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Die Lufthansa bleibt im Sinkflug, auch United Airlines gibt nach und Carnival leidet ebenfalls unter steigenden Kraftstoffpreisen – BÖRSE TO GO

Die Lage im Nahen Osten spitzt sich zu und die Anleger treten die Flucht an

NTG24 - Die Lufthansa bleibt im Sinkflug, auch United Airlines gibt nach und Carnival leidet ebenfalls unter steigenden Kraftstoffpreisen – BÖRSE TO GO

 

Wer nach Ostern auf eine Entspannung im Irankrieg gehofft hatte, hätte am Dienstag nicht schwerer enttäuscht werden können. Statt Diplomatie oder Annäherung standen die Zeichen voll und ganz auf Eskalation. Dafür war vor allem US-Präsident Donald Trump verantwortlich, der damit drohte, dass „eine ganze Nation heute Nacht sterben“ würde. Zuvor drohte Trump bereits offen mit Kriegsverbrechen, nun droht er unverhohlen mit Genozid. Die Opposition spricht bereits davon, dass Trump „den Verstand verloren“ habe.

In fester Erwartung weiterer Eskalationen zogen die Börsianer sich am Dienstag wieder zurück. Sollte Trump auch nur versuchen, seine Drohung in die Tat umzusetzen, so dürfte nicht nur der Iran in Flammen stehen. Eine baldige Öffnung der Straße von Hormus erscheint da geradezu utopisch und die Ölpreise gingen wieder einmal nach Norden. Das wiederum setzte dem Dow Jones zu, der bis zum Nachmittag um 0,5 Prozent auf 46.422 Punkte zurückfiel.

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In Asien spielen sich schon jetzt chaotische Szenen ab. In einigen Ländern wird Treibstoff bereits rationiert. Medienberichte sprechen von Tumulten an Tankstellen. Angesichts dessen fallen die Kursverluste an den Börsen noch fast harmlos aus. Mit dem Hang Seng ging es gestern um 0,7 Prozent auf 25.117 Zähler abwärts. In Japan hielt der Nikkei 225 sich sogar stabil oberhalb von 53.000 Punkten, obschon das Land von fehlenden Ölimporten tendenziell noch stärker betroffen ist.

Der erste Handelstag nach Ostern begann hierzulande mit tiefroten Vorzeichen. Der DAX verzeichnete Verluste von 1,1 Prozent und fiel dadurch wieder unter die Linie von 23.000 auf 22.922 Punkte zurück. Befürchtet wird, dass die Energiekrise zu einer Rückkehr von hoher Inflation sorgt und damit auch zarte Hoffnungen auf eine Erholung der Konjunktur in Europa niederschmettert. Selbst im Falle einer Öffnung der Straße von Hormus rechnen Experten damit, dass sinkende Ölpreise Monate auf sich warten lassen könnten.

 

Das Drama bei der Lufthansa setzt sich fort

 

Besonders stark betroffen von Ölknappheit sind die Airlines. In Italien wurde der Flugbetrieb bereits an drei Flughäfen eingeschränkt, wie die „FAZ“ berichtet. Dringende Flüge haben Priorität; für Kurzstrecken gibt es nur noch 2.000 Liter pro Flug. Das reicht für bei großen Maschinen ungefähr für eine Stunde. Die Sorge ist groß, dass weitere Flughäfen dem Beispiel folgen könnten. Die Aktionäre der Lufthansa (DE0008232125) wittern da keine Chance auf eine Erholung. Der Aktienkurs gab gestern um weitere 1,3 Prozent auf 7,41 Euro nach.

 

United Airlines im Tal der Trauer

 

Noch stärker erwischte es die Anteilsscheine von United Airlines (US9100471096). Zusätzlich zu den Folgen des Irankriegs hatte die Airline bis vor Kurzem mit Chaos an US-Flughäfen zu kämpfen. Seit Ende März erhalten TSA-Mitarbeiter wohl durch eine Notlösung wieder Gehalt. Dennoch bleibt die Lage angespannt. Rapide steigende Kerosinpreise tun ihr Übriges, um die Anleger zu verschrecken. Die United Airlines-Aktie fiel am Dienstag bis zum Handel am Nachmittag um gut zwei Prozent auf 89,08 US-Dollar zurück. Seit Kriegsbeginn sind Abschläge von rund 16 Prozent zu beklagen.

 

Es wird teuer für Carnival

 

Nicht nur in der Luft, sondern auch am Boden und zu Wasser hinterlässt der Irankrieg heftige Spuren. Letzteres bekommt der Kreuzfahrtveranstalter Carnival (PA1436583006) zu spüren. Zahlreiche beliebte Destinationen im Nahen Osten sind seit über einem Monat Tabu. Dazu kommen die massiven Steigerungen bei Treibstoff. Dieser Posten macht bei Kreuzfahrten nach Schätzungen von Analysten gut und gerne 10 bis 15 Prozent aus. Nach den letzten Wochen dürfte dieser Wert sich eher noch gesteigert haben. Aussichten auf eine Erholung fallen auch hier ausgesprochen klein aus, sodass die Aktie weiter bis auf 21,50 Euro zurückfiel. Hier sind seit Kriegsbeginn Verluste von knapp 19 Prozent zu verzeichnen.

 

Tagestermine

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeAus Japan werden heute einige Wirtschafsdaten aus der zweiten Reihe erwartet und in Indien steht eine Zinssatzentscheidung bevor. Beides rückt jedoch vollständig in den Hintergrund. Besonders gespannt blickt die Welt darauf, wenn nachts um 2 Uhr hiesiger Zeit das von Donald Trump ausgerufene Ultimatum ausläuft. Dieser Artikel entstand wenige Stunden im Voraus. Sollte es zur maximalen Eskalation kommen, dürften die Börsen sich auf einen weiteren Tag mit tiefroten Vorzeichen überall einstellen, mit Ausnahme des Ölpreises.

 

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08.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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