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Samsung bleibt bei seinen Leisten, das Smartphone von Nintendo ist keine Realität, Nvidia plant keine Übernahme und Super Micro Computer bleibt nur ein Partner

Genaues Hinsehen lohnt sich immer

NTG24 - Samsung bleibt bei seinen Leisten, das Smartphone von Nintendo ist keine Realität, Nvidia plant keine Übernahme und Super Micro Computer bleibt nur ein Partner

 

Wahrscheinlich dürften es die meisten Anleger begrüßen, dass der 1. April in diesem Jahr auf einen Feiertag gefallen ist, denn direkte Reaktionen auf die diversen Aprilscherze blieben damit aus. Ein Blick auf die entsprechenden Meldungen zeigt recht anschaulich, dass gerade an diesem Datum nicht alles geglaubt werden sollte, was so durch die Medien geistert.

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So war beispielsweise zu hören, dass Samsung (KR7005931001) sich Nintendo für die wahnwitzige Summe von 64,1 Milliarden US-Dollar einverleibt und bei dieser Gelegenheit gleich das erste Produkt aus gemeinsamer Hand angekündigt habe. Als „Samsung Galaxy Switch“ wurde beim Spielemagazin „GameStar“ ein faltbares Smartphone vorgestellt, welches gleichzeitig der Nachfolger für die schwer erfolgreiche Spielekonsole Nintendo Switch sein sollte.

Bei diesem Beispiel ist es recht offensichtlich, dass es sich um reine Hirngespinste anlässlich des Datums der Meldung handelt. Denn selbst wenn Samsung derlei Ambitionen hätte, so würde eine Übernahme in diesem Ausmaß nicht einfach über Nacht über die Bühne gehen, schon allein weil die Kartellbehörden das nicht ungefragt durchwinken würden. Weitere Meldungen rund um Nintendo waren nicht ganz so einfach zu durchschauen.

 

Nintendo erhält viel Aufmerksamkeit

 

Eine neue Nintendo-Konsole bietet sich für Aprilscherze an, da über jene schon seit Monaten spekuliert wird und Experten eine baldige Ankündigung erwartet. Beim Magazin „4players“ ging man etwas subtiler vor und sprach darüber, dass das Gerät definitiv im Herbst erscheinen solle. Zudem wurden einige Start-Titel genannt. Verwiesen wurde diesbezüglich auf eine Pressemitteilung von Nintendo (JP3756600007).

Eine solche existiert aber freilich nicht, worauf am Ende des Artikels auch hingewiesen wird. Tatsächlich hält Nintendo sich weiterhin bedeckt und eilig dürfte es der Spielekonzern mit einer neuen Konsole eher nicht haben. Denn auch wenn die Absatzzahlen der Switch etwas nachgelassen haben, so bewegen sie sich noch immer auf einem mehr als ansehnlichen Niveau und das Gerät ist auf einem guten Weg, um in der Branche schon bald Rekorde zu brechen.

 

Nvidia: Das wäre glatt vorstellbar!

 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeAuch KI-Aktien blieben von dem regen Treiben am 1. April nicht verschont und es war nur zu erwarten, dass auch rund um Nvidia (US67066G1040) so manche Ente die Runde machen würde. Dazu gehörte eine Meldung der Kollegen bei „boerse.de“, laut der sich der Chiphersteller Super Micro Computer (US86800U1043) für schwingelerregende 80 Milliarden US-Dollar einverleiben möchte. Es wäre die größte Übernahme in der Geschichte der Tech-Branche.

Ein solcher Deal scheint tatsächlich vorstellbar zu sein, da Super Micro Computer vor allem aufgrund der brachialen Nachfrage nach Nvidia-Chips zuletzt einen enormen Höhenflug erlebte. Was liegt da näher, als das Geschäft mit Rechenzentren und Servern ins eigene Haus zu holen und so die astronomisch hohen Margen noch weiter zu steigern? Den Autoren des Artikels gebührt Respekt für ihren Einfallsreichtum. Es handelt sich aber auch hier um eine rein erfundene Geschichte.

 

Immer schön vorsichtig

 

Von Aprilscherzen mag man halten, was man möchten. Für die einen handelt es sich um eine angenehme und muntere Abwechslung, zumal deren Aufkommen anhand des Kalenders schon abzusehen ist. Andere fühlen sich von solchen Meldungen regelrecht gestört, was stets den entsprechenden Kommentarspalten zu entnehmen ist. Doch gerade mit dem Übergang ins KI-Zeitalter zeigen solche Nachrichten noch einmal deutlich, wie wichtig Medienkompetenz sowohl bei den Verfassern als auch den Lesern von Nachrichten ist, und das sowohl an der Börse als auch anderswo.

Es war nie so einfach wie heute, eine Falschmeldung anzufertigen und diese mit gefälschten Quellen zu untermauern. Unabhängig vom 1. April sei daher allen Anlegerinnen und Anlegern ans Herz gelegt, jede Meldung mit einer gewissen Portion Skepsis zu behandeln. Dabei gilt als Faustregel, eine Nachricht umso mehr anzuzweifeln, je sensationeller sie im ersten Moment klingt. Als gesichert darf eine Erkenntnis in der heutigen Zeit nur dann gelten, wenn sie von mehreren, voneinander unabhängigen Quellen bestätigt wird.

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Zurück zur Normalität

 

Natürlich spielt auch das jeweilige Medium an sich eine Rolle und von heute an darf renommierten Tageszeitungen und Online-Portalen erst einmal wieder Vertrauen geschenkt werden. Ich kann nur hoffen, dass auch meine Wenigkeit in Ihren Augen mit einer wahrheitsgemäßen Berichterstattung punkten kann. Reinen Gewissens kann ich von mir behaupten, stets nach bestem Wissen und Gewissen zu schreiben. Doch natürlich kann ich nicht hundertprozentig ausschließen, auch mal einer Falschmeldung anheim zu fallen oder mit Prognosen danebenzuliegen. Gehen Sie daher stets mit offenen Augen und Ohren durch das Netz und bewahren Sie sich immer und überall eine gesunde Portion Skepsis.

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02.04.2024 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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