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Anleihegläubiger werfen Oracle Täuschungen um den Kapitalbedarf für KI-Rechenzentren vor und ziehen nun vor Gericht

War Oracle nicht ehrlich genug?

NTG24 - Anleihegläubiger werfen Oracle Täuschungen um den Kapitalbedarf für KI-Rechenzentren vor und ziehen nun vor Gericht

 

Der immer höhere Kapitalbedarf von Oracle zum Ausbau von KI-Rechenzentren sorgte im vergangenen Jahr für den einen oder anderen Schock an den Märkten. Das Ganze hat nun ein Nachspiel. Denn einige Anleihegläubiger fühlen sich getäuscht und ziehen nun gegen das Unternehmen vor Gericht.

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In einer in New York eingereichten Sammelklage heißt es, dass Oracle (US68389X1054) die Anleger bei einer Ausgabe von Anleihen über 18 Milliarden US-Dollar im September über weitere kurzfristig notwendige Mittel zum Ausbau der KI-Infrastruktur im Dunkeln gelassen habe. Nur wenige Wochen später wurde bekannt, dass Kredite über weitere 38 Milliarden Dollar aufgenommen wurden, um Rechenzentren für einen Großauftrag von OpenAI zu finanzieren.

 

 

 

An der Börse führte dies zu Zweifeln an der langfristigen Liquidität, was den Aktienkurs von Oracle im hohen Tempo in die Tiefe purzeln ließ. Das erhöhte Kreditrisiko wirkte auch auf Anleihen aus. Über die nun eingereichte Klage wird Wiedergutmachung verlangt. Vorwürfe richten sich dabei sowohl an Oracle-Gründer Larry Ellison als auch die ehemalige Chefin Safra Catz und beteiligte Banken.

Oracle äußerte sich bisher nicht zu den Vorwürfen. Es wird aber immer deutlicher, dass der Software-Konzern sich auf dem Weg in eine Vertrauenskrise befindet. Immer höhere Ausgaben für KI-Rechenzentren können den Anlegern kaum noch vermittelt werden. Die Aussichten auf Umsatz- und Gewinnsprünge sind bisher eher abstrakter Natur.

 

Oracle bleibt angeschlagen

 

Neue Zuversicht lässt noch immer auf sich warten. Die Oracle-Aktie rutschte am Mittwoch nach Abschlägen von 4,3 Prozent auf 193,61 Dollar und damit wieder unter die Linie von 200 Dollar. Im Chart bleibt es zwar bei einer langfristig positiven Entwicklung. Doch von Höchstständen bei 345 Dollar hat die Aktie sich längst verabschiedet. Der Konzern bleibt weiterhin eine Erklärung darüber schuldig, wie und wann die enormen Ausgaben sich rechnen sollen und wie die deutlich höheren Zinsbelastungen geschultert werden sollen.

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15.01.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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