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ASML mit durchwachsener Prognose, Hypoport stagniert und Aixtron wird optimistisch - BÖRSE TO GO

ASML enttäuscht die hohen Erwartungen der Anleger und Analysten

NTG24 - ASML mit durchwachsener Prognose, Hypoport stagniert und Aixtron wird optimistisch - BÖRSE TO GO

 

ASML lieferte durchwachsene Prognosen ab. Die Jahresprognose hob man an, aber bleibt beim Ausblick für das 2. Quartal deutlich unter den Erwartungen. Hypoport stagniert auf dem Vorjahresniveau. Die hohen Hypothekenzinsen lassen kein Wachstum zu. Aixtron hebt die Jahresprognose nach einem starken Umsatzeinbruch an. Die Geschäftsführung ist nach einem starken Auftragseingang wieder optimistisch. 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDer Aktienhandel in Asien entwickelt sich auch am Mittwochmorgen überwiegend sehr freundlich. An den chinesischen Onshore-Börsen verzeichnen wir einige Verluste, aber der Nikkei 225 Index entwickelt sich freundlich und der KOSPI steht kurz vor Handelsende mehr als 2,15 % im Plus. Der Terminmarkt ist kaum verändert. Vor Eröffnung des Börsenhandels in Europa notiert der DAX-Future (Juni) bei 24.231,00 Punkten (+0,05 %).

Frankfurt folgte am Dienstag den Vorgaben der Wall Street vom Wochenbeginn und legte kräftig zu. Spitzenreiter war der SDAX, der um 2,39 % auf 17.682,27 Punkte sprang und dabei von den Aktien von Heidelberger Druckmaschinen (DE0007314007) angeführt wurde, die um 20,55 % auf 1,98 Euro explodierten. Das Unternehmen hatte am Dienstag in Brandenburg an der Havel Ministerpräsident Woidke die Arbeit ihres Drohnenabwehr-Joint-Ventures präsentiert. Auch alle anderen deutschen Benchmarks entwickelten sich stark. Selbst das Schlusslicht des Tages, der MDAX, verbesserte sich noch um 0,94 % auf 30.534,94 Punkte.  

Obendrein ging die Rallye in New York auch am Dienstag weiter. Alle US-Benchmarks legten weiter zu und wurden dabei vom Nasdaq 100 Index angeführt, der um 1,81 % auf 25.842,00 Punkte sprang. Der größte Tagesgewinner war dabei Micron (US5951121038), die um 9,17 % auf 465,66 US-Dollar kletterten. Auch der S&P 500 stieg stark um 1,18 % auf 6.967,38 Punkte und der Dow Jones Industrial Average Index verbesserte sich um 0,66 % auf 48.535,99 Punkte. 

 

Video -

 

Durchwachsene Prognosen von ASML

 

ASML (NL0010273215) hob vor Börsenbeginn die Jahresprognose an, enttäuschte aber beim Ausblick für das laufende 2. Quartal. Der Zulieferer für die Halbleiterbranche kündigte den Aktionären an, dass man für 2026 nun mit einer Umsatzspanne von 36 bis 40 Mrd. Euro rechnet. Die bisherige Prognose lag bei 34 bis 39 Mrd. Euro. Dahinter steht vor allem die hohe Nachfrage, die durch den AI-Boom ausgelöst wurde. Umso enttäuschender ist, dass die Niederländer gleichzeitig warnten, dass man im laufenden Quartal nur mit einer Umsatzspanne von 8,4 bis 9,0 Mrd. Euro rechnet. Die Analysten hatten sich jedoch auf mindestens 9,07 Mrd. Euro eingestellt. Das steht auch in scharfem Kontrast zu den Kurssteigerungen von 39 % seit Jahresbeginn. Ein wichtiges Problem für ASML ist, dass die US-Regierung immer stärker in das Geschäft eingreift. China ist ein ausgesprochen wichtiger Absatzmarkt für das Unternehmen und machte im 4. Quartal rund 36 % des Umsatzes aus. Und das, obwohl die US-Regierung bereits verboten hatte, dass ASML seine High-End-Maschinen an China verkauft. Dieses Verbot soll nun auf die gesamte Produktpalette des Unternehmens ausgeweitet werden. Obendrein sollen Dienstleistungen und Wartungen für chinesische Kunden verboten werden. Für das 1. Quartal legte man einen Umsatz von 8,77 Mrd. Euro vor, was den Erwartungen der Analysten entsprach. 

 

 

Stagnation bei Hypoport

 

Den vollständigen Bericht zum 1. Quartal hat Hypoport (DE0005493365) noch nicht vorgelegt, aber am Mittwochmorgen vorbörslich einen Einblick in den Verlauf des März-Quartals gegeben. Die Geschäftsführung spricht von einem starken Jahresauftakt, aber im Kern stagnierte das Transaktionsvolumen der Immobilienfinanzierungen auf dem Vorjahresniveau bei 20,26 Mrd. Euro. Man verteidigte die Zahlen damit, dass das Vorjahresquartal besonders stark gewesen sei, aber das hilft der Aktie nicht, die weiterhin auf frisches, hohes Wachstum wartet, das Hypoport angesichts der ungünstigen Entwicklung der Hypothekenzinsen im Euro-Raum nicht liefern kann. Finanziert wird derzeit, was finanziert werden muss. Das hohe Zinsniveau, das durch den Verschuldungskurs der Bundesregierung und die jüngsten Drohungen der Europäischen Zentralbank, dass man die Zinsen mehrfach aufgrund des Iran-Krieges anheben wird, stark in die Höhe getrieben wurde, ist ausgesprochen unattraktiv für neue Immobilienprojekte. 

 

Aixtron hebt Prognose an nach schwachem Q1

 

Kurz vor Handelsschluss in den USA veröffentlichte Aixtron (DE000A0WMPJ6) am Dienstagabend ihre neue Jahresprognose. Das Unternehmen betonte, dass man eine stärker als erwartete Nachfrage für Optoelektronik erfährt und daher optimistisch ist, dass die bisherigen Jahresziele übertroffen werden können. Beim Umsatz sieht man nun ein Ziel von rund 560 Mio. Euro gegenüber der bisherigen Prognose von 520 Mio. Euro. Auch die Profitabilität soll höher als erwartet ausfallen. Die Spanne für die Marge hob man von bisher 16 % bis 19 % auf 17 % bis 20 % an. Der Optimismus ist durchaus begründet. Der Auftragseingang im 1. Quartal sprang um 30 % auf rund 171 Mio. Euro, wovon 65 % auf die Optoelektronik entfielen. Der Umsatz im 1. Quartal enttäuschte allerdings mit 59 Mio. Euro statt der prognostizierten 65 Mio. Euro. Vor einem Jahr erlöste das Unternehmen noch 112,5 Mio. Euro. Auch weist man einen operativen Verlust von -22 Mio. Euro aus und bringt diesen unter anderem mit Personalmaßnahmen in Zusammenhang. Der Hauptgrund für den Verlust ist jedoch der Umsatzeinbruch. 

 

Tagestermine

 

Starke Zahlen haben wir am Morgen aus Japan erhalten. Das Wachstum der Maschinenbestellungen sprang im Jahresvergleich um 24,7 % in die Höhe gegenüber einer Prognose von +8,5 %. Das ist das stärkste Wachstum seit August 2010. Auch im sequenziellen Vergleich zum Februar ergab sich ein starkes Wachstum von 13,6 % gegenüber einer Prognose von -1,1 %. 

 

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15.04.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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