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SAP rutscht weiter ab, SpaceX scheint Verkäufe zu befeuern und Adidas wird von Analysten gelobt – BÖRSE TO GO

Die Märkte werden von Umschichtungen geprägt

NTG24 - SAP rutscht weiter ab, SpaceX scheint Verkäufe zu befeuern und Adidas wird von Analysten gelobt – BÖRSE TO GO

 

Der Ausverkauf im Chipsegment setzte sich am Mittwoch munter fort, was sich an der Börse insgesamt schwer bemerkbar machte. Durch die Bank bekamen es die Anleger mit roten Vorzeichen zu tun. Als Grund dafür wird auch angesehen, dass sich im Irankrieg noch immer keine Lösung abzeichnet und stattdessen schon wieder Angriffe geflogen wurden. Wie weit sich da noch von einer Waffenruhe sprechen lässt, darüber dürfte sich auch mancher Anleger so seine Gedanken machen.

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Die Unsicherheit belastete die Märkte schwer und da half es auch wenig, dass die US-Inflation wie erwartet im Mai bei 4,2 Prozent landete. Denn das ist noch immer ein ausgesprochen hohes Niveau und Raum für Zinssenkungen ist da zumindest nach althergebrachten Marktregeln nicht vorhanden. Schon gar nicht mit Blick darauf, dass die Arbeitsmarktdaten zuletzt besser als erwartet ausfielen. Mit dem Dow Jones ging es um 1,9 Prozent bergab, womit die Marke bei 50.000 Punkten zum ersten Mal seit rund drei Wochen gerissen wurde. Zu Handelsschluss reicht es für 49.919 Punkte.

In Asien fiel die Stimmung nicht wesentlich besser aus. Besonders an den japanischen Börsen gab es tiefrote Vorzeichen zu sehen, da dort zuvor viele Aktien vom KI-Boom profitieren konnten. Ein anscheinend anhaltender Ausverkauf schickte den Nikkei 225 am gestrigen Mittwoch nun um 1,9 Prozent auf 64.179 Zähler in die Tiefe. Es hilft auch nicht gerade weiter, dass Japan und andere asiatische Länder unter der Sperrung der Straße von Hormus besonders leiden.

Im direkten Vergleich kam der DAX noch vergleichsweise glimpflich davon und konnte sich knapp ein Prozent tiefer mit 24.195 Punkten aus dem Handel verabschieden. Nach guter Stimmung sieht auch das allerdings nicht aus. Allenfalls einzelne Titel konnten den Anlegern ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Ansonsten kann der deutsche Leitindex sich von geopolitischen Verwerfungen und einer allgemein mauen Stimmung aber nicht lösen.

 

SAP im freien Fall

 

Einmal mehr zu den größten Verlierern zählte die Aktie von SAP (DE0007164600) , die um 3,2 Prozent auf 149,70 Euro zurückfiel. Einen klar erkennbaren Grund dafür gab es nicht. Wahlweise werden die Verkäufe auf weitere Fortschritte von KI-Sprachmodellen zurückgeführt, welche dem Software-Anbieter in Zukunft das Kerngeschäft madig machen könnten. Nicht wenige Beobachter halten aber auch die generelle Zurückhaltung im Segment für einen wesentlichen Faktor.

 

SpaceX schickt seinen Schatten voraus

 

Bekanntlich steht am Freitag das IPO von SpaceX (US84615Q1031) an, was ebenfalls mit den Umschichtungen bei Halbleitern und KI-Aktien zu tun haben könnte. Sicher belegen lässt sich zwar nichts. Hier und dort wird aber die Vermutung geäußert, dass einige institutionelle Investoren durch Aktienverkäufe Geld zusammenkratzen könnten, um den mit Abstand größten Börsengang der Geschichte auch irgendwie stemmen zu können. Denn anders als bei Börsenbewertungen, die rein theoretischer Natur sind, müssen die 75 Milliarden US-Dollar, die SpaceX anpeilt, tatsächlich irgendwo herkommen.

 

Adidas ist gefragt

 

Ein Stück weit ließ sich auch beobachten, dass die Börsianer offenbar Risiken minimieren und sich von spekulativen Titeln wieder zu etwas verlässlicheren Titeln umorientieren. Eine positive Analysteneinschätzung kommt dem Sportartikelhersteller Adidas (DE000A1EWWW0) da kurz vor Beginn der Fußball-WM gerade recht. Die kanadische RBC bleibt ihrer Einschätzung auf „Outperform“ treu und spricht von einer günstigen Bewertung bei einem gut berechenbaren Ergebniswachstum. Die Bullen sprangen darauf an und ließen den Kurs um 2,8 Prozent bis auf 171,55 Euro ansteigen.

 

Tagestermine

 

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Werbebanner EMH PM Trade Die Augen der Anlegerinnen und Anleger richten sich heute klar auf Europa, wo die nächste Sitzung der EZB ansteht. Erwartet wird eine Zinswende, die mit einer Erhöhung der Leitzinsen um 25 Basispunkte eingeleitet werden könnte. Jegliche Abweichung davon könnte die Märkte noch weiter erschüttern. Abseits davon werden die Marktakteure natürlich auch das Geschehen im Nahen Osten sowie die Ölpreise im Blick behalten. Ferner stehen zum Ausklang der Berichtssaison noch einige interessante Zahlen an, darunter von Adobe, was erneut Einfluss auf die Erwartungen im KI-Bereich nehmen könnte.

 

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11.06.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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