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Goldman Sachs, Morgan Stanley und Bank of America punkten mit Zahlen während die Deutsche Bank sich schon mal in Stellung bringt

Unsicherheiten an den Märkten beflügeln das Geschäft der Banken

NTG24 - Goldman Sachs, Morgan Stanley und Bank of America punkten mit Zahlen während die Deutsche Bank sich schon mal in Stellung bringt

 

Das ewige Hin und Her auf der geopolitischen Bühne war an den Aktienmärkten deutlich zu spüren. In den letzten Wochen und Monaten machten sich immer mal wieder Unsicherheiten bemerkbar, was zeitweise zu großen Umschichtungen führte. Daran hatten wahrscheinlich nur die wenigsten Anleger ihren Spaß, doch auf der Gewinnerseite landeten klar die Banken.

Das zeigt sich recht deutlich an den Quartalsergebnissen, welche am Mittwoch etwa Goldman Sachs (US38141G1040) vorlegte. Das Handelsgeschäft legte um satte 36 Prozent auf 4,3 Milliarden US-Dollar zu und auch beim Investmentbanking gab es hübsche Aufschläge zu bewundern. Unter dem Strich legte der Gewinn um 22 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar zu.

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US-Präsident Donald Trump scheint der US-Bank mit seiner erratischen Politik also einen Gefallen getan zu haben. Es war allerdings auch eben jener Präsident, welcher die Stimmung unter Anlegern am Mittwoch massiv unter Druck setzte. Gerüchten zufolge soll Trump über eine schnelle Absetzung von Fed-Chef Jerome Powell nachgedacht haben, was die Aktienkurse heftig unter Druck setzte. Erst als Trump versprach, dass nichts in diese Richtung geplant sei, kam es wieder zu Entspannung. Die Goldman Sachs-Aktie schaffte es mit einer Erholung im späten Handel immerhin auf ein kleines Plus von 0,9 Prozent.

 

Morgan Stanley auf Erfolgskurs

 

Etwas weniger Glück hatten die Aktionäre von Morgan Stanley (US6174464486). Auch hier entspannte die Lage sich am Nachmittag etwas, doch aus dem Handel ging es mit 139,79 Dollar und damit knapp 1,3 Prozent leichter als tags zuvor. Dabei hätten die Zahlen durchaus Grund zur Freude gegeben. Denn auch hier gab es nahezu durch die Bank Wachstum zu bewundern.

Das Handelsgeschäft verbesserte sich um stolze 23 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar und der Gewinn legte von 1,8 Milliarden im vorherigen Quartal auf nun 2,1 Milliarden Dollar zu. In diesem Fall entzückten auch starke Geschäfte bei der Vermögensverwaltung die Analysten, deren Erwartungen klar übertroffen werden konnten. Bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass die kleine Panikattacke an den US-Börsen von gestern schnell wieder vergessen werden kann. Dann sollte einer Fortsetzung des Aufwärtstrends kaum etwas im Wege stehen.

 

Die Bank of America reiht sich ein

 

Weitgehend auf der Stelle tappte die Aktie der Bank of America (US0605051046), trotz ähnlich erfreulicher Neuigkeiten wie bei den Mitbewerbern. Der Gewinn je Aktie wurde auf 0,89 Dollar beziffert und lag damit über der Konsensschätzung von 0,86 Dollar. Etwas enttäuscht zeigten die Anleger sich aber bei einem Blick auf die Umsätze. Jene konnten zwar um vier Prozent zulegen, damit die Markterwartungen aber nicht ganz erfüllen.

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Unter dem Strich war zumindest die zweitgrößte US-Bank selbst mit den Ergebnissen zufrieden und erkannte klare Wachstumsimpulse. Das dürfte bei den Anlegern ähnlich aussehen, welche die Aktie vor den Kapriolen rund um Trump und Powell noch mit Aufschlägen von rund 1,4 Prozent belohnten. Beruhigt sich die Lage in den kommenden Tagen etwas, so wäre weiterer Rückenwind eher keine Überraschung.

 

Ein gutes Omen für die Deutsche Bank?

 

Hierzulande lassen die Banken sich noch etwas Zeit mit ihren Geschäftsberichten, doch die Börsianer werteten die Vorgaben aus Übersee schon mal als gutes Signal. Bei der Deutschen Bank (DE0005140008) ging es im gestrigen Handel um 0,75 Prozent auf 25,56 Euro aufwärts, obschon die hiesigen Märkte noch vor Trumps Bekundungen schlossen und damit die darauffolgende Entspannung nicht einpreisen konnte. Die Deutsche Bank-Aktie gab daher in einem schwierigen Umfeld ein gutes Bild ab.

Diverse neue Rekorde im DAX sind zudem ein Hinweis darauf, dass die Deutsche Bank ebenfalls auf ein gutes Quartal zurückblicken dürfte. Es ist recht wahrscheinlich, dass die immer mal wieder aufgetretenen Umschichtungen sich bemerkbar machen werden, sodass die Vorfreude der Bullen nachvollziehbar erscheint. Sicherheit wird es aber freilich erst dann geben, wenn harte Zahlen vorliegen. Erwartet werden jene bereits in der kommenden Woche.

 

Die Bank gewinnt immer

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDie Börsen kannten im zweiten Quartal viele Gewinner und Verlierer und die Rollen vertauschten sich schon mal innerhalb kürzester Zeit. Rückblickend scheinen die Geldinstitute aber klar auf der Siegerseite zu stehen. Denn jeder Handel bringt ihnen hübsche Gewinne ein. Das gilt auch dann, wenn Transaktionen von Sorgen oder gar Panik getrieben werden. Geht es weiter chaotisch an den Märkten zu, so haben Anleger es mit einer Chaostruppe im positiven Sinne zu tun.

 

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17.07.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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