zu verschlanken. Bisher soll es bis zu 14 Manager-Ebenen gegeben haben. In Zukunft sollen es 3 bis 5 sein.

 

Ein Neustart ist noch kein Comeback

 

Microsoft hat sich mit der Xbox-Sparte zweifellos in eine Sackgasse manövriert und Anpassungen waren daher unausweichlich. Ob ein Sparkurs im großen Stil nun der richtige Weg sein mag, sei dahingestellt. Die Verantwortlichen stehen vor der großen Herausforderung, sich in einer eher schwierigen Marktlage neu zu erfinden. An der Börse scheinen die Erfolgsaussichten eher als gering bewertet zu werden. Der Aktienkurs gab am Montag um knapp ein Prozent auf 386,74 US-Dollar nach.

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Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Special 4 kleinOhnehin hätte es mancher Aktionär lieber gesehen, hätte Microsoft die vermutete Abspaltung der Xbox-Sparte angekündigt, um sich noch stärker auf Cloud und KI konzentrieren zu können. Doch der Software-Gigant scheint noch einen Wert bei seinen Gaming-Aktivitäten zu erkennen. Die nötige Basis für einen Angriff auf die Konkurrenz wäre in jedem Fall vorhanden. Für den Moment scheint Xbox aber hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt zu sein, sodass aus dieser Richtung erst einmal keine akuten Wachstumssignale kommen.

 

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07.07.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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