BAE Systems, Droneshield – Eskalation im Nahen Osten treibt die Verteidigungsbudgets weiter nach oben
Verteidigungskonzerne profitieren von höheren Staatsverträgen
Ölpreise eskalieren aufgrund der Eskalation im Nahen Osten weiter. Verteidigungskonzerne profitieren von höheren Verteidigungsbudgets.
Der Angriff der USA und Israels auf den Iran hat auch in der neuen Handelswoche wieder eine besondere Bedeutung. Die Region ist eng mit der globalen Energieversorgung verknüpft, denn rund bis 30 % des global verschifften Öls wird über die Meerenge mit dem Namen Straße von Hormus transportiert.
Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und verbindet so die wichtigen Erdölvorkommen in den Vereinigen Arabischen Emiraten und den Oman mit den westlichen Ländern. Die Meerenge ist nur 50 km breit und steht dabei bei jeglichen militärischen Konflikten unter Gefahr. Der Iran hatte nach den militärischen Angriffen der USA und Israels sogar mit einer Störung oder möglichen Blockade der Straße von Hormus gedroht und damit zu erheblichen Schwankungen des Ölpreises geführt.
Aktuell verstärken die NATO-Länder die militärische Präsenz im Persischen Golf und versuchen mit diplomatischem Druck die Meerenge offen zu halten. Die Sorge der Weltwirtschaft, der abrupte Ausfall der Energieversorgung führt zu einer weiteren Zunahme der militärischen Aktivitäten im Ballungsgebiet. Die Sorge um die globale Energieinfrastruktur ist dabei auch das allumfassende Thema an den Börsen. Aktuell wird auf den Ölpreis eine sogenannte Kriegs-Risikoprämie gezahlt, die besonders in energieintensiven Industrien für Kostendruck sorgen.
Ein großer Profiteur der volatilen Lage bei das australische Unternehmen Droneshield (AU000000DRO2). Das Unternehmen entwickelt fortschrittliche Technologien zur Erkennung und Abwehr von Drohnen und schützt damit militärische und zivile Infrastruktur. Droneshield ist aktuell Weltmarktführer in einem Bereich, der aufgrund der Zunahme von Drohnenaktivitäten in den militärischen Konflikten rasant wächst. Aufgrund der aktuellen unsicheren geopolitischen Lage investieren die Länder Rekordbudgets in Schutzmaßnahmen gegen unbemannte Flugsysteme.
Auch BAE Systems (GB0002634946) galt in der ersten Phase des Iran-Konflikts als einer der großen Profiteure. Der Verteidigungskonzern hat ein breites Produktportfolio, das von Land-, Luft und Seekampfsysteme bis hin zu Cyber- und Sicherheitslösungen reicht. BAE Systems ist dabei einer der Kernausrüster der NATO-Länder und konnte die letzten Jahre Rekordstände an Neuaufträgen erzielen. BAE Systems liefert dabei hochkomplexe Waffensysteme, deren Beschaffungszyklen über mehrere Jahre laufen. De Auftragsbestand bei dem Verteidigungskonzern liegen bei über 60 Millionen Pfund, was etwas mehr als dem Doppelten des jährlichen Umsatzes entspricht.
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25.03.2026 - Christian Teitscheid

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