Schwache Absatzzahlen zwingen Nintendo zum Einlenken und ein Zurückfahren der Produktion von Spielekonsolen belastet die Aktie
Fällt Nintendo mit der Switch 2 in ein Loch?
Die Switch 2 von Nintendo startete fulminant und konnte bereits den einen oder andere Verkaufsrekord aufstellen. Doch schon im Weihnachtsgeschäft zeigten sich in einzelnen Märkten erste Schwächeanzeichen. Wie es scheint, geht das Interesse an der neuen Konsole schon wieder zurück, worauf der japanische Spielegigant nun reagiert.
Laut einem Bericht von „Bloomberg“ plant Nintendo (JP3756600007) für das laufende Quartal nur noch mit vier Millionen statt zuvor sechs Millionen Switch-2-Konsolen. Auch im April soll die Produktion zunächst gedrosselt weiterlaufen. Auslöser dafür soll insbesondere eine schwache Nachfrage in den USA sein.
Auch anderswo scheint Nintendo an Schwung zu verlieren. Lediglich auf dem japanischen Heimatmarkt scheinen die Absatzzahlen weiterhin hoch auszufallen. Dort bietet Nintendo allerdings eine deutlich günstigere Variante an, die auf das Abspielen japanischer Software beschränkt ist. Das wiederum ist eine Folge des schwachen Yen. Nintendo erzielt mit solchen Geräten eine deutlich geringere Gewinnspanne. Angeboten wird die japanische Version für knapp 50.000 Yen, was umgerechnet etwa 300 Euro entspricht. Hierzulande kostet das Gerät rund 450 Euro.
Softwareprobleme bei Nintendo?
Für die schwache Nachfrage machen Beobachter vor allem das Software-Angebot verantwortlich. Titel wie „Metorid Prime 4: Beyond“ und „Kirby Air Riders“ konnten im vergangenen Jahr nicht für den erhofften Erfolg sorgen und wurden auch von Kritikern ein wenig abgestraft. Derweil fehlen neue Spiele auf Reihen wie „Super Mario“ oder „The Legend of Zelda“ bislang komplett.
Ein Überraschungserfolg ist Nintendo jedoch kürzlich mit „Pokémon Pokopia“ gelungen. Das Spiel hat es sich an der Spitze der Bestenlisten bequem gemacht und war im Einzelhandel zeitweise vergriffen. Es steht zu vermuten, dass dies auch die Hardware-Verkaufszahlen wieder etwas ankurbelt. Nintendo will sich darauf aber noch nicht verlassen und will zunächst beobachten, wie die Absatzzahlen sich in den kommenden Wochen entwickeln mögen. Ob man dann für den Sommer neue Blockbuster in der Hinterhand hat, darüber wurde nicht gesprochen.
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26.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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