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Bei Porsche rechnet man nicht damit, dass die in den letzten Jahren eingebrochenen Absatzzahlen in absehbarer Zukunft wieder steigen

Porsche will in Zukunft wohl vor allem an der Profitabilität schrauben

NTG24 - Bei Porsche rechnet man nicht damit, dass die in den letzten Jahren eingebrochenen Absatzzahlen in absehbarer Zukunft wieder steigen

 

Über 95.000 Fahrzeuge konnte Porsche im Jahr 2021 noch in China verkaufen. Letztes Jahr waren es mit 42.000 Einheiten nicht einmal halb so viele. Nun stellt der Sportwagenbauer sich offenbar darauf ein, dass es dauerhaft bei eher mauen Verkaufszahlen im Reich der Mitte bleiben wird. Dennoch will man sowohl heute als auch in Zukunft Präsenz zeigen.

Am Dienstag sprach Volkswagen-Chef Oliver Blume recht offen darüber, dass der „gesamte Premium- und Luxusmarkt“ in China innerhalb kurzer Zeit um 80 Prozent eingebrochen sei. Verglichen damit hinterlässt die Porsche AG (DE000PAG9113) sogar noch eine einigermaßen gute Figur. Mit einer Erholung rechnet der VW-Chef nach eigener Aussage nicht. Berichtet hatte darüber unter anderem das „Handelsblatt“.

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Gerüchteweise rechnet man bei Volkswagen und Porsche für das Jahr 2026 sogar mit weiter fallenden Absatzzahlen, die sich wohl irgendwo zwischen 30.000 und 40.000 Fahrzeugen einpendeln könnten. Offiziell bestätigt sind diese Angaben aber von Porsche nicht. Dort hat seit dem Jahreswechsel mit Michael Leiters ein neuer CEO das Sagen. An China scheint jener grundsätzlich festhalten zu wollen, allerdings ohne sich irgendwelchen Illusionen hinzugeben.

 

Porsche konzentriert sich auf die Marge

 

Zu spüren bekommt Porsche, wie auch alle anderen Hersteller, einen immer härteren Konkurrenzkampf in China, der auch über den Preis ausgefochten wird. Die Regierung in Peking sah sich im vergangenen Jahr sogar schon dazu genötigt, bei dieser Entwicklung regulierend einzugreifen. Außerdem macht China die noch immer nicht überwundene Immobilienkrise zu schaffen, was die Konsumlaune merklich dämpft. Porsche hat es darüber hinaus seit 2025 mit einer höheren Luxussteuer zu tun

Heimische Marken gewinnen in China rasant an Boden, was manche auf die Preise, andere aber auch auf Vorteile bei der Software zurückführen. Was auch immer ausschlaggebend sein mag: für Porsche scheinen wieder höhere Absatzzahlen in China derzeit vollkommen utopisch zu sein. Statt diesem Einhorn hinterherzujagen, will der Konzern daher seine Strukturen auf China anpassen und sich dauerhaft auf geringere Stückzahlen einstellen. Zu nicht unwesentlichen Teilen ist das im letzten Jahr bereits passiert, indem Händlernetze sowie die Organisation im Reich der Mitte schlanker gemacht wurden.

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Werbebanner Speed Monkeys - Tesla Tuning EssenVon einem Abschied aus China ist jedoch an keiner Stelle die Rede und selbst eine lokale Produktion scheint zumindest noch vorstellbar zu sein. Punkten will Porsche zudem vermehrt mit speziell für den China entwickelten Software-Lösungen. Der Fokus scheint aber zu sein, bei geringeren Stückzahlen die Profitabilität zu steigern und so aus China langfristig einen profitablen Markt werden zu lassen. Das sorgt an der Börse freilich nicht für Freudensprünge, dürfte angesichts der Umstände aber nicht die schlechteste Strategie sein.

 

Porsche am Boden der Tatsachen

 

Auch wenn es keine neuen Wachstumssignale mit sich bringt, so ist es aus Anlegersicht dennoch erfreulich, dass sich die Porsche AG der Realität stellt und keine Luftschlösser baut. Denn falsche Versprechungen gegenüber den Aktionären wären letztlich kaum mehr als die Vorbereitung auf den nächsten Kurssturz. Ob es gelingen mag, die Margen in China wieder zu steigern und das dortige Geschäft in die schwarzen Zahlen zu hieven, das bleibt allerdings auch noch abzuwarten.

Die herben Rückschläge in China sind einer der Hauptgründe dafür, dass die Aktie der Porsche AG sich im Jahr 2026 ebenfalls deutlich leichter präsentiert. Erschwerend hinzu kommen US-Zölle und die Konsumkrise in Europa. Mit 41,12 Euro startete das Papier am Donnerstag in den Handel in Stuttgart. Das ist rund ein Drittel weniger als noch vor einem Jahr. Vielleicht müssen auch Anleger sich darauf einstellen, dass eine Rückkehr zu Höchstständen aus den Corona-Jahren für längere Zeit nicht anstehen wird. Das stünde dem Erzielen von Renditen allerdings auch nicht grundsätzlich im Weg.

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29.01.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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