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Oracle mit guter Gewinnentwicklung, doch das Risiko bleibt hoch

KI-Innovationen müssen liefern, sonst droht das Fiasko

NTG24 - Oracle mit guter Gewinnentwicklung, doch das Risiko bleibt hoch

 

Trotz der starken Gewinnentwicklung bricht der Aktienkurs des US-Softwareriesen Oracle ein. Hoher Schuldenberg könnte zum Problem werden.

Oracle (US68389X1054) geht mit dem Trend der Zeit. Obwohl der US-Softwareriese bereits 1977 gegründet wurde, schaffte es Oracle immer an der Spitze der Tech-Charts in den USA zu bleiben und diese Position auch in der aktuellen Zeit mit dem Trendthema KI zu behalten. Bekannt wurde Oracle vor allem durch sein leistungsfähiges relationales Datenbankmanagementsystem, das in Unternehmen weltweit als Grundlage für geschäftskritische Anwendungen eingesetzt wird. Neben dem Datenbankmanagementsystem bietet Oracle aber auch eine Vielzahl an weiteren Softwarelösungen an. So verfügt Oracle mittlerweile über eigene CRM-, ERP- und HR-Systeme und auch eine eigen Cloud-Infrastruktur.

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Im dritten Quartal des Jahres hat Oracle einen Gewinn von 2,26 US-Dollar pro Aktie erzielt und damit den Vorjahreswert mehr als verdoppeln können. Dabei konnte Oracle auch die bereits hohen Markterwartungen von 1,64 US-Dollar deutlich steigern. Allerdings wurde das Ergebnis auch deutlich durch den Verkauf einer Beteiligung positiv beeinflusst, sodass das reale Gewinnwachstum unter diesem Wert liegen wird. Dies wird auch ersichtlich mit einem Blick auf das Umsatzwachstum, denn dieses betrug lediglich rund 14 % auf 16,1 Milliarden US-Dollar. Dabei verfehlte man die Erwartungen des Marktes leicht um 100 Millionen US-Dollar.

 

KI als Gewinntreiber und Risikofaktor

 

Oracle wächst auch im dritten Quartal primär durch das anziehende Geschäft mit Produkten für den Einsatz von KI. Dennoch blieb der aktuell am meisten beobachtete Geschäftsbereich hinter den Erwartungen der Analysten zurück und das obwohl man bereits höhere Investitionen in KI-Datenzentren in den USA angekündigt hat. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet man bei Oracle nun mit Investitionen in KI-Projekte von 50 Milliarden US-Dollar und damit rund 15 Milliarden US-Dollar mehr als man noch im September ausgeben wollte. Grund hierfür ist auch der hohe Auftragsbestand, der gegenüber dem Vorquartal nochmal um 68 Milliarden US-Dollar auf 523 Milliarden US-Dollar anstieg. Um diesen auch möglichst schnell abarbeiten zu können sind diese zusätzlichen Investitionen essentiell.

Größtes Problem für Oracle ist dabei der weiter zunehmende Schuldenberg. Die Gesamtverschuldung ohne operating leases und ausstehende Projektfinanzierung beträgt bereits 106 Milliarden US-Dollar. Das Problem dabei ist, dass während der Schuldenberg weiter zunimmt, auch die Schuldenlast steigt, und zwar mehr als der Gewinn, dadurch ist der freie Cashflow von Oracle auch erstmals seit vielen Jahren negativ geworden. Auch die Kosten gegen Zahlungsausfall abzusichern steigern immer mehr. Die hohen Ausgaben von Oracle führen mittlerweile auch bei Anlegern und Analysten zu Sorgen. Dies führt dazu, dass die Aktie von Oracle trotz der starken Zahlen nach der Bekanntgabe der Quartalszahlen um 12 % korrigierte und damit auf einem Tiefstand seit Mai des Jahres steht.

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18.12.2025 - Christian Teitscheid

Unterschrift - Christian Teitscheid

 

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