Rheinmetall demonstriert neue Mörser, TUI erweitert das Flugangebot in Europa, SAP stellt den Support neu auf und Novo Nordisk gerät ins Zittern
Öfter mal was Neues bei diesen Börsenkonzernen
Die Nachrichtenlage bleibt auch weiterhin einer der bestimmenden Faktoren bei den Aktienkursen. Manche Neuigkeit beeinflusst den Kurs nicht weiter. In anderen Fällen kommt es zu Kursstürzen und dann gibt es natürlich auch immer wieder erfreuliche Nachrichten, welche Aktienkurse im hohen Tempo gen Norden schicken können.
Irgendwo dazwischen landen die jüngsten Meldungen um Rheinmetall (DE0007030009). Die Unternehmenstochter Rheinmetall Nordic präsentierte kürzlich in Norwegen das neue Mortar Mission Module und lud dazu Militärvertreter aus den skandinavischen Staaten sowie aus Deutschland und den Niederlanden ein. Zu sehen gab es ein System mit vollautomatischer Ausrichtung und einer Feuerrate von bis zu 20 Schuss pro Minute. Der Ort für die Präsentation dürfte indes kein Zufall gewesen sein.
An den Märkten wird schon darüber spekuliert, dass Norwegen großes Interesse haben könnte. Wie „Der Aktionär“ berichtet, ist die dortige Regierung derzeit auf der Suche nach einer mobilen Mörserlösung für ACSV-Kettenfahrzeuge. Das Modul von Rheinmetall würde zufällig perfekt zu den Spezifikationen passen. Auch wenn es bislang noch keine Order gibt, versprühen die Anleger dennoch Zuversicht. Die Rheinmetall-Aktie legte am Dienstag um 0,7 Prozent auf 1.635 Euro zu.
Mehr Flüge bei TUI
Der Reisekonzern TUI (DE000TUAG505) erhöht derweil kurzfristig seine Kapazitäten für Flüge nach Spanien und Griechenland im April. 68 zusätzliche Flüge sollen ca. 10.000 Sitzplätze bieten. Bedient werden sollen unter anderem Destinationen wie Fuerteventura, Mallorca, Lanzarote und Gran Canaria. Das Unternehmen ließ wissen, mit dieser Maßnahme auf eine höhere Nachfrage zu reagieren.
Das ist an sich schon eine gute Neuigkeit, die noch dazu zu einem wichtigen Zeitpunkt kommt. Denn abgeschüttelt hat die TUI-Aktie Sorgen um die Auswirkungen auf das Reisegeschäft durch den Irankrieg noch lange nicht. Im Nahen Osten fallen Kreuzfahrten und andere Angebote bis auf Weiteres flach und es ist weiterhin nicht abzusehen, wie lange es dabei bleiben könnte. Dass hingegen in Europa die Nachfrage zuzulegen scheint, kann die Gemüter ein wenig beruhigen. Die TUI-Aktie verbesserte sich gestern um 1,1 Prozent und ging mit 6,84 Euro aus dem Handel.
Mehr Service bei SAP
SAP (DE0007164600) liefert derweil Neuigkeiten aus dem Service. Mit einem dreistufigen Supportangebot will das Unternehmen seinen Kunden in Zukunft unter die Arme greifen. Teil davon ist auch die Integration sowie die Nutzung von KI-Tools, die eine immer größere Rolle spielen. Zuvor meldeten laut Medienberichten bereits einige Kunden zusätzlichen Unterstützungsbedarf bei den Themen Cloud und KI an. Darauf scheint SAP nun zu reagieren.
Angeboten werden in Zukunft drei Servicepläne. Der „Foundational Success Plan“ ist dabei ohne Aufpreis in SAP-Cloud-Anwendungen bereits vorhanden. Der „Advanced Success Plan“ bietet erweiterte Unterstützung und KI-gestützte Tools für die Optimierung der System-Performance. Unternehmen mit komplexen Transformationsvorhaben sind nach Ansicht von SAP mit dem „Max Success Plan“ gut beraten, in dessen Rahmen auch kundenspezifische Prototypen auf Basis von „SAP Business AI“ entwickelt werden können. Die Anleger hoffen natürlich darauf, dass auf diese Weise neue Umsätze entstehen. Die SAP-Aktie ging am Dienstag um 0,5 Prozent auf 166,24 Euro aufwärts.
Novo Nordisk bleibt unter Druck
Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk (DK0062498333) lieferte zuletzt keine Neuigkeiten, gerät aber aufgrund der Konkurrenz abermals unter Druck. Noch hat man einen Vorteil im Bereich von Abnehmpillen, doch genau der scheint nun ins Wanken zu geraten. Structure Therapeutics stellte frische Studiendaten vor, bei dem in einer Phase-2-Studie Patienten nach elf Monaten der Behandlung etwa 16 Prozent ihres Körpergewichts verloren. Die orale Variante von Wegovy erreichte nach 16 Monaten lediglich 13,6 Prozent, und das bei einer anscheinend schlechteren Verträglichkeit
Zwar handelt es sich erstmal nur um ein Zwischenergebnis und bis zu einer möglichen Zulassung bleibt ein langer Weg. Dennoch zeigt sich einmal mehr, dass Novo Nordisk sich nicht ansatzweise ausruhen kann. Die Aktie macht es sich weiterhin im Keller bequem mit einem Schlusskurs von 33,33 Euro am Dienstag. Das sind knapp 20 Prozent weniger als vor einem Monat und satte 55 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Genau hingeschaut
Die Neuigkeiten sind an der Börse ein wenig das Salz in der Suppe, durch die Prognosen immer wieder auf die Probe gestellt werden und spontan sowohl Kauf- als auch Verkaufssignale entstehen können. Längst nicht jede Entwicklung lässt sich treffsicher vorhersehen. Daher ist es für Anleger unerlässlich, stets ein Auge auf den Newsticker zu werfen. Denn nur so lässt sich auf aktuelle und vielleicht überraschende Entwicklung auch zeitnah reagieren.
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18.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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