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Edelmetall Marktbericht vom 31.12.2025: Gold, Silber, Platin und Palladium - Ein Ausnahmejahr mit historischen Rekorden und markanten Trendverschiebungen

Neue Impulse treiben Gold, Silber, Platin und Palladium synchron über frühere Marktlogiken hinaus

NTG24 - Edelmetall Marktbericht vom 31.12.2025: Gold, Silber, Platin und Palladium - Ein Ausnahmejahr mit historischen Rekorden und markanten Trendverschiebungen

 

Die jüngsten Ergebnisse lassen keinen Zweifel: 2025 war für Gold, Silber, Platin und Palladium ein außergewöhnliches Jahr. Alle vier Edelmetalle verzeichneten teils spektakuläre Kursgewinne, die weit über das hinausgingen, was viele Marktteilnehmer vor zwölf Monaten für möglich hielten. Getrieben wurde dieser breit angelegte Aufschwung von einer Kombination aus geldpolitischen Weichenstellungen, geopolitischen Belastungsproben und strukturellen Veränderungen im industriellen Verbrauch. Die Dynamik dieser Entwicklung verleiht dem Edelmetallsektor eine narrative Tiefe, die weit über die üblichen zyklischen Schwankungen hinausreicht.

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Der Goldpreis erlebte 2025 einen Kursverlauf, der als neuer Meilenstein in die Marktgeschichte eingeht. Mit frischen Allzeithochs setzte Gold (TVC:GOLD) eine Rally fort, die bereits im Frühjahr an Fahrt aufgenommen hatte. Die Marktstimmung veränderte sich spürbar, sobald klar wurde, dass die US-Notenbank nach Jahren der Straffung einen Richtungswechsel vollziehen würde. Erwartete und später eingeleitete Zinssenkungen entlasteten den Dollar und verliehen Gold zusätzliche Attraktivität. Parallel dazu sorgten regionale Konflikte und wirtschaftliche Spannungen für eine ausgeprägte Nachfrage nach Vermögenswerten mit stabilitätsorientiertem Charakter. Hinzu kamen erneut hohe Käufe durch Notenbanken, die ihre Reserven weiter ausbauten und damit eine Tendenz bestätigten, die sich bereits im Vorjahr angedeutet hatte. Auch ETF-Zuflüsse bestätigten die robuste Position des Goldpreises auf neuen Höhen.

 

 

 

Silberpreis: Das dynamischste Edelmetall des Jahres

 

Noch beeindruckender entwickelte sich der Silberpreis, der 2025 sämtliche Edelmetalle überflügelte. Silber (TVC:SILVER) markierte ein neues Allzeithoch und zeigte eine Dynamik, die es zeitweise klar in den Vordergrund rückte. Neben der Funktion als monetäres Edelmetall trat vor allem die industriell getriebene Nachfrage hervor. Die Solarbranche, deren Produktionskapazitäten weiterhin massiv ausgeweitet werden, war ein prägender Faktor. Auch Elektronik- und Halbleitersektor benötigten mehr Silber als zuvor. Gleichzeitig wirkten geringe Lagerbestände und anhaltende Angebotsdefizite als Preiskatalysator. Die Einstufung des Metalls als kritisches Mineral in den USA verstärkte die strukturelle Bedeutung zusätzlich. Gewinnmitnahmen zum Jahresende veränderten das Gesamtbild dieser außergewöhnlichen Jahresperformance kaum.

 

Platinpreis: Historische Höhen dank Engpässen und Umschichtungen

 

Beim Platinpreis sorgten Angebotsschocks für deutliche Marktverwerfungen. Produktionsprobleme in südafrikanischen Minen, darunter längere Ausfälle und strukturelle Schwierigkeiten, ließen das Angebot schrumpfen. Im gleichen Zeitraum suchten viele Anleger nach Alternativen zu Gold und fanden im Platinpreis eine unterbewertete Möglichkeit zur Absicherung. Diese Verschiebungen sorgten für zusätzliche Nachfrage. Der industrielle Verbrauch blieb stabil, insbesondere durch katalytische Anwendungen im Automobilsektor. Trotz der globalen Transformation der Fahrzeugindustrie verlor der Bedarf an Platin (TVC:PLATINUM) nicht an Tragkraft, da konventionelle Modelle weiterhin in hohen Stückzahlen produziert wurden. Die Folge war ein Kursanstieg auf das höchste Niveau aller Zeiten.

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Palladiumpreis: Ein Comeback gegen die Erwartung vieler Analysten

 

Auch der Palladiumpreis zeigte eine bemerkenswerte Trendwende. Verzögerungen bei der Elektrifizierung des Verkehrssektors stützten die Nachfrage, da Benzinfahrzeuge weiterhin eine bedeutende Rolle einnahmen. Besonders in den USA und China verlangsamte sich der Umstieg, wodurch Palladium (TVC:PALLADIUM) in Katalysatoren stark gefragt blieb. Produktionsrisiken in Russland wirkten zusätzlich unterstützend, da die Unsicherheit über die Versorgungslage zunahm. Die Preisbewegung über das Jahr hinweg zeigte deutlich, wie sensibel der Palladiummarkt auf Angebotsschwankungen reagiert. Zwar blieb das Metall unter früheren historischen Rekorden, doch der kräftige Anstieg markierte eine klare Aufnahme neuer Dynamik.

 

Technischer Blick auf die Edelmetallmärkte

 

Aus technischer Sicht verliefen die Bewegungen 2025 ausgesprochen sauber. Gold etablierte mehrere höhere Unterstützungszonen und verteidigte diese trotz kurzfristiger Korrekturen. Silber durchbrach im Jahresverlauf gleich mehrere langfristige Widerstände und etablierte einen neuen Trendkanal mit erhöhter Schwankungsbreite. Der Platinpreis überschritt historische Marken und zeigte eine starke Folgebewegung, die ein stabiles Momentum bestätigte. Palladium bildete eine Serie höherer Tiefs aus, die dem Markt frischen Auftrieb verlieh und auf eine nachhaltige Trendbildung hindeutet. In allen vier Märkten fiel die zunehmende Korrelation zwischen geopolitischen Ereignissen und charttechnischen Reaktionen deutlich auf.

 

Ausblick 2026

 

Für 2026 eröffnet sich ein anspruchsvolles, aber chancenreiches Umfeld. Zahlreiche Treiber wie die geldpolitische Lockerung, strukturelle Angebotsrisiken und die weiterhin hohe Bedeutung industrieller Anwendungen bleiben erhalten. Gleichzeitig dürfte die erhöhte Volatilität ein Begleiter bleiben, da wirtschaftliche Projektionen und politische Entwicklungen in kurzen Abständen neue Impulse setzen. Ob die Rally der Edelmetalle eine Fortsetzung findet, hängt somit auch davon ab, wie sich Inflationstrends, Marktliquidität und globale Nachfrage entwickeln. Für Investoren stellt sich daher die Frage, ob die starken Preisanstiege des vergangenen Jahres den Beginn einer längerfristigen Neubewertung markieren oder ob allmählich ein Übergang in konsolidierende Marktphasen bevorsteht.

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31.12.2025 - Andreas Opitz

Unterschrift - Andreas Opitz

 

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