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BÖRSE TO GO - Einstieg bei Deutsche Bank?

Erst die Zahlen, dann die Kaufsignale

 

Guten Morgen,

ein neuer Großaktionär bei der Deutschen Bank war wohl die interessanteste Meldung des Tages. Denn hier es geht allein um die Frage des warum?

Die Hintergründe warum die US-Investmentgesellschaft Capital Group sich mit 3,1% positioniert sind nicht näher erläutert worden. Ist es ein Trade, eine Spekulation auf den turn-around oder der Glaube daran, dass die Bank eine lukrative Zukunft vor sich hat? Vielleicht hat auch Bank-Chef Sewing einfach nur einen guten Job gemacht als er in den vergangenen Wochen kräftig die Werbetrommel gerührt hat. Für uns zählt nur: kurzfristig entsteht nun der Spielraum für einen weiteren Erholungsansatz bis 11 €, also der 200-Tagelinie. Das wären dann schon wieder fast 100% Kursgewinn seit dem Tief im Mai 2019 bei 6 €. Von einer richtigen Trendwende kann daher noch lange keine Rede sein. Unser Rat: Es schadet nicht mit einem Fuß in der Tür dabei zu sein, aber nicht, weil die Bank aus dem Schlimmsten raus ist, sondern weil der Markt gern die Volatilität spielt. Fairerweise muss gesagt sein: die Bemühungen Sewings gehen in die korrekte Richtung, aber eine Wachstumsstory ist es noch lange nicht.

 

 

Damit hatte bei der Produkteinführung wohl auch niemand so rasch gerechnet. Laut einem Bericht des Marktforschungsunternehmen Strategy verkaufte sich die Apple Watch 2019 besser als die gesamte Schweizer Uhrenindustrie: Schätzungen zur Folge verkaufte Apple im vergangenen Jahr weltweit 30,7 Mio. Einheiten seiner Smartwatch, verglichen mit 21,1 Mio. für alle Schweizer Uhrenmarken zusammen. Dazu passt: Die Wearable-Kategorie von Apple, zu der die drahtlosen Kopfhörer Apple Watch und AirPod gehören, wachsen ungemein stark. Im Dezember-Quartal erzielte diese Division einen Nettoumsatz von über 10 Mrd. Dollar, was einer Steigerung von fast 27% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Wie verhält es sich mit der Einstufung der Aktie? Microsoft, Google und Facebook werden aktuell mit einem KGV von 31 bis 35 bewertet. Wenn wir davon ausgehen, dass Apple im laufenden Geschäftsjahr etwa 15 Dollar / Aktie verdienen wird, und wir gleichfalls ein 31-faches KGV auf Apple setzen, sind das 465 Dollar. Das ist etwa 50% über dem aktuellen Kurs. In anderen Worten: wer Microsoft, Google und Facebook als fair bewertet sieht, sollte auch auf Topniveau Apple kaufen.

Selbiges gilt auch für Waste Management. Nach Vorlage der Zahlen zeigt sich: WM ist groß, aber der Markt keineswegs gesättigt. Das Unternehmen hat einen Marktanteil von etwa 20% und gewinnt immer kleinere Wettbewerber durch clevere Zukäufe hinzu. Dies ist insofern von Vorteil, als die Größe des Unternehmens erhebliche Effizienzverbesserungen bei seinen Akquisitionen ermöglicht. Die jüngste Akquisition war Advanced Disposal Services mit 4,9 Mrd. Dollar und dem viertgrößten Abfallentsorgungsunternehmen. Das war klug, denn: Damit wird die WM-Infrastruktur um 41 Deponien, 22 Recyclinganlagen und 73 Übergabestationen erweitert. Der Kauf wird voraussichtlich sofort den Gewinn von WM steigern. Solange Waste Management also finanziell nicht in eine Schieflage gerät, ist es sinnvoll, so viel wie möglich der Konkurrenz aufzukaufen wie es nur geht. Nach dem erfolgten Break ist Waste Management ein erneuter Kauf.

 

 

Auf Pinterest achten! Die Aktie der Online-Pinwand stieg im erweiterten Handel um mehr als 17%, nachdem sie die Schätzungen der Analysten für den Umsatz im vierten Quartal und die monatlich aktiven Nutzer übertroffen hatte. Pinterest verzeichnete im vierten Quartal einen Gewinn von 12 Cent pro Aktie, ohne einige Posten mit einem Umsatz von 400 Mio. Dollar. Laut Refinitiv hatten Analysten einen Gewinn je Aktie von 8 Cent bei einem Umsatz von 371 Mio. Dollar erwartet. Wir raten zum Ersteinstieg.

 

 

Auch Uber macht Fortschritte. Die Aktien des Fahrdienstanbieters legten im erweiterten Handel um mehr als 5% zu, nachdem es einen Verlust im vierten Quartal ausgewiesen hatte, der nicht so hoch war, wie die Analysten erwartet hatten: Der Verlust pro Aktie ohne bestimmte Posten betrug 64 Cent gegenüber 68 Cent, die Analysten laut Refinitiv erwartet hatten. Laut Refinitiv belief sich der Umsatz auf 4,07 Mrd. Dollar gegenüber 4,06 Mrd. Dollar die von Analysten erwartet wurden.

Einer unserer Lieblinge: Activision Blizzard. Die Anteile des Videospielherstellers stiegen im Handel über längere Zeiträume um mehr als 2%, nachdem das Unternehmen Finanzergebnisse für das vierte Quartal gemeldet hatte, die die Erwartungen der Analysten übertrafen und die Dividende um 11% erhöhten. Activision Blizzard erzielte im vierten Quartal einen Gewinn von 1,23 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 2,71 Mrd. Dollar. Laut Refinitiv hatten Analysten einen Gewinn je Aktie von 1,19 Dollar bei einem Umsatz von 2,68 Mrd. Dollar erwartet. Activision Blizzard bleibt ebenfalls ein Kauf.

 

07.02.2020 - Jens Bernecker - jb@ntg24.de

 









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