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Rheinmetall kaum zu halten, Hensoldt ebenfalls im Höhenflug, Renk lässt sich noch etwas bitten und TKMS hofft auf Milliardenauftrag

Rüstungsaktien entwickeln sich schon jetzt erneut zu Gewinnern an den Märkten

NTG24 - Rheinmetall kaum zu halten, Hensoldt ebenfalls im Höhenflug, Renk lässt sich noch etwas bitten und TKMS hofft auf Milliardenauftrag

 

Das neue Jahr ist noch keine zwei Wochen alt und an der Börse konnten bereits munter neue Rekorde geschrieben werden. Dafür sorgen nachlassende Sorgen um eine mögliche KI-Blase, aber auch die Rückkehr des Booms im Rüstungssegment. Nach einer kleinen Ruhephase im zurückliegenden Halbjahr geht es nun umso steiler in Richtung Norden.

Die Gründe für den neuerlichen Aufstieg sind vielfältig. Hauptsächlich richten sich die Augen auf die Ukraine, wo noch immer kein Frieden zustande gekommen ist. Aktuelle Vorschläge der EU-Staaten sehen eine Lösung mit Friedenstruppen vor, was eine weitere Ausweitung von Verteidigungsbudgets erfordern würde. Besorgt blickt Europa derweil auf Grönland, welches sich US-Präsident Donald Trump unbedingt einverleiben möchte und dabei die „harte Tour“ zumindest nicht ausschließt.

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Dadurch bedingt muss Europa sich derzeit auf so ziemlich alle denkbaren und undenkbaren Szenarien einstellen. Die Börsianer erkennen da viele mögliche Zukunftsszenarien. Doch in keinem davon tauchten sinkende Verteidigungshaushalte auf. Das verhilft der gesamten Branche zu neuem Schwung. Zu den größten Profiteuren gehört die Aktie von Rheinmetall (DE0007030009), die seit Beginn des jungen Jahres bereits um rund 20 Prozent auf 1.889 Euro zulegen konnte. Noch weiter angetrieben wurde diese Entwicklung durch frische Aufträge der Bundeswehr.

 

Alle Augen auf Hensoldt

 

Hensoldt (DE000HAG0005) hat zwar aktuell keine konkreten Neuaufträge im Gepäck. Dennoch schlägt die Börsenstimmung sich auch hier auf den Aktienkurs nieder, den es seit dem Jahreswechsel um gut 21 Prozent auf 90,75 Euro in die Höhe trieb. Der Optimismus der Anteilseigner ist nachvollziehbar. Schließlich zeigt sich in der Ukraine bis heute überdeutlich, welche enorme Bedeutung Drohnen auf modernen Schlachtfeldern haben. Hensoldt rückt daher insbesondere aufgrund von Systemen zur Drohnenabwehr in den Fokus der Börsianer.

Mit den nun errungenen Kursaufschlägen schwingt die Aktie sich mal eben auf den höchsten Stand seit Mitte November und hakt in der Charttechnik sämtliche Faktoren ab, die für einen lebendigen Aufwärtstrend sprechen. Unsicherheit und Aufrüstung lassen die dezenten Zweifel aus den letzten Wochen wieder verschwinden, für die es ohnehin nie eine wirklich nachvollziehbare Grundlage gab. Genau das scheint nach den jüngsten Ereignissen in der Weltpolitik auch immer mehr Anlegern zu dämmern.

 

Wird Renk unterschätzt?

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeIm direkten Vergleich kann die Aktie von Renk (DE000RENK730) nur etwas kleinere Kursgewinne vorweisen und am Freitag verlor das Papier bereits sichtlich an Schwung. Es ging vor dem Wochenende nur noch um überschaubare 0,2 Prozent auf 64,14 Euro aufwärts. Begnügen müssen die Anteilseigner sich hier mit einem Plus von „nur“ knapp 18 Prozent seit Jahresbeginn. Wie es scheint, erkennen die Marktakteure bei Sensoren und Drohnen größere Chancen als bei Panzergetrieben. Dabei spricht die Nachrichtenlage absolut für weitere Wachstumssignale bei Renk.

Der Konzern liefert unter anderem Getriebe für Puma-Panzer, von denen die Bundeswehr sich kürzlich gleich einen ganzen Schwung bestellt hat. Das resultierte bislang zwar noch nicht in einer Meldung über neue Order bei Renk. Eben solche sind nun aber schon fast zwingend abzusehen. Vielleicht geht das vor dem Hintergrund ständig neuer Eskalationen ein wenig unter. Aufwärtspotenzial bleibt in jedem Fall vorhanden.

 

TKMS vor Milliardenauftrag aus Indien?

 

Noch kann auch TKMS (DE000TKMS001) nicht mit dem nächsten Großauftrag dienen. Allerdings wird bereits heftig darüber spekuliert, dass ein solcher nicht mehr lange auf sich warten lassen könnte. Interesse an neuen U-Booten scheint es in Indien zu geben. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur „Bloomberg“ arbeitet das Land derzeit mit Deutschland daran, einen entsprechenden Plan auszuklabüstern. Vorgesehen scheint demnach zu sein, U-Boote im Wert von mindestens acht Milliarden US-Dollar zu ordern.

Für die noch junge TKMS-Aktie wäre es eine klare Erfolgsmeldung und ein Stück weit ein Beleg dafür, welches Potenzial der Rüstungs-Boom für das Unternehmen noch bereithält. Die Anleger gehen schon mal vom Besten aus und ließen die Aktie am Freitag um weitere 0,8 Prozent auf 82,45 Euro ansteigen. Die Zugewinne seit Anfang des Jahres belaufen sich bereits auf etwa 22,5 Prozent. Die Bullen scheinen derzeit kaum aufzuhalten zu sein.

 

Die Friedenshoffnung verblasst

 

Während Wladimir Putins 3-Tage-Krieg gegen die Ukraine auch an Tag 1.418 tobt, ist es Donald Trump auch rund 8.500 Stunden im Amt nicht gelungen, den Konflikt wie versprochen innerhalb von 24 Stunden zu beenden. Stattdessen spricht der US-Präsident munter Drohungen gegen Freund und Feind aus und sorgt damit für noch mehr Unsicherheit. Mit anderen Worten sind friedlichere Zeiten leider nicht in Sicht. Für den Rüstungssektor wäre es ohnehin kein größeres Problem. Doch durch die zunehmende Unsicherheit verschwinden an den Märkten nun auch die letzten Zweifel am Wachstumstrend und die Kurse bewegen sich dementsprechend schnellen Fußes zurück in Rekordnähe.

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11.01.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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