als .pdf Datei herunterladen

Bürger-App rettet SAP an der Börse nicht, Rheinmetall trotz positiver Analystenstimmen im Minus, Gegenwind für BYD in Brasilien und Plug Power profitiert letztlich nur geringfügig von neuem Auftrag

Donald Trump droht mit dem Äußersten und an der Börse geht man in Deckung

NTG24 - Bürger-App rettet SAP an der Börse nicht, Rheinmetall trotz positiver Analystenstimmen im Minus, Gegenwind für BYD in Brasilien und Plug Power profitiert letztlich nur geringfügig von neuem Auftrag

 

Was Donald Trump kürzlich in die Welt hinausposaunte, lässt sich längst nicht mehr als einfaches Säbelrasseln bezeichnen. Auf vulgäre Äußerungen folgten massive Drohungen, die sich kaum als etwas anderes als die Androhung eines Völkermordes bezeichnen lassen. Die Sorge vor einer maximalen Eskalation bleibt an der Börse freilich nicht unbemerkt. Dort ging es mit den Ölpreisen abermals aufwärts und die Unsicherheit steigerte sich weiter.

Anzeige:

Werbebanner Zürcher BörsenbriefeSelbst gute Neuigkeiten gingen da schlicht unter. Dazu gehört etwa, dass der Softwarekonzern SAP (DE0007164600) sich einen lukrativen Auftrag der Bundesregierung angeln konnte. Das will zumindest das „Handelsblatt“ in Erfahrung gebracht haben. Ein paar offene Fragen bleiben zwar noch, darunter auch der genaue Name der neuen App. Fest auszugehen ist aber wohl davon, dass SAP dadurch etliche Millionen in die Kassen bekommen dürfte.

 

 

 

Zudem könnte SAP in Sachen KI ein wenig die Muskeln spielen lassen und damit mancher Sorge an den Märkten den Wind aus den Segeln nehmen. All das scheint in einem von Unsicherheit schier zerfressenen Markt aber vollständig unterzugehen. Mit dem Aktienkurs ging es gestern um 2,5 Prozent auf 145,22 Euro abwärts. Die Verluste seit Jahresbeginn weiteten sich auf 28 Prozent aus. Die Anteilseigner scheinen Sorgen darüber, dass KI-Agenten in Zukunft am Geschäftsmodell rütteln könnten, nicht abschütteln zu können.

 

Rheinmetall gibt weiter nach

 

Anders als bei vorherigen Konflikten zählt die Aktie von Rheinmetall (DE0007030009) in Sachen Irankrieg nicht automatisch auf der Gewinnerseite. Stattdessen lassen sich hier recht zuverlässig Kursverluste feststellen, wann immer die Lage weiter außer Kontrolle zu geraten droht. So war es auch am gestrigen Dienstag der Fall, als der Kurs um 2,5 Prozent auf 1.531 Euro zurückfiel. Charttechnisch ist das zwar noch kein Absturz, aber auch kein hübscher Anblick.

Positive Worte der Analysten von JPMorgan wurden von den Märkten ignoriert. Dort erhält die Rheinmetall-Aktie weiterhin ein Rating auf „Overweight“ und das Kursziel lässt mit 2.130 Euro nach den Abschlägen der letzten Wochen ein gewaltiges Aufwärtspotenzial vermuten. Allerdings sorgen die Anteilseigner sich um rapide steigende Kosten aufgrund der Entwicklung bei den Ölpreisen. Zusätzlich wandern eher skeptische Blicke in Richtung der USA, wo Rheinmetall eigentlich große Wachstumspläne hatte.

Anzeige:

Banner LG Defence

 

BYD soll sich in Brasilien schämen

 

Weiter südlich bekam es BYD (CNE100000296) in Brasilien mit neuem Gegenwind zu tun. Bereits im Jahr 2024 wurden Vorwürfe laut, dass der chinesische Konzern sich an Menschenhandel und missbräuchlichen Vertragsbedingungen bereichert haben soll. Nun geht man noch einen Schritt weiter. Wie „finanzen.net“ berichtet, landete BYD auf einer offiziellen Liste von Arbeitgebern, denen sklavenähnliche Arbeitsbedingungen vorgeworfen werden. Bezeichnet wird diese Liste wohl auch als „Schandliste“.

Auf das operative Geschäft von BYD hat das Ganze zwar keine Auswirkungen. Schaden nimmt jedoch das Image des Unternehmens in einem Land, in dem eigentlich in Zukunft noch auf großes Wachstum gesetzt wurde. Geopolitische Unsicherheiten und eine eklatante Schwäche bei den Absatzzahlen auf dem Heimatmarkt tun ihr Übriges, um den Aktienkurs auf einem überschaubaren Niveau zu halten. 11,38 Euro standen hierzulande zu Handelsschluss am Dienstag auf dem Ticker nachdem es um 1,9 Prozent weiter in Richtung Süden ging.

 

Kurzes Vergnügen für Plug Power

 

Freundlicher sah es da schon für Plug Power (US72919P2020) aus. Der US-Wasserstoffkonzern profitierte von Meldungen über einen neuen Großauftrag aus Kanada. Dorthin soll wohl ein Elektrolyseur-System mit einer Leistung von 275 Megawatt geliefert werden. Obschon finanzielle Details fehlen, trieb es die Aktie am Montag um über zehn Prozent in die Höhe. Doch tags darauf gab die Aktie weite Teile dieser Zugewinne wieder aus der Hand. Der Dienstag sorgte für Kursverluste von 6,3 Prozent und der Kurs pendelte sich bei 2,52 Dollar zu Handelsschluss ein.

Plug Power gibt sich selbstbewusster und kommuniziert auch wieder offener mit den Aktionären. Bis Ende 2028 will das Unternehmen auch endlich den Sprung in die schwarzen Zahlen schaffen. Auch hier wird jeglicher Anflug von Zuversicht aber von enormen Sorgen um die globale Wirtschaft insgesamt überschattet. Insbesondere hohe Energiepreise können kaum ignoriert werden, da solche auch bei Wasserstoff für eher unangenehme Entwicklungen sorgen könnten.

Anzeige:

Banner TradingView

 

Maximale Eskalation?

 

Dieser Artikel entstand in der Nacht zu Mittwoch und damit noch kurz bevor das US-Ultimatum gegenüber dem Iran auslief. Genau darauf richten sich jedoch alle Blicke. Am Mittwoch scheint an der Börse so ziemlich alles möglich zu sein. Sollte Donald Trump tatsächlich zu Bombardierungen auf Infrastruktur und Kraftwerke befehlen, so würde es die bisher schwerste Eskalation bedeuten. Zieht er sich hingegen zurück, könnten die Börsen vielleicht etwas aufatmen. Einstellen müssen Anleger sich in diesen Zeiten aber wohl auf eher unschöne Szenarien.

 

SAP SE-Aktie: Kaufen oder verkaufen?

 

Die neuesten SAP SE-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SAP SE-Aktionäre. Lohnt sich aktuell ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen?

Konkrete Empfehlungen zu SAP SE - hier weiterlesen...

 

08.04.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

Auf Twitter teilen     Auf Facebook teilen


Informiert bleiben - Wenn Sie bei weiteren Nachrichten und Analysen zu einem in diesem Artikel genannten Wert oder Unternehmen informiert werden möchten, können Sie unsere kostenfreie Aktien-Watchlist nutzen.








Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur


Bitte geben Sie die Anzahl der unten gezeigten Eurozeichen in das Feld ein.
>

 



 

 

Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)