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Rheinmetall setzt voll auf Rüstung, TUI profitiert von Analystengeflüster, auch Novo Nordisk werden Chancen zugesprochen und Oracle sorgt für weitere Verunsicherung

Bewegung zeigen die Märkte derzeit in diversen Bereichen

NTG24 - Rheinmetall setzt voll auf Rüstung, TUI profitiert von Analystengeflüster, auch Novo Nordisk werden Chancen zugesprochen und Oracle sorgt für weitere Verunsicherung

 

Auch zur besinnlichen Jahreszeit kommen die Märkte kaum zur Ruhe. Der DAX hält sich auf hohem Niveau, kann aber nicht zu einer echten Jahresendrallye ausholen. Dem stand gestern vor allem ein überraschend schwacher Ifo-Geschäftsklimaindex im Wege. Bei den Einzeltiteln gab es derweil mehrere interessante Entwicklungen zu sehen, was sowohl für Kurssteigerungen als auch Abschläge sorgte.

Noch immer viel Aufmerksamkeit zieht die Rüstungsbranche auf sich. Im Zuge der Friedensbemühungen für die Ukraine haben die Titel aus dem Segment teils deutlich nachgelassen. Rheinmetall (DE0007030009) als wohl wichtigster börsennotierter Branchenvertreter rutschte zu Wochenbeginn weiter in die Tiefe. Punkten konnte man nun aber mit der Ankündigung, sich schon im ersten Quartal 2026 von zivilen Geschäftsbereichen zu trennen. Zu diesem Zweck befinde man sich derzeit in Verhandlungen mit zwei Bietern.

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Gleichzeitig verloren auch die Friedensgespräche etwas an Schwung. Russland zeigt sich wenig begeistert über die Idee einer Friedenstruppe in der Ukraine, wenngleich noch keine endgültige Absage erteilt wurde. Der russische Machthaber Wladimir Putin bekräftigte indes im russischen Fernsehen, seine Kriegsziele erreichen zu wollen und dabei notfalls auch weiterhin militärische Gewalt einzusetzen. Nach einem schnellen Frieden klingt das nicht. Die Rheinmetall-Aktie konnte sich um 2,6 Prozent bis auf 1.541,50 Euro erholen.

 

TUI: Das kann sich sehen lassen

 

Bereits am Dienstag freute sich die Aktie von TUI (DE000TUAG505) über viel Rückenwind, nachdem die Aktie des Reiseveranstalters eine frische Kaufempfehlung der Landesbank Baden-Württemberg einheimste. Das Institut sieht eine starke operative Entwicklung mit langfristigen Wachstumsimpulsen sowie spürbaren Fortschritten beim Schuldenabbau. Als Kursziel wurden respektable elf Euro ausgelobt.

Ganz so weit trauten die Bullen sich zwar noch nicht in Richtung Norden. Immerhin konnte die TUI-Aktie am Dienstag aber zum ersten Mal seit August wieder die 9-Euro-Marke überwinden. Darauf folgten gestern kleinere Gewinnmitnahmen, sodass es mit 8,91 Euro aus dem Handel gibt. Enttäuscht müssen die Anteilseigner darüber aber nicht sein. Solange die Kurse oberhalb von 8,50 Euro notieren, ist die Aufwärtsbewegung aus rein technischer Sicht intakt.

 

Novo Nordisk: Eine Aktie für Geduldige?

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeInteressante Chancen entdeckten die Experten der US-Bank JP Morgan bei Novo Nordisk (DK0062498333). In einer neuen Studie wurde die Kaufempfehlung für den dänischen Pharmakonzern trotz des enormen Gegenwinds aus dem laufenden Jahr beibehalten. Die Analysten lassen sich auch nicht von sinkenden Preisen für Abnehmmedikamente in den USA entmutigen. Darin wird vielmehr die Chance auf steigende Absatzmengen gesehen.

Eingestanden wird seitens JP Morgan allerdings, dass es noch eine Weile dauern könnte, bis sich daraus positive Effekte ableiten lassen. Schneller könnte es bei einer oral verabreichten Variante von Wegovy gehen. Der Analyst Mike Doustdar rechnet mit einem Marktstart in den USA zu Anfang des neuen Jahres. Unter den Anlegern fällt die Zuversicht offenbar geringer aus und auch mit der Geduld beim Warten auf ein Comeback scheint es nicht allzu weit her zu sein. Der Kurs gab gestern um 0,7 Prozent auf 41,20 Euro nach; die Abschläge seit Jahresbeginn summieren sich auf rund 52 Prozent.

 

Finanzierungsprobleme bei Oracle?

 

Einen weiteren Einbruch erlebte die Aktie von Oracle (US68389X1054), nachdem Sorgen um die Finanzierung von neuen KI-Projekten noch einmal angewachsen sind. Mit großer Sorge nahmen die Anteilseigner die Berichterstattung der „Financial Times“ zur Kenntnis, laut der es wohl zu einem geplatzten Deal mit dem Investor Blue Owl Capital gekommen ist. Jener sollte eigentlich bei einem etwa zehn Milliarden US-Dollar schweren KI-Rechenzentrum im US-Bundesstaat Michigan einspringen und das Ganze an Oracle vermieten.

Offenbar hat sich Blue Owl aus dem Vorhaben aber zurückgezogen, womit das Projekt in der Schwebe steht. Oracle will von angeblichen Problemen nichts wissen und bekundet, sich bereits mit anderen Investoren in Gesprächen zu befinden. Versprochen wurde auch, dass das Projekt nach Plan verlaufe. Nachdem sich die Schulden bereits getürmt haben, hält sich das Vertrauen der Anteilseigner aber in Grenzen. Die Oracle-Aktie gab am Mittwoch um 5,4 Prozent auf 178,46 US-Dollar nach und weitete die Verluste auf Monatssicht auf 18,8 Prozent aus.

 

Keine Zeit zum Verschnaufen

 

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Werbebanner EMH PM Trade Insbesondere bei KI und Rüstung erhalten die Anleger derzeit kaum eine Chance zum Durchschnaufen. Auch anderswo zeigt sich an den Märkten viel Bewegung. Zwar fällt der Blick nach vorn insgesamt noch immer recht positiv aus und größere Abverkäufe gab es bislang allenfalls bei Einzeltiteln. Dennoch wächst hier und dort die Skepsis, was auch kurz vor den Feiertagen zu einer erhöhten Vorsicht mahnt.

 

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18.12.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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