RWE veräußert Teile seiner Stromnetze an einen US-Investor und sicher sich damit eine hübsche Finanzspritze
Lockt RWE damit künftig Nachahmer an?
Bisher waren die Stromnetze von Amprion fest in deutscher Hand. Der Versorger RWE war mit 25,1 Prozent der Anteile beteiligt, was sich nun allerdings ändern wird. Ein Teil davon geht in die Hände des US-Investors Apollo, was an den Märkten für viel Aufruhe sorgt.
Konkret peilt RWE (DE0007037129) an, seinen Anteil an Amprion in ein Gemeinschaftsunternehmen auszugliedern, an dem auch Apollo beteiligt ist. Im Gegenzug gibt es eine nette Finanzspritze in Höhe von 3,2 Milliarden Euro. Jene soll genutzt werden, um einerseits direkt in die Netze zu investieren und außerdem in Zukunft Kapitalerhöhungen zu finanzieren. Mittel werden dann direkt an Apollo überwiesen, um deren Anteil konstant zu halten.
Apollo belässt dabei die operative Kontrolle bei RWE, was von Beobachtern als großer Erfolg gewertet wird. Darüber hinaus wird die Möglichkeit erkannt, dass nun auch andere internationale Investoren auf die deutschen Stromnetze aufmerksam werden könnten. Im besten Fall würde dies zu vollkommen neuen Möglichkeiten bei der Finanzierung führen. Das wäre auch bitter nötig, da Umbauten in den nächsten Jahren Milliarden verschlingen werden.
Gute Laune bei RWE
Der Deal hat also Signalwirkung und wird an den Märkten auch so behandelt. Die RWE-Aktie reagierte am Dienstag mit Kursgewinnen von 2,3 Prozent, was den Aktienkurs auf 35,82 Euro beförderte. Damit setzt sich auch eine bereits zu Monatsbeginn gestartete Erholung fort, die ihrerseits auf hohem Niveau stattfand. RWE blickt momentan auf Kursgewinne von mehr als 20 Prozent im laufenden Jahr.
Gemunkelt wird bereits darüber, dass noch weitere Investoren bei Amprion hinzukommen könnten. Der Netzbetreiber ist hauptsächlich in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland aktiv. Konkrete Ankündigungen zu weiteren Deals machte aber weder das Unternehmen selbst noch RWE.
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10.09.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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