TSMC scheint bei seiner US-Fabrik Fortschritte zu erzielen, doch die Produktion ist wohl deutlich teurer als in der taiwanischen Heimat
Für 2025 peilt TSMC in Arizona die Massenproduktion an
Zunehmen geopolitische Unsicherheiten, Zölle und wachsende Drohgebärden aus Peking haben TSMC schon vor einigen Jahren dazu gebracht, die eigene Strategie zu überdenken. Der größte Auftragsfertiger aus dem Chip-Bereich arbeitet an seiner Diversifizierung und scheint dabei Fortschritte zu machen. Das zeigt sich aktuell bei der ersten US-Fabrik des Konzerns in Arizona.
Dort will TSMC (US8740391003) laut einem Bericht der südkoreanischen „Yonhap News“ bereits ab Mitte die Massenproduktion von 300-mm-Wafer aufnehmen. Zunächst sollen davon 10.000 Einheiten monatlich belichtet werden. Im zweiten Halbjahr soll diese Zahl noch einmal verdoppelt werden. Zum Einsatz kommt das N4-Verfahren und damit nicht die modernste Fertigungsstufe.
Letztere wird wohl weiterhin den Standorten in Taiwan vorbehalten bleiben. Zumindest kündigte TSMC bislang nicht an, in Arizona schon entsprechende Ausbauten vornehmen zu wollen. Das dürfte auch seine Gründe haben, denn die Standortkosten in den USA fallen ein gutes Stück höher aus. Experten schätzen, dass die Produktionskosten für einen Chip etwa 30 Prozent höher liegen als in den heimischen Fabriken von TSMC.
Stehen die Kunden schon Schlange bei TSMC?
Trotzdem wird TSMC auch für seine in den USA gefertigten Chips wohl mühelos bereitwillige Abnehmer finden. Aus der Gerüchteküche ist zu hören, dass Apple wohl einen Einsatz in der noch nicht angekündigten neuen Generation des iPhone SE plant. Zudem könnten große Abnehmer wie AMD Interesse haben. Derweil sollen es nicht die letzten Standorte von TSMC in den SUA bleiben.
Im Jahr 2028 soll eine zweite Fabrik an den Start gehen, welche dann auch in den fortschrittlichen N3- und N2-Verfahren Chips herstellen soll. Gegen Ende des Jahrzehnts soll ein dritter TSMC-Standort in den USA folgen, über den aber noch keine weiteren Details bekannt sind. Für Anleger bleibt aber in jedem Fall hängen, dass die Expansion vorangetrieben wird und TSMC mit zusätzlichen Kapazitäten offene Türen einrennt.
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01.01.2025 - Andreas Göttling-Daxenbichler

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