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PDD Holdings verfehlt die Erwartungen der Analysten, scheint die Anleger mit Investitionsversprechen aber bei der Stange zu halten

Hat PDD Holdings seinen Zenit überschritten?

NTG24 - PDD Holdings verfehlt die Erwartungen der Analysten, scheint die Anleger mit Investitionsversprechen aber bei der Stange zu halten

 

Die Temu-Mutter PDD Holdings feierte in den vergangenen Jahren einen rasanten Aufstieg. Insbesondere die Plattform Temu sorgte für viel Aufsehen. Direkt aus China versandte Produkte konnten dort zu teils extrem günstigen Preisen angeboten werden, wobei das Unternehmen recht gezielt Lücken bei Zollfreigrenzen ausnutzte.

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Allerdings reagierte die Politik im Westen darauf bereits. Nachdem zahlreiche Einzelhändler die Alarmglocken schlugen, schafften die USA die Zollfreigrenze für Pakete unterhalb von 800 US-Dollar im vergangenen Jahr ab. In der EU wurde derweil die Zollfreiheit für Pakete unter 150 Euro beendet. Dadurch gerät das klassische Geschäftsmodell von PDD Holdings (US7223041028) unter Druck und das Unternehmen muss sich anpassen.

Genau das soll in Zukunft auch passieren, was der Temu-Mutter aber wohl einiges abverlangt. Finanzvorstand Jun Liu kündigte bei der Vorlage der jüngsten Zahlen Investitionen an, um auf schnelle Veränderungen beim Wettbewerb sowie dem externen Umfeld zu reagieren. Dabei handele es sich um langfristige Ausgaben, welche sich unweigerlich auf die Finanzergebnisse auswirken würden.

 

 

 

PDD Holdings schwach in China

 

Trotz des zunehmenden politischen Gegenwinds konnte Temu zuletzt weiterhin stark wachsen. Den Anlegern stellt sich aber schon die Frage, wie lange es dabei bleiben wird. Dazu gesellen sich Probleme auf dem chinesischen Heimatmarkt, wo es Temu technisch gesehen gar nicht gibt. Dort tritt man mit Pinduoduo in Erscheinung und musste ausgesprochen schwache Zahlen verzeichnen. In Kombination mit den angekündigten Investitionen resultieren daraus ernüchternde Ergebnisse.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDer Umsatz von PDD Holdings lag im zurückliegenden Quartal bei 123,9 Milliarden Yuan (ca. 15,5 Mrd. Euro) und damit unterhalb der Analystenschätzung von 124,4 Milliarden Yuan. Noch größer ist die Enttäuschung beim Nettogewinn, der um satte elf Prozent auf 24,5 Milliarden Yuan absackte. Letzteres entspricht umgerechnet knapp 3,1 Milliarden Euro. Auch in dieser Hinsicht wurden die Erwartungen der Märkte klar verfehlt und das Wachstum scheint langsam an seine Grenzen zu kommen.

Dennoch konnte die Aktie von PDD Holdings am Mittwoch um 4,6 Prozent bis auf 102,61 US-Dollar an der Nasdaq zulegen. Ausschlaggebend dafür dürfte die allgemein freundlichere Börsenstimmung gewesen sein. Vage Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Irankriegs sorgten für Aufschwung und ließen zumindest die Möglichkeit erscheinen, dass die befürchtete Energie- und Konsumkrise vielleicht noch abgewendet werden kann. Allerdings formulierte US-Präsident Donald Trump zwischenzeitlich schon wieder martialische Drohungen in Richtung Iran und der Hang Seng notierte am Donnerstagmorgen im tiefroten Bereich.

 

Zeitenwende für Temu?

 

Eine schwache Quartalsbilanz ist freilich noch kein Weltuntergang und PDD Holdings kann noch immer manches Wachstumssignal vorweisen. Dennoch lässt sich nicht leugnen, dass der Gegenwind zunimmt. Sein Alleinstellungsmerkmal auf dem internationalen Markt hat die Plattform Temu weitgehend verloren. Längst haben auch große Konkurrenten wie Amazon mit eigenen Billig-Angeboten reagiert und der etwas negativ besetzte Ruf führt dazu, dass nicht wenige internationale Kunden sich auf anderen Seiten und Apps umsehen. Dazu kommt der wachsende Anteil von KI-Angeboten im E-Commerce und die politische Entwicklung legt PDD Holdings zusätzlich Steine in den Weg.

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Werbebanner EMH PM Trade Die aktuell größte Sorge ist allerdings das Geschäft in China. Die noch immer nicht ausgestandene Immobilienkrise zwingt die Verbraucher im Reich der Mitte zum Sparen und nun droht auch noch eine Energiekrise für weitere Verwerfungen zu sorgen. Asiatische Länder werden von der Sperrung der Straße von Hormus besonders hart getroffen. Zwar muss all das noch nicht bedeuten, dass es für PDD Holdings von hier an nur noch abwärts gehen würde. Es gibt für die Anleger aber mehr als genug Gründe, um sich Sorgen zu machen. Das steht einem Ausbruch des jahrelangen Seitwärtstrends an der Börse dann doch sichtlich im Weg.

 

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26.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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