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Specs stellt seine erste AR-Brille für Endnutzer vor, kann damit aber weder im Netz noch an der Börse für Begeisterungsstürme sorgen

Snaps neue AR-Brille ist noch nicht der erhoffte Durchbruch

NTG24 - Specs stellt seine erste AR-Brille für Endnutzer vor, kann damit aber weder im Netz noch an der Börse für Begeisterungsstürme sorgen

KI-generiertes Symbolbild. Marken dienen der redaktionellen Einordnung.

 

Bereits seit 2016 arbeitet Snap an Brillen. Zu Beginn handelte es sich noch um eher einfache Modelle, die mit einer Kamera ausgestattet waren. 2021 folgte die erste Version der sogenannten Spectactles oder Specs, womit eine vollständige AR-Umgebung ins Leben gerufen wurde. Transparente Displays und fortschrittliche Technologien sollen den Nutzern das Leben einfacher machen. Nun wurde erstmals eine Variante vorgestellt, die sich auch an Endnutzer richtet.

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Die neue Specs soll im Herbst ausgeliefert werden und ist in zwei Größen zu haben. Bei schmaler Passform liegt das Gewicht bei 132 Gramm, die breitere Variante landet bei 136 Gramm. Bereits hier findet sich auch schon der erste Kritikpunkt. Die Ray-Ban Meta Wayfarer kommt auf ungefähr 50 Gramm. Gewöhnliche Brillen können schon mal nur die Hälfte davon auf die Waage bringen. Wie angenehm es sein mag, über 130 Gramm permanent auf der Nase sitzen zu haben, darüber wird sich im Netz bereits intensiv unterhalten.

 

 

 

Dort sorgt man sich auch über die Akkulaufzeit. In Aussicht gestellt werden seitens Snap (US83304A1060) vier Stunden in bei „gemischter Nutzung“, was alles und nichts bedeuten kann. Mit dem im Lieferumfang enthaltenen Ladeetui soll genügend Energie für rund 20 Stunden Nutzung nachgeladen werden können. Dennoch klingt das Ganze eher bescheiden. Bei intensiver Nutzung könnte der Brille schnell der Saft ausgehen.

 

Snap: Die Technik fordert ihren Tribut

 

Im Inneren der Brille findet sich durchaus beeindruckende Technologie. Gleich zwei Snapdragon-Prozessoren sollen für eine schnelle Bedienbarkeit sorgen. Elektrochromatische Gläser sollen innerhalb von zehn Sekunden zu einer vollständigen Tönung wechseln können. Bei Bedarf sind auch Gläser mit Sehstärke verfügbar. Ein Liquid-Crystal-on-Silicon-Display mit 51 Grad Sichtfeld ist verantwortlich dafür, Inhalte auf die Brille und damit in die Umgebung des Nutzers zu zaubern. In der Wahrnehmung soll dies laut Hersteller einem 24-Zoll-Display zum Arbeiten oder einem 115-Zoll-Display in drei Metern Entfernung entsprechen.

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Anzeigen lassen können sich Nutzer Wegbeschreibungen, Rezepte und dergleichen mehr, ohne dafür das Smartphone in die Hand nehmen zu müssen. Auch 3D-Objekte lassen sich direkt einblenden. Die reale Umgebung bleibt dabei sichtbar und für die Sicherheit soll gesorgt sein. Hinsichtlich des Datenschutzes sorgt eine LED dafür, dass die Außenwelt stets Bescheid weiß, wenn ein Anwender gerade Aufnahmen mit der Brille erstellt.

Die ganze Technik fordert jedoch ihren Tribut, nicht nur bei der Akkulaufzeit. Die Brille ist auch recht klobig geraten und fällt im Gesicht deutlich mehr auf als die smarten Brillen von Meta. Das Design kommt im Netz wenig gut an. Ein noch größerer Kritikpunkt ist allerdings der Preis. Knapp 2.200 US-Dollar verlangt Snap in den USA vor Steuern. Damit liegt das gute Stück ein wenig oberhalb von Regionen, in denen von Impulskäufen die Rede sein könnte.

 

Nichts für die Massen

 

Die Branche ist derzeit schwer auf der Suche nach der nächsten Revolution nach dem Smartphone, und Wearables gelten als heißer Kandidat, um irgendwann das Handy als hauptsächliches Gadget abzulösen. Dass dies Snap nun mit den Specs gelingen wird, davon sind die Anleger allerdings nicht überzeugt. Der hohe Preis weckt Erinnerungen an die gefloppte Apple Vision Pro und das Design ist mit aktuellen Modetrends nur sehr eingeschränkt kompatibel.

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Werbebanner EMH PM Trade Was die Aktionäre von dem Gezeigten halten, lässt sich am Aktienkurs ablesen. Jener gab am Mittwoch um 8,1 Prozent auf 4,74 US-Dollar nach und setzte damit einen schon seit Längerem aktiven Abwärtstrend fort. Ein kleiner Erholungsversuch aus dem Frühjahr wurde schon wieder fast vollständig kassiert. Zu beklagen sind nun Abschläge von etwas mehr als 40 Prozent seit Jahresbeginn.

 

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18.06.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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