Trotz Abschlägen führt Rheinmetall den DAX im Jahr 2025 an, Siemens Energy folgt nur knapp dahinter, Symrise wird zum Schlusslicht und Adidas leidet trotz positiver Impulse
Im auslaufenden Jahr kannte der DAX nur wenige Verlierer
Der letzte Tag des Jahres ist angebrochen und an den hiesigen Handelsplätzen findet heute kein Handel mehr statt. Damit stehen die Sieger und Verlierer im DAX endgültig fest. Erfreulicherweise gab es sehr viel mehr Gewinner zu sehen und angesichts eines Zugewinnes von über 20 Prozent im Index dürften Anleger mit einem breitgestreuten Portfolio mit stattlichen Renditen von dannen ziehen.
Angeführt wurde der DAX im Jahr 2025 von Rheinmetall (DE0007030009), wo der Aktienkurs sich um satte 147 Prozent bis auf einen Schlusskurs von 1.526 Euro am Dienstag verbessern konnte. Diese Bilanz kommt durchaus ein wenig überraschend, stand das Papier doch zuletzt aufgrund von Friedenshoffnungen in der Ukraine dezent unter Druck. Doch trotz einer zeitweise deutlichen Korrektur mit Abschlägen von etwa 25 Prozent kann kein anderer Titel im DAX der Rheinmetall-Aktie das Wasser reichen.
Aus Sicht der meisten Analysten nimmt Rheinmetall die Pole Position vollkommen zu Recht ein. Es wird weiterhin mit einem rasanten Wachstumstrend gerechnet, übrigens unabhängig vom Geschehen in der Ukraine. Die enormen Aufrüstungsbemühungen in Europa gelten als gesetzt, auch aufgrund der immer schärferen Töne aus Washington. Auf die USA als Schutzmacht kann und sollte sich Europa nicht länger verlassen. Denn ob die US-Armee im Falle eines Falles so unumstößlich an der Seite der Nato-Partner steht wie in vergangenen Jahren, das wurde im Jahr 2025 schwer in Zweifel gezogen.
Siemens Energy im Höhenflug
Nur knapp hinter Rheinmetall errang Siemens Energy (DE000ENER6Y0) in diesem Jahr einen respektablen zweiten Platz im DAX. Angetrieben wurde die Rallye hier hauptsächlich von KI-Fantasien. Nicht etwa, weil Siemens Energy plötzlich das Geschäftsmodell gewechselt hätte. Viel mehr freuen die Anteilseigner sich auf gigantische Chancen bei der Versorgung von KI-Rechenzentren. Denn solche brauchen neue Kraftwerke und Anschlüsse an das Netz, um funktionieren zu können. In beiden Bereichen ist Siemens Energy ein möglicher Profiteur.
Abgerundet wurde der gute Eindruck durch eine vorzeitige Rückgabe staatlicher Garantien. Dadurch hat Siemens Energy wieder alle Möglichkeiten für Ausschüttungen, was auch rege genutzt wird. Auf den Weg gebracht wurde ein rekordverdächtiges Rückkaufprogramm und Dividenden dürfte es in Zukunft ebenfalls wieder geben. Zu meckern gibt es da nur wenig und so schließt die Siemens Energy-Aktie das Jahr 2025 mit 120,60 Euro und damit 140,8 Prozent höher als vor einem Jahr ab.
Symrise liegt am Boden
Am anderen Ende des Index landete Symrise (DE000SYM9999) mit Abschlägen von knapp 33 Prozent und einem Jahresschlusskurs in Höhe von 68,66 Euro. Dem Hersteller von Aromen und Duftstoffen machen eine schwache Nachfrage und steigende Kosten zu schaffen. Aufgrund dessen musste die Prognose im auslaufenden Jahr nach unten korrigiert werden, was die Anleger scharenweise in die Flucht trieb. Zeichen der Besserung gab es zuletzt leider nicht zu sehen.
Einzig die Luxuxbranche konnte in China wieder etwas Fuß fassen, dies allerdings weniger mit den für Symrise relevanten Parfümgeschäften. Die Lebensmittelindustrie taumelt derweil gefühlt von einer Krise zur nächsten und hält sich mit ihrer Ausgabenfreude schwer zurück. Auf eine Gegenbewegung im Jahr 2026 lässt sich nur hoffen. Verlass ist darauf aber leider nicht.
Adidas findet keinen Halt
Nicht ganz so schlecht lief es im Jahr 2025 für Adidas (DE000A1EWWW0). Der Sportartikelhersteller konnte sogar für manch positive Schlagzeile sorgen und auf dem wichtigen chinesischen Markt wieder eine kleine Erholung feiern. Zuletzt wurde ein Ausrüstervertrag des weltmeisterlichen Deutschen Basketballl Bundes an Land gezogen und 2026 locken Fußball-WM sowie Olympische Winterspiele mit frischen Gelegenheiten für potenzielle Umsatzsprünge.
Dem Aktienkurs hat es aber nicht geholfen. Zu sehr lastet die allgemeine Schwäche der Branche auf Adidas und so verlor der Titel letztlich um 28,7 Prozent bis auf 168,25 Euro an Wert. Damit markiert Adidas im Jahr 2025 den vorletzten Platz im DAX. So viel Skepsis scheint vielleicht etwas überzogen zu sein. Das könnte aber ein guter Ausgangspunkt sein, um 2026 wieder eine deutlich bessere Performance aus dem Hut zu zaubern.
Frohes Neues!
Nicht alles lief im Jahr 2025, wie es sich die Börsianer vorgestellt oder gewünscht hätten. Doch unter dem Strich entwickelte die Börse sich einmal mehr hervorragend und grüne Vorzeichen bestimmten das Bild die meiste Zeit über. Die Aussichten für 2026 sind momentan recht freundlich, allerdings wird auch das neue Jahr mit Sicherheit die eine oder andere Überraschung mit sich bringen. Auch ein Platzen der KI-Blase kann dabei noch nicht ausgeschlossen werden. Zu wünschen bleibt allen Anlegerinnen und Anlegern aber, dass die Investments sich auch weiterhin auszahlen werden und der Rutsch ins neue Jahr möglichst angenehm ausfallen mag.
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31.12.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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