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Unter neuer Führung scheint Microsofts Xbox-Sparte wieder größere Erfolge erzielen zu wollen und Xbox-CEO Asha Sharma hat sich ein klares Ziel gesetzt

Microsoft will an die Spitze im Gaming-Segment

NTG24 - Unter neuer Führung scheint Microsofts Xbox-Sparte wieder größere Erfolge erzielen zu wollen und Xbox-CEO Asha Sharma hat sich ein klares Ziel gesetzt

 

Mit der Xbox-Sparte von Microsoft ging es in den vergangenen Jahren kontinuierlich bergab. Diverse Zukäufe sorgten zwar dafür, dass man auf dem Papier im Gaming-Segment weiterhin ein Schwergewicht blieb. Insbesondere die Konsolenverkäufe gingen jedoch auf Talfahrt und sind mittlerweile kaum noch der Rede wert. Genau diesen Zustand will die neue CEO Asha Sharman nun aber verbessern und stellt dabei für die kommenden Jahre Großes in Aussicht.

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In einem Interview mit „Bloomberg Tech“ sprach Sharman davon, dass Microsoft (US5949181045) bis zum Jahr 2030 das führende Unternehmen für Gaming und Entertainment sein solle. Um dieses Ziel zu erreichen, soll das Geschäft mit der Xbox wieder gestärkt werden. Aktuell sei jenes „nicht gesund“, wie Sharman recht freimütig eingestand. Ihre Erfolge möchte die Managerin aber nicht an Renditen und Margen messen lassen, sondern ganz klassisch an Marktanteilen. In der aktuellen Ausgangslage darf dies als mutige Aussage verstanden werden.

 

 

 

Um das Ziel zu erreichen, scheint man bei Microsoft vor Investitionen nicht zurückzuschrecken. Bereits in den vergangenen sechs Jahren habe man aggressiver im Segment investiert als sämtliche Konkurrenten. Das gelte sowohl für Hardware als auch Software. Für die Zukunft möchte die Xbox-Chefin wohl weiter Geld in die Hand nehmen. Fließen soll dieses auch in Hardware-Subventionen. Das ist in der aktuellen Marktlage möglicherweise ein entscheidender Faktor.

 

Microsoft auf alten Wegen

 

Bekanntlich sind die Speicherpreise explodiert und mittlerweile in Regionen jenseits von Gut und Böse angestiegen. Die Konsolenhersteller reagierten durch die Bank mit Preiserhöhungen, was die Absatzzahlen stellenweise rapide einbrechen ließ. Dadurch entstand auch die Sorge, dass die nächste Generation von Spielekonsolen für viele Gamer unbezahlbar werden könnte. Microsofts Versprechen, in dieser Hinsicht zu investieren, nimmt hier ein wenig den Druck vom Kessel. Konkrete Zahlen nannte man aber freilich nicht.

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Gelingen sollen neue Erfolge derweil wohl auch über althergebrachte Methoden. Für die kommenden 100 Tage stellte Sharman eine Neuaufstellung von Xbox an. Teil davon scheint ein neuer Ansatz beim Thema Exklusivität zu sein. Davon hatte sich Microsoft im Gaming-Bereich weitgehend verabschiedet, als Sharmans Vorgänger Phil Spencer noch im Chefsessel bei Xbox saß. Die Spiele von Microsoft erschienen zuletzt auf sämtlichen relevanten Plattformen und konnten per Streaming auch auf Mobilgeräten oder Smart TVs abgespielt werden.

Nun wagt Microsoft die Rolle rückwärts. Im Falle von „Gears of War: E-Day“ wurde eine Veröffentlichung für die PlayStation 5 kürzlich gestrichen. Das Spiel soll im Oktober also nur für Xbox Series und PC erscheinen. Dabei handele es sich auch nicht um eine zeitliche Exklusivität, ließ Microsoft zwischenzeitlich klarstellen. Als generellen Kurs will das Unternehmen dies aber nicht verstanden wissen. In Zukunft soll bei jedem Titel einzeln festgelegt werden, auf welchen Plattformen er erscheinen wird.

 

Das wird nicht einfach

 

Es weht ein neuer Wind bei Microsoft, wenn es um das Thema Gaming geht. Der US-Konzern besinnt sich zurück auf alte Stärken, und Exklusivspiele spielen da eine große Rolle. Seit jeher baut das Konzept von Konsolen auf solchen und dem Prinzip „Software sells Hardware“ auf. Beglückt man die Xbox wieder mit exklusiven Inhalten, könnte dies durchaus auch wieder mehr Käufer anlocken, so die Hardware-Preise nicht in immer höhere Regionen abdriften.

An der Börse wird all das allerdings bestenfalls beiläufig verfolgt. Das Thema KI steht viel zu sehr im Vordergrund und mit der Aussage, dass Margen nicht im Vordergrund stehen würden, sorgt Xbox-Chefin Sharman nicht gerade für mehr Interesse auf Seiten der Aktionäre. Die Zuversicht springt daher auch nicht auf die Microsoft-Aktie über. Jene gab in einem schwachen Handel am Freitag um 2,7 Prozent auf 416,67 US-Dollar nach.

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08.06.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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