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Porsche AG gibt das Renditeziel auf, Tesla verliert in den USA an Boden, BYD konzentriert sich auf Europa und Mercedes-Benz elektrisiert einen Bestseller

Zur IAA in München rücken die Autokonzerne an der Börse in den Fokus

NTG24 - Porsche AG gibt das Renditeziel auf, Tesla verliert in den USA an Boden, BYD konzentriert sich auf Europa und Mercedes-Benz elektrisiert einen Bestseller

 

Von der in dieser Woche startenden Automobilmesse IAA erwarten sich nicht nur die Kunden, sondern auch die Aktionäre der großen Hersteller so einiges. Im Vorfeld ließen sich bereits einige Trends erkennen. Dazu gehört, dass mehr chinesische Anbieter als je zuvor vor Ort sein werden. Spannend geht es aber auch bei den altbekannten Branchengrößen zu.

Zum Start der Messe gab sich Oliver Blume die Ehre, der momentan (noch) sowohl bei Volkswagen als auch der Porsche AG (DE000PAG9113) im Chefsessel sitzt. Blume warb um Optimismus und sprach davon, dass der Tiefpunkt mittlerweile überwunden sein dürfte. Gerade auf Porsche scheinen aber weiterhin schwere Zeiten zu warten. Trotz massiver Kostensenkungen rückt der Konzern nun ganz offiziell von seinem Ziel ab, die Rendite auf 20 Prozent heben zu können.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDies sei vor dem Hintergrund von US-Zöllen und einem immer schwächeren Luxussegment in China schlicht nicht machbar. Die Party, welche die Industrie über Jahrzehnte gefeiert habe, ist nach Ansicht von Konzernchef Blume vorbei. Das hören die Anleger nicht gerne, die sich bessere Neuigkeiten erhofft hatten. Die Aktie der Porsche AG reagiert auf das Ganze mit Abschlägen von etwas mehr als einem Prozent am Montag und es ging mit 43,61 Euro aus dem Handel.

 

 

 

Tesla verliert US-Kunden

 

Tesla (US88160R1014) bleibt der IAA in diesem Jahr fern, wahrscheinlich weil es ohnehin keine Neuigkeiten zu präsentieren gibt. Solche wären aber dringend nötig, denn die Verkaufszahlen lassen immer stärker nach, und das obschon der Markt für Elektroautos eigentlich im Wachstum ist. In Europa lässt sich dieser Trend schon länger beobachten. Mittlerweile ist das Ganze auch auf dem US-amerikanischen Heimatmarkt angekommen. Das zeigen Daten von Cox Automotive, über die gestern die Nachrichtenagentur Reuters berichtete.

Jenen zufolge ist der Marktanteil von Tesla bei Elektroautos in den USA erstmals seit 2017 auf unter 40 Prozent, nämlich auf nur noch 38 Prozent gefallen. Die Experten führen dies nicht nur auf den angeschlagenen Ruf von Konzernchef Elon Musk, sondern auch auf fehlende Produktneuheiten zurück. Von einem günstigeren Model 2, oder wie auch immer das Gefährt heißen könnte, ist schon seit Längerem nichts mehr zu hören. Stattdessen konzentriert man sich voll und ganz auf Robotaxis und Roboter. Damit konnte Tesla am Montag keine neuen Impulse setzen und so gab der Aktienkurs um 1,3 Prozent auf 346,40 US-Dollar nach.

 

BYD attackiert die Mittelklasse in Europa

 

BYD (CNE100000296) geht einen anderen Weg und hat pünktlich zur IAA ein Auto im Gepäck, das speziell an die Bedürfnisse des europäischen Marktes angepasst wurde. Ein Modell mit dem etwas sperrigen Namen Seal 6 DMi schickt sich an, mit Passat und Co. zu konkurrieren. Versprochen werden bei dem Plug-in-Hybrid bis zu 1.350 km Reichweite, davon 100 km rein elektrisch. Gerade für kürzere Fahrten ist die Verbrennung von Treibstoff also nicht unbedingt notwendig.

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Werbebanner Speed Monkeys - Tesla Tuning EssenDazu gibt es allerlei Schmankerl im digitalen Bereich, veganes Leder, Sitzheizung, LED-Licht und ein Panorama-Schiebedach. Der ADAC zeigt sich nach einer ersten Probefahrt recht angetan, wenngleich es auch Kritikpunkte wie die langsame Ladegeschwindigkeit gibt. BYD baut unter dem Strich keinen Billigheimer, will preislich die Konkurrenz aber dennoch direkt angreifen. Erhältlich ist die Basisvariante ab knapp 43.000 Euro, und das ab sofort. Das scheint den Anlegern zu gefallen, welche die BYD-Aktie gestern um 0,7 Prozent in Richtung Norden bugsierten.

 

Mercedes-Benz: Elektrisierend

 

Mercedes-Benz (DE0007100000) setzt bei der IAA derweil auf einen alten Bekannten. Der Verkaufsschlager GLC präsentiert sich in einer elektrischen Variante, die im ersten Halbjahr 2026 verfügbar sein soll. Überzeugen soll das Gefährt bei Leistung, Reichweite, Effizienz und Ladegeschwindigkeit. Darüber hinaus stellt der Hersteller den Kunden eine üppige Innenausstattung mit großzügigem Raumangebot in Aussicht.

Einen Liebling der Kunden zu einem E-Auto mutieren zu lassen, mutet wie ein logischer Schritt an. Laut Mercedes-Benz handelt es sich sogar um mehr als das. Das Vehikel soll das erste Modell einer völlig neuen Fahrzeugfamilie darstellen, welche von Grund auf elektrisch konzipiert wurde. Das liest sich durchaus aufregend, scheint die Aktionäre aber nicht recht abholen zu können. Mit dem Aktienkurs ging es zu Wochenbeginn um 0,8 Prozent auf 52,50 Euro in die Tiefe.

 

In Bewegung

 

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Werbebanner DegussaIn den nächsten Tagen dürfte es noch weitere Neuerungen zu sehen geben, die an den Börsen mit Sicherheit nicht unbemerkt blieben. Als erster Trend zeichnet sich ab, dass die meisten Hersteller mit neuen Fahrzeugen und diversen Innovationen punkten wollen. Zudem setzt sich das Mantra durch, dass es von hier aus im Prinzip nur noch bergauf gehen kann. Jetzt gilt es nur noch, die Märkte eben davon zu überzeugen.

 

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09.09.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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