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Mondelez setzt sich zur Wehr, Xiaomi-Autos kommen nach Deutschland und SAP investiert trotz Gegenwind weiter – BÖRSE TO GO

Die Rallye an den Börsen kommt ins Stocken

NTG24 - Mondelez setzt sich zur Wehr, Xiaomi-Autos kommen nach Deutschland und SAP investiert trotz Gegenwind weiter – BÖRSE TO GO

 

Nach einem fulminanten Start in die laufende Woche zeigten sich bei der Laune der Börsianer am Mittwoch erste Risse. Es gab etliche rote Vorzeichen zu sehen und die Bullen übten sich in Gewinnmitnahmen. Die Freude über das Kriegsende im Iran, welches nach Ansicht einiger Beobachter fast schon einer Kapitulation der USA gleichkommt, verfliegt und die bangen Blicke richten sich auf Inflation sowie Zinsen.

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Die US-Notenbank Fed sorgte für Ernüchterung bei all jenen, die sich vom neuen Vorsitzenden Kevin Warsh eine lockerere Geldpolitik erhofft hatten. Der Notenbank-Chef machte klar, dass Preisstabilität für ihn höchste Priorität hat. Daher blieb der Leitzins nicht nur unangetastet. Zumindest angedeutet wurde, dass es im weiteren Jahresverlauf auch noch eine Zinserhöhung geben könnte. Die Anleger reagierten verschnupft. Dow Jones und Nasdaq 100 gaben jeweils um knapp ein Prozent nach.

Der Dax zeigte sich etwas fester, wurde aber von mauen Aussichten seitens BMW ausgebremst. Der bayrische Autobauer gab erneut eine Gewinnwarnung heraus und erinnerte unsanft daran, dass die Branche noch immer in einer tiefen Krise steckt. An Höhenflüge war da nicht zu denken. Minimale Verluste hoben den Punktestand auf 24.935 Zähler; an die Marke von 25.000 Punkte wagten die Bullen sich zu keinem Zeitpunkt heran.

Höhere Zinsen gibt es auch in Japan, genauer gesagt die höchsten seit rund 30 Jahren. Damit endet auch in Nihon die Ära der lockeren Geldpolitik, was den abgestürzten Yen vielleicht wieder etwas stärken könnte. Allerdings wäre das freilich kontraproduktiv für das Exportgeschäft japanischer Unternehmen. Die Anleger wussten nicht recht, wohin mit sich. Der Nikkei 225 errang letztlich nur noch ein kleines Plus von etwa einem halben Prozent.

 

Mondelez geht in die nächste Instanz

 

Ganz andere Probleme hat momentan der Milka-Hersteller Mondelez (US6092071058). Unlängst wurde durch das Landgericht Bremen festgelegt, dass es sich bei Milka-Tafeln, deren Gewicht in vielen Fällen um zehn Prozent reduziert wurde, um eine Mogelpackung handeln würde. Das will der Konzern aber nicht auf sich sitzen lassen. Es wurde Berufung eingelegt und der Fall wird nun neu verhandelt werden müssen. Argumentiert wird damit, dass der Inhalt auf Vorder- und Rückseite klar erkennbar sei. Auf eine Wiederherstellung des Rufes scheinen die Anleger nicht zu hoffen. Die Mondelez-Aktie gab am Mittwoch um 2,1 Prozent auf 60,86 US-Dollar nach.

 

Xiaomi kommt in den Westen

 

Der Verkaufsdruck bei Xiaomi (KYG9830T1067) hält trotz der Entwicklungen in Nahost an. Steigende Kosten und ein eingebrochener Automarkt in China machen den Aktionären zu schaffen. Da wäre es wohl ein günstiger Zeitpunkt, um andere Märkte zu erobern. Offiziell will Xiaomi Europa erst im Jahr 2027 mit seinen E-Autos versorgen. Wie der „Focus“ berichtet, prescht der Importeur Autohelden aber schon mal vor und will kurzfristig sämtliche Varianten von SU7 und YU7 für deutsche Verbraucher verfügbar machen. Der große Durchbruch wird damit aber kaum erreicht werden, weshalb die Xiaomi-Aktie um weitere 0,9 Prozent auf 25,42 Hongkong-Dollar zurückfiel.

 

SAP: Lohnt sich das?

 

Bei SAP (DE0007164600) bläst man trotz mauer Aktienkurse kein Trübsal und investiert munter in die Zukunft. Laut einem Artikel des „Business Insider“ hat der Softwarekonzern das Startup Conduct für sich entdeckt. Jenes will mithilfe Künstlicher Intelligenz Änderungen in großen Unternehmen schneller über die Bühne bringen können. Von SAP konnten dafür 60 Millionen Dollar eingesammelt werden. Uninteressant ist das Ganze nicht, doch Anleger blicken immer skeptischer auf wachsende Ausgaben. Die SAP-Aktie segelte gestern um 1,2 Prozent bis auf 141,18 Euro zurück.

 

Tagestermine

 

Der Staub dürfte sich nach SpaceX-Börsengang und Fed-Entscheid erst einmal etwas legen. Aus Großbritannien und der Schweiz werden heute zwar noch Wirtschaftsdaten und im Falle der Alpenrepublik auch eine Zinsentscheidung erwartet. Das wird aber geringeren Einfluss auf den Gesamtmarkt haben. Mehr Blicke dürften sich auf die Hauptversammlung von Volkswagen richten. Nach den jüngsten Schlagzeilen und schwacher Vorgaben der Konkurrenz dürfte es viele offene Fragen zur Zukunft geben.

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18.06.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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