als .pdf Datei herunterladen

Steigende Ölpreise heben die Gewinne von Saudi Aramco deutlich an und ein Ende ist nicht in Sicht

Geht der Höhenflug von Saudi Aramco weiter?

NTG24 - Steigende Ölpreise heben die Gewinne von Saudi Aramco deutlich an und ein Ende ist nicht in Sicht

KI-generiertes Symbolbild. Marken dienen der redaktionellen Einordnung.

 

An den Märkten ächzt man zu Beginn der neuen Woche wieder einmal darunter, dass Friedenshoffnungen im Nahen Osten erneut enttäuscht wurden. Die Antwort auf einen Friedensplan der USA aus Teheran bezeichnete US-Präsident Donald Trump als „völlig inakzeptabel“. Dadurch bedingt ist wohl absehbar, dass die Straße von Hormus noch länger gesperrt bleibt. Der Ölpreis reagierte bereits mit neuerlichen Aufschlägen.

Das ist für die meisten Unternehmen eine unerfreuliche Nachricht. Natürlich gibt es aber auch Profiteure, und zu jenen zählt klar der saudische Ölkonzern Saudi Aramco (SA14TG012N13). Das ist den Börsianern schon seit Kriegsausbruch bewusst. Die nun vorgelegten Zahlen belegen diesen Eindruck aber noch einmal sehr deutlich.

Anzeige:

 

Der bereinigte Nettogewinn legte im zurückliegenden Quartal von 97,5 Milliarden Rial auf 126 Milliarden Rial zu und übertraf damit die Analystenschätzung von 109 Milliarden Rial mehr als deutlich. In Euro umgerechnet nahm Saudi Aramco im ersten Quartal 33,6 Milliarden Dollar als Reingewinn ein. Das sind Zahlen, wie sie Anleger zuletzt eher von KI-Unternehmen gewohnt waren. Dazu kommt dann auch noch, dass die Aussichten nicht schlechter werden. Eher im Gegenteil: im letzten Quartal machte sich nur ein Monat mit höheren Preisen bemerkbar. Für das zweite Quartal zeichnen sich durchgehend höhere Ölpreise ab.

 

Bei Saudi Aramco knallen die Sektkorken

 

Zwar hat Saudi Aramco durch den Irankrieg auch Rückgänge bei der Produktion verzeichnen müssen. Das fällt unter dem Strich aber kaum weiter ins Gewicht. Die Exporte wurden bereits vor Kriegsausbruch erhöht. Bei der Vorstellung der Zahlen sprach man davon, von höheren Preisen für Rohöl, Kraftstoffe und Chemikalien profitiert zu haben. Näher ins Detail ging man dazu allerdings nicht. An den Märkten werden derweil Öllieferungen durch eine mit dem Hafen Yanbu am Roten Meer als Schlüsselfaktor angesehen. Zudem gibt es Gerüchte, laut denen der Konzern Tanker ohne Tracker durch die Straße von Hormus navigiert hat, um die Blockade zu umgehen.

Was auch immer Saudi Aramco dieser Tage verkaufen kann, wird der Konzern in jedem Fall zu deutlich höheren Preisen los. Im April stieg der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zeitweise auf mehr als 120 US-Dollar. Am Montagmorgen ging es auf noch immer hohe 105 Dollar. Im Februar wurden noch deutlich unter 70 Dollar gezahlt. Der jüngste Gewinnsprung bei Saudi Aramco dürfte also nicht der letzte gewesen sein.

Anzeige:

Banner TradingView

 

Folgerichtig bleiben die Bullen der Aktie weiterhin treu. Am Freitag ging es um weitere 0,8 Prozent auf 27,42 Rial aufwärts und das 52-Wochen-Hoch bei 27,96 Rial bleibt in Schlagweite. Seit Jahresbeginn konnte der Aktienkurs sich um knappe 15 Prozent verbessern. Der Ölpreis wirkt stützend und Experten rechnen selbst im Falle eines Friedens damit, dass die Preise monatelang auf hohem Niveau verharren dürften. Doch aktuell lässt ein Frieden noch immer auf sich warten.

 

Sprudelnde Gewinne

 

Auch die Ankündigung steigender Fördermengen durch die OPEC-Staaten sorgte nicht für eine merkliche Entlastung. Saudi Aramco dürfte darum bemüht sein, so viel Öl wie möglich auf den Markt zu bringen und es wäre wohl eine Überraschung, sollten die nächsten Quartalszahlen nicht ähnlich beeindruckend ausfallen wie die nun vorgelegten. Für Anleger scheint sich da allenfalls die Frage zu stellen, wie weit diese Entwicklung bereits eingepreist sein mag.

Die Lage im Nahen Osten bleibt unübersichtlich, aber vor allem festgefahren. Zu rechnen ist wohl auch im nächsten Halbjahr noch mindestens mit einem gehobenen Niveau bei den Ölpreisen. Das gibt Saudi Aramco bei den Dividenden letztlich einiges an Spielraum. Grenzenlose Euphorie bricht an den Märkten dennoch nicht aus. Denn es ergeben sich auch Gefahren, gerade wenn die Waffenruhe bröckeln sollte. Der Iran setzte zur Verteidigung sehr bewusst auf ökonomische Faktoren und nahm dazu Ölanlagen in der gesamten Region ins Visier. In einem heißen Konflikt ließe sich nicht ausschließen, dass auch Saudi Aramco unter Mitleidenschaft gezogen werden könnte.

Anzeige:

Kleiner Münzhandel Barrenshop

 

Saudi Aramco-Aktie: Kaufen oder verkaufen?

 

Die neuesten Saudi Aramco-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Saudi Aramco-Aktionäre. Lohnt sich aktuell ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen?

Konkrete Empfehlungen zu Saudi Aramco - hier weiterlesen...

 

11.05.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

Auf Twitter teilen     Auf Facebook teilen


Informiert bleiben - Wenn Sie bei weiteren Nachrichten und Analysen zu einem in diesem Artikel genannten Wert oder Unternehmen informiert werden möchten, können Sie unsere kostenfreie Aktien-Watchlist nutzen.








Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur


Bitte geben Sie die Anzahl der unten gezeigten Eurozeichen in das Feld ein.
>

 



 

 

Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)