Nike gerät ins Visier von US-Behörden, nachdem das Unternehmen sich bislang weigerte, inklusive Programme bei der Belegschaft zu beenden
Mit den Behörden will Nike kooperieren, DEI aber dennoch nicht begraben
Mit zu den ersten Amtshandlungen von US-Präsident Donald Trump gehörte es im vergangenen Jahr, DEI-Initiativen seiner Vorgänger Joe Biden und Barack Obama nicht nur zu streichen, sondern auch noch Druck auszuüben auf jegliche Unternehmen, die an solchen weiter festhalten. Nike spricht seither zwar in Geschäftsberichten öfter von Inklusion als von DEI. Vielfalt spielt bei dem Sportartikelkonzern aber noch immer eine große Rolle.
Genau das ist der Behörde „Equal Employment Opportunity Commission“ (EEOC) offenbar ein Dorn im Auge. Es wurden Ermittlungen gegen Nike (US6541061031) angekündigt aufgrund des Verdachts, dass im Unternehmen weiße Mitarbeiter und Männer benachteiligt werden könnten. Diese umgekehrte Rhetorik ist nicht neu. Es ist mit die Grundlage für jegliche Kritik an inklusiven Programmen.
Nike ließ zwar wissen, mit der Behörde zusammenarbeiten zu wollen und dieser bereits etliche Dokumente übermittelt zu haben. Das Vorgehen wird aber als „überraschende und ungewöhnliche Eskalation“ bezeichnet. Von den eigenen Programmen und Praktiken will sich Nike weiterhin nicht verabschieden. Jene stünden im Einklang mit den eigenen Verpflichtungen und es soll damit auch die Vielfalt der weltweiten Kundschaft adäquat abgebildet werden.
Zwar besteht das Risiko, dass Nike es sich mit Washington verscherzt. Es ist aber die Frage erlaubt, ob das im aktuellen Umfeld wirklich ein Nachteil wäre. Denn nach etliche Skandalen rund um die Einwanderungsbehörde ICE ist die Zustimmung für die US-Regierung in den Keller gerauscht. US-Präsident Donald Trump fährt in Umfragen mittlerweile Rekordtiefstände ein. Kein anderer Präsident war jemals derart unbeliebt. Mit klarer Kante könnte Nike da vielleicht PR-Erfolge feiern.
Nike: Die Aktionäre nehmen es gelassen
Ob die Anleger solche Entwicklungen vielleicht schon antizipieren, darüber lässt sich nur spekulieren. Auffällig ist die Reaktion an der Börse aber in jedem Fall. Am Mittwoch verbesserte die Nike-Aktie sich um 5,4 Prozent auf 64,22 Euro. Weder das Management, noch die Aktionäre scheinen Angst zu haben vor den Behörden sowie unterschwelligen Drohungen aus dieser Richtung.
Nike Inc.-Aktie: Kaufen oder verkaufen?
Die neuesten Nike Inc.-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nike Inc.-Aktionäre. Lohnt sich aktuell ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen?
Konkrete Empfehlungen zu Nike Inc. - hier weiterlesen...
05.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Auf Twitter teilen Auf Facebook teilen
Informiert bleiben - Wenn Sie bei weiteren Nachrichten und Analysen zu einem in diesem Artikel genannten Wert oder Unternehmen informiert werden möchten, können Sie unsere kostenfreie Aktien-Watchlist nutzen.
Folgende Artikel könnten Sie auch interessieren
Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur
Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)







24.06.2026
12.04.2026
09.04.2026
02.04.2026