Der Verbraucherschutz zieht aufgrund geringer Packungsgrößen und höherer Preise gegen Mondelez vor Gericht
Mondelez sieht sich Vorwürfen der Verbrauchertäuschung gegenüber
Die Verbraucherzentrale kürte im vergangenen Jahr bereits Milka-Schokolade zur „Mogelpackung des Jahres“, nachdem Hersteller Mondelez die Packungsgröße von 100 auf 90 Gramm reduzierte und gleichzeitig den Preis von 1,49 auf 1,99 Euro erhöhte. Rechnerisch ergab sich dadurch eine Preiserhöhung von rund 50 Prozent, was für Verbraucher nicht klar ersichtlich sei.
Die „Auszeichnung“ hat für Mondelez (US6092071058) abseits des Imageschadens noch keine weitere Bedeutung. Doch die Verbraucherschützer geben sich damit nicht zufrieden. Gegen Mondelez wird ein gerichtliches Verfahren geführt, welches nun seinen Anfang nahm. Eine Entscheidung gibt es zwar noch nicht. Medienberichten zufolge scheinen die Richter der Argumentation der Verbraucherzentrale aber zumindest zum Teil folgen zu können.
Gestört wird sich unter anderem daran, dass Milka die Schokoladentafeln rund einen Millimeter dünner machte, was dem Kunden nicht auffalle. Der Hersteller hingegen argumentiert damit, dass der Packungsinhalt klar auf der Verpackung ersichtlich sei. Im Raum steht nun die Frage, ob dies auch ausreicht. Die Verbraucherzentrale moniert, dass die Inhaltsangabe im Laden oft hinter Pappschachteln verborgen bleibe.
Sollte Mondelez unterliegen, könnte es unschöne Folgen nach sich ziehen. Verpflichtet werden könnte der Konzern zu einer deutlicheren Kennzeichnung der geringeren Packungsgröße. Der Verbraucherzentrale dürfte es mit der Klage auch darum gehen, ein grundsätzliches Signal auszusenden und damit der sogenannten „Shrinkflation“ den Kampf anzusagen.
Mondelez: Ist der Ruf erst ruiniert…
Die Börse reagierte auf den ersten Verhandlungstag nicht weiter. Die geringere Packungsgröße bei Milka ist schließlich längst keine Neuigkeit mehr und bei kaum einem anderen Produkt dürften die Verbraucher mittlerweile derart gut Bescheid wissen. Das Ganze hat wohl auch schon für sinkende Absätze gesorgt. Die Wahrscheinlichkeit, dass durch die Klage erneute Rückgänge zu erwarten sind, wird daher als gering eingeschätzt. Die Mondelez-Aktie hat es sich auf niedrigem Niveau eingerichtet. Zu Handelsschluss am Mittwoch standen 48,10 Euro auf dem Ticker.
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23.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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