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Die Neuausrichtung von Ceconomy unter JD.com gestaltet sich als schwierig und der chinesische Konzern muss sich mit hartnäckigen Investoren herumschlagen

JD.com trifft in Europa noch immer auf Widerstand

NTG24 - Die Neuausrichtung von Ceconomy unter JD.com gestaltet sich als schwierig und der chinesische Konzern muss sich mit hartnäckigen Investoren herumschlagen

 

Die Präsenz von JD.com in Deutschland und Europa ist bisher eher von überschaubarer Natur. Genau das sorgte auch dafür, dass der Konzern recht unproblematisch die Zustimmung der Kartellbehörden zur Übernahme der Media-Markt-Mutter Ceconomy erhalten hat. Knapp 60 Prozent der Anteile konnten bereits eingesammelt werden.

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Damit im Gepäck will JD.com (US47215P1066) seine Geschäfte in Europa vorantreiben und wohl auch einen Strategieschwenk in die Wege leiten. Das Unternehmen erklärte in der Vergangenheit mehrfach, chinesische Marken stärker vermarkten zu wollen. Auf der eigenen Plattform Joybuy, welche hierzulande nur kurz nach Bekanntwerden der Ceconomy-Übernahmepläne startete, stellt der Konzern Marken aus dem Reich der Mitte bereits in den Vordergrund. Erwartet wird, dass in Zukunft auch im Sortiment von Media Markt und Saturn verstärkt entsprechende Artikel zu finden sein werden.

Bei einem solchen Vorhaben könnte es JD.com aber mit weiteren Investoren zu tun bekommen, die sich bisher nicht verabschieden wollen. Die Convergenta Holding hält an ihrem Anteil in Höhe von 25,4 Prozent fest und will sich davon offenbar noch immer nicht trennen. Die Meridian-Stiftung, welche das Vermögen von Metro-Gründer Wilhelm Schmidt-Ruthenbeck verwaltet, stellt sich ebenfalls gegen einen Verkauf ihrer Anteile, die sich auf 11,1 Prozent belaufen. Zusammen halten die beiden Investoren 36,5 Prozent der Anteile.

 

JD.com: Kein Selbstläufer

 

Das ist nicht genug, um bei Ceconomy in Zukunft die Richtung vorgeben zu können. Es reicht aber aus, um der Mehrheitseignerin das eine oder andere Mal beherzt den Tag zu vermiesen. JD.com musste sich ohnehin bereits auf manchen Kompromiss einlassen. Belegschaft und Standorte bleiben unangetastet und der Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wurde für die nächsten drei Jahre ausgeschlossen.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeMit Meridian konnte JD.com bisher laut Informationen des „Handelsblatt“ auch noch keine Aktionärsvereinbarung abschließen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass aus dieser Richtung bei zukünftigen Entscheidungen quergeschossen werden könnte. Der vielleicht erhoffte Durchmarsch bleibt also aus und damit auch die schnelle Eroberung von Marktanteilen in Europa.

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31.12.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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