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Bei Rheinmetall greift der Chef zu, Renk freut sich über Rückenwind, auch Hensoldt treibt es wieder in die Höhe, doch Lockheed Martin erntet Gegenwind

Europäische Rüstungsaktien scheinen wieder beliebter zu werden

NTG24 - Bei Rheinmetall greift der Chef zu, Renk freut sich über Rückenwind, auch Hensoldt treibt es wieder in die Höhe, doch Lockheed Martin erntet Gegenwind

 

Für Gewinne im DAX reichte es am Mittwoch zwar noch nicht. Dennoch ließ sich wieder eine freundlichere Stimmung beobachten und die Abschläge im hiesigen Leitindex hielten sich schwer in Grenzen. Mancherorts gab es sogar schon erste Anzeichen einer möglichen Trendwende zu sehen, so etwa bei den noch immer vielbeachteten Rüstungsaktien.

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Jene erlebten in den letzten Tagen eine kurze, aber heftige Phase von Gewinnmitnahmen und Korrekturen. Sorgen um Überbewertungen und derartig lautende Analystenkommentare verfehlten ihre Wirkung nicht. Niedrigere Kurse wurden aber längst noch von jedem als Warnsignal interpretiert. Im Falle von Rheinmetall (DE0007030009) waren sie für manch einen auch schlicht eine willkommene Einstiegschance.

 

 

 

Auf die Seite der Käufer schlug sich kein Geringerer als Rheinmetall-Chef Armin Papperger. Wie einer Unternehmensmitteilung zu entnehmen ist, gönnte Papperger sich am Mittwoch Aktien mit einem Wert von rund einer halben Million Euro. Sehr viel deutlicher hätte er kaum signalisieren können, dass er vom weiteren Erfolg des Unternehmens noch felsenfest überzeugt ist. Das wirkt ansteckend und so legte die Rheinmetall-Aktie gestern wieder um 2,9 Prozent auf 1.720 Euro zu.

 

Renk fängt sich

 

Bei der Aktie von Renk (DE000RENK730) gab es sogar noch größere Schritte nach vorn zu sehen. Mit Kursgewinnen von 4,4 Prozent landete das Papier klar auf der Seite der Gewinne; der Kurs erholte sich bis auf 71,01 Euro. Tags zuvor musste noch ein herbes Downgrade der Bank of America verdaut werden, wo derzeit nicht mit einer Fortsetzung der Rallye gerechnet wird. Allerdingd könnten sich natürlich auch Analysten mal irren.

Genau darauf hoffen nun die Bullen, welche der Renk-Aktie wieder Rückenwind verleihen und zumindest aus charttechnischer Sicht die Aufwärtsbewegung am Leben erhalten. Wie gehabt sind nennenswerte Neuigkeiten um Unternehmen und Segment nicht zu finden. Dabei dürfte es aber nicht allzu lange bleiben, da die enormen Investitionspläne europäischer Staaten schon fast zwingend zu frischen Aufträgen führen werden. Nur wann und in welchem Umfang solche auftauchen könnten, das steht noch vollkommen in den Sternen.

 

Hensoldt schnauft durch

 

Die Aktie von Hensoldt (DE000HAG0005) stellte keine Ausnahme dar und reihte sich in die allgemeine Erholung des Sektors mit Kursgewinnen von 2,3 Prozent ein. Vermutet wird an den Märkten, dass zur positiven Entwicklung auch die Einigung zwischen den USA und China beigetragen haben könnte. Dazu gab es leise Anzeichen dafür, dass Lieferungen von Seltenen Erden an Europa in Zukunft wieder unkomplizierter möglich sein könnten. So richtig in Stein gemeißelt ist noch nichts, dennoch löst sich manche Sorge der Aktionäre anscheinend in Luft auf.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeMit einem Schlusskurs von 92,80 Euro markierte die Hensoldt-Aktie am Mittwoch weiterhin ein sehr ansehnliches Niveau; seit Jahresbeginn ging es um mehr als 170 Prozent aufwärts. Die Verluste der vorherigen Tage fallen da kaum weiter ins Gewicht. Charttechniker sehen die kurze Erholung sogar als gesund an und halten neue Kaufimpulse aufgrund wieder niedrigerer Kurse durchaus für möglich. Im besten Fall haben wir gestern also nur den ersten Schritt auf dem Weg zu einer neuen Rekordjagd gesehen.

 

 

Lockheed Martin vor einem Scherbenhaufen?

 

Letztere wird aber wohl ohne den US-Rüstungsgiganten Lockheed Martin (US5398301094) stattfinden, denn dort gibt es eher unerfreuliche Neuigkeiten. Medienberichten zufolge plant das Pentagon wohl mit empfindlichen Einsparungen, was auch die Air Force treffen könnte. Die Rede ist unter anderem davon, dass Bestellungen für F-35-Kampfjets von ursprünglich 48 auf nur noch 24 Maschinen halbiert werden sollen. Sollten die Gerüchte sich bewahrheiten, würden Lockheed Martin potenziell Milliarden durch die Lappen gehen.

Solche Aussichten quittierten die Anteilseigner am Mittwoch mit Kursabschlägen von 4,3 Prozent und der Kurs segelte auf 456,60 US-Dollar zurück. Von Kursrekorden jenseits der 600 Dollar ist die Aktie weit entfernt und es zeigt sich wieder einmal, dass die europäische Konkurrenz für den Moment im Vorteil zu sein scheint. Denn in hiesigen Gefilden traut sich kaum eine Regierung, ernsthaft über Sparmaßnahmen beim Militär nachzudenken.

 

Weiter geht’s?

 

Vielleicht ist es etwas früh, um im europäischen Rüstungssegment schon die nächste Phase der atemberaubenden Rallye prophezeien zu wollen. Festhalten lässt sich jedoch, dass so ziemlich alle Titel aus dem Segment noch immer eine sehr starke Figur hinterlassen und charttechnische Supportzonen in den letzten Tagen trotz teils hoher Verluste nicht einmal ansatzweise auf die Probe gestellt wurden. Es ist daher zumindest wahrscheinlich, dass wir es lediglich mit einem kleinen Schluckauf zu tun hatten.

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12.06.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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