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RWE und BASF vs. Plug Power und Nel ASA – BASF drängt in den Wasserstoffsektor

RWE und BASF wollen verkünden gigantisches Windpark-Projekt und Errichtung einer Elektrolyseanlage

NTG24 - RWE und BASF vs. Plug Power und Nel ASA – BASF drängt in den Wasserstoffsektor

 

BASF und RWE verkünden Pläne für den Bau eines gigantischen Off-Shore-Windparks, um die Klimaziele für 2030 einzuhalten. Kann BASF jetzt sogar Firmen wie Plug Power und Nel ASA mit einer neuen Elektrolyseanlage für Wasserstoff unter Druck setzen?

Am heutigen Freitag um 11:00 Uhr wurde die Pressekonferenz von RWE (DE0007037129) und BASF (DE000BASF111) abgehalten, auf die Investoren seit der Bekanntgabe am Dienstag sehnsüchtig gewartet hatten. Schon am Dienstag gaben der Chemieriese und der Energieversorger bekannt, eine Klima-Allianz gründen zu wollen. Auf der Pressekonferenz am heutigen Tag wurden erstmals Inhalte und der Umfang der Allianz bekannt gegeben. Konkret planen die beiden Unternehmen in Kooperation einen der größten Windparks der Welt in der Nordsee zu errichten. Die Anlage soll ab dem Jahr 2030 den Hauptstandort von BASF in Ludwigshafen mit grünen Strom versorgen. Außerdem sollen 20 % der Energie genutzt werden, um Wasserstoff herzustellen. Für den Windpark und die Elektrolyseanlage werden voraussichtlich kumulierte Kosten von 4 Milliarden Euro anfallen. Die Kosten wollen die Unternehmen selber tragen und betonen, dass sie explizit nicht auf staatliche Subventionen angewiesen sind. Dennoch nehmen die beiden Vorstandsvorsitzenden Martin Brudermüller (BASF) und Rolf Martin Schmitz (RWE) die Politik in die Pflicht. Für die Realisierung des Projekts, das einen wichtigen Schritt für eine nachhaltige und zukunftsfähige industrielle Produktion darstellt, müssen einige Regularien geändert werden. Zum einen muss es zu einer schnelleren Ausschreibung von Flächen für Off-Shore-Projekte kommen und darüber hinaus müssen Anpassungen an Flächen- und Netzentwicklungspläne vorgenommen werden.

Durch den Windpark prognostiziert BASF eine Einsparung von 3,8 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr alleine am Standort in Ludwigshafen. Außerdem wirkt BASF mit dem Projekt den jährlich steigenden Stromverbrauch der Produktion entgegen. Würde der Stromverbrauch im gleichen Tempo konstant weiter ansteigen, dann würde alleine der Standort Ludwigshafen im Jahr 2035 circa 15 % des derzeit in Deutschland mit Windparks produzierten Stroms benötigen.

Aus Investorensicht ist die Elektrolyseanlage allerdings wesentlich interessanter. Da der Wasserstoffmarkt bis 2040 um mehr als das 500-Fache wachsen soll, eröffnet sich für den Chemieriesen ein völlig neuer Markt. Alleine diese potenziellen Zukunftsaussichten sind der Grund dafür, dass sich Aktien wie die von Nel ASA (NO0010081235) und von Plug Power (US72919P2020) völlig von der realen Wertentwicklung der Unternehmen entkoppelt haben. Solche astronomischen Kursentwicklungen sind bei der Aktie von BASF nicht zu erwarten, dennoch kann durch ein Markteinstieg das Wachstumspotenzial der Papiere gesteigert werden.

 

21.05.2021 - Felix Eisenhauer - fe@ntg24.de

 

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