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Einmal mehr peppte Coca-Cola seine diesjährige Weihnachtskampagne per KI auf, erntete dafür aber nur wenig Begeisterung

Trotz Gegenwind scheint Coca-Cola an KI-Werbung festzuhalten

NTG24 - Einmal mehr peppte Coca-Cola seine diesjährige Weihnachtskampagne per KI auf, erntete dafür aber nur wenig Begeisterung

 

Coca-Cola und Weihnachten sind eng miteinander verbunden. Der Legende nach ist der US-Getränkekonzern sogar für das heute gängige Erscheinungsbild des Weihnachtsmannes verantwortlich. Die Werbekampagnen zum Jahresende haben also eine enorme Bedeutung und sie sind mit dafür verantwortlich, dass aus einer von John Pemberton vor rund 140 Jahren erfundenen Zuckerbrause der mit Abstand größte Getränkekonzern aller Zeiten entstand.

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Bei einer solch langjährigen Tradition hat es seine Vorzüge, an alten Tugenden festzuhalten. Es hat seinen Grund, dass das ikonische Logo von Coca-Cola (US1912161007) bis heute unangetastet blieb und der Konzern nach schwer erlernten Lektionen mit „New Coke“ auch nicht mehr an der Rezeptur seines namensgebenden Softdrinks herumdoktert. Auch die Tradition der alljährlichen Weihnachtskampagne bleibt erhalten. Bei der Umsetzung geht Coca-Cola aber zuweilen neue Wege.

 

 

 

Bereits im vergangenen Jahr setzte der Konzern auf KI zur Erstellung entsprechender Inhalte. Dass auf der Webseite mit einem KI-Nikolaus geplaudert werden konnte, darüber dürften die meisten noch hinweggesehen haben. Für einen veritablen Shitstorm allerdings sorgte die Verwendung von KI bei der Erstellung des Weihnachtsspots. Die Menschen darin kamen mit einem nicht zu übersehenden Uncanny-Valley-Effekt daher und der Clip war geradezu übersätz mit Fehlern und Unstimmigkeiten.

 

Coca-Cola trifft weiter auf Skepsis

 

Im Jahr 2025 ließ sich Coca-Cola vom Gegenwind nicht beeindrucken und lancierte ein weiteres Mal einen KI-Werbespot zur Weihnachtszeit. Aus den Fehlern des Vorjahres hatten die Verantwortlichen durchaus gelernt. Im letzten Spot wurde auf Menschen abseits des Weihnachtsmannes weitgehend verzichtet. Dennoch erntete man im Netz viel negatives Feedback. In den Kommentarspalten der sozialen Medien waren sogar häufig Boykottaufrufe zu finden. Begeisterung sieht anders aus.

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Werbebanner EMH PM TradeEs stellt sich unweigerlich die Frage, ob Coca-Cola sich mit dem KI-Einsatz wirklich einen Gefallen tut. Andererseits ist die Nutzung der neuen Technologie für Unternehmen aber auch zu verführerisch. Es braucht keine langwierigen und kostspieligen Dreharbeiten mehr. Stattdessen scheint der nächste sensationelle Spot nur ein paar Prompts entfernt zu sein. Das verspricht kostensparende und dennoch effektive Werbekampagnen. Die Kritik aus dem Netz scheint Coca-Cola wegzulächeln.

Auf den ersten Blick scheint die ikonische Marke mehr Schaden als Nutzen aus dem Vorgehen zu ziehen. Gleichwohl darf aber auch vermutet werden, dass es sich dabei lediglich um Startschwierigkeiten handelt. Denn dass Menschen neuen Technologien und zum Teil auch Veränderung an sich oftmals skeptisch bis ablehnend gegenüberstehen, ist längst kein Geheimnis mehr. In Zukunft wird KI in der Werbung eine immer größere Rolle spielen. Die Qualität nimmt stetig zu und sehr wahrscheinlich wird der Tag kommen, an dem so erstellte Spots von einem „echten“ Spot nicht zu unterscheiden sind.

 

Always the real thing?

 

Anleger beobachten die Angelegenheit eher entspannt. Den Umsätzen von Coca-Cola schadete die KI-Werbung im Jahr 2024 nicht und auch 2025 waren es zuvorderst Preissteigerungen, welche die Absätze etwas nachgeben ließen. Im Netz kochen die Dinge gerne hoch und die Kritik fällt besonders scharf aus. Repräsentativ für die Gesamtbevölkerung ist das jedoch nicht. Zumal sich heute die Frage stellt, ob Coca-Cola auf Werbung überhaupt noch zwingend angewiesen ist.

Manch einer sieht auch positive Aspekte bei der KI-Werbung von Coca-Cola. Das Unternehmen ist recht früh auf den Zug aufgesprungen und sammelt dabei wertvolle Erfahrungen. Im besten Fall wird man die Technologie perfektioniert haben, wenn andere mit einer Adaption noch hadern. Da sich die direkten Effekte auf die Geschäfte unmöglich klar bemessen lassen, liegt es im Auge des Betrachters, was von der KI-Werbung mit Blick auf den Aktienkurs zu halten ist. Klar ersichtlich ist mit einem Jahresgewinn von 12,5 Prozent aber, dass es bisher zu keinen allzu großen Schäden geführt hat.

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31.12.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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