Letzte Vorbereitungen werden bei Rheinmetall derzeit noch getroffen, eher das Autogeschäft im Frühjahr an einen neuen Besitzer übergeben werden soll
Rheinmetall bemüht sich um die Absicherung von Arbeitnehmerrechten
Das Rüstungsgeschäft boomt, während die Autobranche sich in einer handfesten Krise befindet. Das macht sich auch bei Rheinmetall bemerkbar, wo die Sparte Power Systems schon lange nicht mehr zum Kernsegment gehört. Bereits vor einigen Monaten kündigte das Unternehmen an, sich vom Autogeschäft trennen zu wollen. Dafür scheinen aktuell die letzten Vorbereitungen getroffen zu werden.
Wie einem Bericht des „Handelsblatt“ zu entnehmen ist, treten dabei vor allem Arbeitnehmerrechte in den Vordergrund. Rheinmetall hat sich demnach mit den Betriebsräten und der Gewerkschaft IG Metall auf eine Übergangsregelung für die Beschäftigten von Power Systems geeinigt.
Jene sieht unter anderem vor, dass auch unter einem neuen Eigentümer Standortzusagen sowie Beschäftigungsgarantieren für einen Zeitraum von drei Jahren Bestand haben. Diese Vereinbarung ist laut Rheinmetall (DE0007030009) für einen neuen Käufer bindend. Wer genau dies sein könnte, ist aktuelle weiterhin offen. Der Konzern ließ zuletzt wissen, sich noch mit zwei Interessenten in Verhandlungen zu befinden. Die Gespräche dauern aktuell allem Anschein nach noch an.
Viel Zeit bleibt also nicht mehr, um wie geplant spätestens Ende März Verträge zu unterzeichnen. An diesem Zeitplan will Rheinmetall dennoch nicht rütteln. Konzentrieren möchte man sich in Zukunft voll und ganz auf das Rüstungsgeschäft. Dort freut sich Rheinmetall über eine schier unstillbare Nachfrage und ansehnliche Margen, wohingegen im Autobereich bis zuletzt sämtliche Indikatoren in Richtung Süden wiesen.
Rheinmetall: Konsequent!
Vielleicht ist es nicht der allerbeste Zeitpunkt für Rheinmetall, um sich von seiner Automotive-Sparte zu trennen. Inmitten der Krise dürfte der Kaufpreis eher übersichtlich ausfallen. Angesichts sprudelnder Gewinne in anderen Segmenten scheint das aber ohnehin zur Nebensache zu verkommen. Viel wichtiger ist es für Rheinmetall, keinen unnötigen Ballast herumzuschleppen, der unnötigerweise auf die Bilanzen drückt. Letzteres dürfte auch im Interesse der Aktionäre liegen.
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16.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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