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Nikola Motors, Rivian, Tesla, Amazon, Goldman Sachs – SPACs bringen frischen Wind in den E-Automobil-Markt

Investoren kritisieren Leistungsprämien von Nikola

NTG24 - Nikola Motors, Rivian, Tesla, Amazon, Goldman Sachs – SPACs bringen frischen Wind in den E-Automobil-Markt

 

E-Autohersteller befinden sich weiter im Fokus von Investoren. Nikol erntet Kritik nach Veröffentlichung der Prämienzahlungen an Führungskräfte für das Jahr 2020. Tesla-Konkurrent Rivian könnte schon bald per SPAC an die Börse gehen.

Der Elektro-Truck-Hersteller Nikola Motors (US6541101050) konnte auch im Geschäftsjahr 2020 keinen Truck ausliefern. Gründe dafür werden reichlich genannt, aber führe immer wieder zu konfusen Widersprüchen. Als dann am heutigen Tag auch noch die Prämienzahlungen für die Führungskräfte veröffentlicht wurden, hagelte es Kritik von vielen Seiten. Denn die Führungskräfte haben 2020 Leistungsprämien in Form von Aktien in Höhe von 567 Millionen US-Dollar erhalten. Bei einem Nettoverlust von 397,7 Millionen US-Dollar und einen mageren Umsatz von 95.000 US-Dollar im Fiskaljahr 2020 sind diese Prämien nicht wirklich mit der realen Leistung zu legitimieren. So sieht es wohl auch die Unternehmensführung und sieht die Leistungsprämien explizit als Anreiz für zukünftige Erfolge. Aus Nikolas Sichtweise sollten die Aktionäre den Schritt sogar begrüßen, denn die Prämien sind an die zukünftigen Aktienkurse gebunden.

Die Auszahlung erfolgt in 3 Schritten zu jeweiligen Kurszielen. Die erste Stufe wird beim Erreichen von 25 US-Dollar pro Anteil, die zweite bei 40 US-Dollar pro Anteil und die dritte Stufe erst bei 55 US-Dollar pro Aktie ausbezahlt. Beim Erreichen der dritten Stufe hätte Nikola Motors bereits eine Marktkapitalisierung von 22 Milliarden US-Dollar erreicht.

Die Unterteilung der Prämie scheint ein Versuch sein, das verlorene Vertrauen der Aktionäre wieder zurückzuerlangen, in dem man signalisiert, dass die Führungskräfte an das langfristige Potenzial des Unternehmens glauben. Ob dieser Schritt bereits ausreicht, um die Shortseller-Berichte zu vergessen, ist allerdings fraglich.

 

 

Rivian scheint den Weg an die Börse zu wagen

 

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Werbebanner Trading SeminarSchon in der Vergangenheit kursierten immer wieder Spekulationen, dass mit Rivian der nächste E-Autohersteller den Gang an die Börse per SPAC wagt. Unterstützend könnten die prominenten Investoren wie Amazon (US0231351067) und die Ford Motor Company (US3453708600) wirken. Nun gaben Insider bekannt, dass bereits erste Schritte für ein öffentliches Listing besprochen wurden. Beraten wird das nur 70 km entfernt vom Tesla-Werk (US88160R1014) in Palo Alto beheimatete Unternehmen u. a. von Goldman Sachs (US38141G1040) und Morgan Stanley (US6174464486).

Intern geht man davon aus, dass man bei einem direkten Listing eine Marktkapitalisierung von 70 Milliarden US-Dollar erreichen könnte. Bei einem Auslieferungsvolumen von 0 Fahrzeugen eine astronomische Summe.

Rivian stellt den Auslieferungsbeginn für den E-Lieferwagen für Mitte des 3. Quartals 2021 in Aussicht. Zu Beginn soll die 10.000 Lieferfahrzeuge umfassende Bestellung von Investor Amazon abgearbeitet werden. Börsianer gingen eigentlich davon aus, dass Rivian vor Auslieferungsbeginn den Weg an die Börse wagt, doch sollte es bei dem Auslieferungsbeginn bleiben, dürfte dies selbst unter dem Mantel eines SPACS schwer zu erreichen sein.

 

31.05.2021 - Felix Eisenhauer - fe@ntg24.de

 









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