Die Welt atmet für den Moment auf, die Ölpreise sinken rapide und die Aktie von Shell folgt dem Trend
Endet der Höhenflug von Shell?
Am gestrigen Dienstag trieb US-Präsident Donald Trump seine Drohungen gegenüber dem Iran noch ins Extreme. Angedroht wurde nicht weniger als das „Sterben einer Zivilisation“, also ein handfester Genozid mit Ansage. Die Märkte stellten sich bereits auf das Schlimmste ein und die Ölpreise gingen weiter in die Höhe. Am Mittwochmorgen gibt es nun aber erst einmal Erleichterung.
Pakistan konnte wohl vermitteln und es wurde ein zweiwöchiger Waffenstillstand vereinbart. Jener verlangt den USA einiges ab. Medienberichten zufolge wird dem Iran die Anreicherung von Uran erlaubt, außerdem sind allem Anschein nach Reparationszahlungen vorgesehen. Im Gegenzug wird die Straße von Hormus für den Moment wieder geöffnet. Das sorgt für tiefrote Vorzeichen bei den Ölpreisen und auch bei der Aktie von Shell (GB00BP6MXD84).
Letztere fiel schon kurz nach Handelsbeginn um knapp acht Prozent auf 37,20 Euro zurück. Noch ist unklar, wie nachhaltig der Waffenstillstand sein mag. Erst einmal feiern die Märkte aber, dass keine weiteren Bomben, Raketen und Drohnen fliegen, so sich alle Beteiligten an die Abmachung halten. Dadurch bedingt rechnen die Märkte wieder mit geringeren Margen bei Shell und Co. Die Aktie gibt schlagartig nahezu sämtliche Aufschläge der letzten vier Wochen wieder aus der Hand.
Das sieht dramatisch aus, dürfte letztlich aber verschmerzbar bleiben. Denn billig ist Rohöl mit Preisen von gut 90 US-Dollar je Barrel noch immer nicht. Die Preise an den Tankstellen gaben zumindest hierzulande bis Mittwochmorgen auch nur geringfügig nach. Die Shell-Aktie bleibt zudem in einer Aufwärtskurve, welche erst unterhalb von 34 Euro ernsthaft in Gefahr geraten würde.
Es bleibt dynamisch bei der Shell-Aktie
Ein wenig dürfte die Shell-Aktie für den Moment aus dem Fokus der Anlegerinnen und Anleger verschwinden. Doch es bleibt bei einer hochexplosiven Ausgangslage und weitere Eskalationen lassen sich nicht ausschließen. Zufrieden dürften die USA mit der zeitweisen Lösung kaum sein. Wer daher mit einer Fortsetzung des Konflikts rechnet, könnte nun interessante Einstiegschancen erkennen. Vorhersehen lässt sich in der Sache aber weiterhin wenig bis gar nichts.
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08.04.2026 - Christian Teitscheid

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