als .pdf Datei herunterladen

Nach ansehnlichen Erfolgen im Premiumsegment will TUI künftig auch Budgetreisen stärker ins Visier nehmen

TUI verschreibt sich weiterhin dem Wachstum

NTG24 - Nach ansehnlichen Erfolgen im Premiumsegment will TUI künftig auch Budgetreisen stärker ins Visier nehmen

 

Während der Corona-Pandemie schrammte TUI noch haarscharf an der Insolvenz vorbei und musste schließlich durch den Staat gerettet werden. Die erhaltenen Hilfen konnten aber bereits im Jahr 2023 vollständig zurückgezahlt werden. Seither profitiert der Reiseveranstalter von einem anhaltenden Reiseboom und der Bereitschaft der Gäste, für ihren Urlaub auch etwas tiefer in die Tasche zu greifen.

Anzeige:

Werbebanner Zürcher Börsenbriefe Special 4 kleinDass bei TUI (DE000TUAG505) in den vergangenen Jahren irgendetwas richtig lief, das zeigt auch ein Blick auf den Aktienkurs. Im Herbst 2023 rutschte jener zeitweise noch unter die 5-Euro-Linie. Der weitere Weg war nicht immer einfach, führte letztlich aber bis zu einem Schlusskurs von 9,35 Euro am gestrigen Montag. Damit konnte der Wert der Aktie sich in etwas mehr als zwei Jahren annähernd verdoppeln. Zu verdanken ist diese Entwicklung vor allem großen Erfolgen im Premiumsegment, wo TUI auch noch immer viel für das weitere Wachstum tut.

Kreuzfahrten und Hotels bleiben momentan der hauptsächliche Gewinntreiber. Dort fallen die Margen derart üppig aus, dass bei TUI die Gewinne in der jüngeren Vergangenheit deutlich stärker gestiegen sind als die Umsätze. Nachdem nun bereits viele Marktanteile erobert werden konnten, scheint das Management sich aber auch wieder nach anderen Bereichen umzusehen. Im Gespräch mit dem „Handelsblatt“ ließ Konzernchef Sebastian Ebel wissen, dass Budgetreisen wieder vermehrt im Fokus stehen sollen.

 

 

 

TUI will Erfolge nicht um jeden Preis

 

Im Preissegment unterhalb der hochwertigen Reisen kommt TUI nach eigenen Angaben bislang nur auf einen Marktanteil von zehn bis 15 Prozent. Hauptsächlich kommen jene von Töchtern wie Ltur und First Choice. Deren Erfahrungen sollen in Zukunft bewusst genutzt werden, um das Kundensegment noch stärker ansprechen zu können. Explizit nicht beteiligen will sich der Reisekonzern jedoch an ruinösen Preiskämpfen, die im Jahr 2024 bereits FTI in die Pleite führten und eine kleine Krise im Segment nach sich zogen.

Auch soll vermieden werden, die Marke TUI zu verwässern. Statt einfach nur schrill mit brachialen Sonderangeboten zu werben, will TUI daher auf Extras und eine transparente Kommunikation setzen. Auf diesem Wege wird nicht zuletzt den Aktionären versprochen, auch im Budgetbereich eine ansehnliche Marge zu erreichen, wenn auch natürlich nicht ganz so üppig wie bei Kreuzfahrten und Luxushotels. Eine große Rolle sollen im Budgetmarkt dynamische Pakete spielen, bei denen Produkte aus Flugreisen und Hotels gebündelt werden und die Kunden die gleichen Vorteile wie bei Pauschalreisen genießen.

Diesbezüglich hat sich TUI bereits etwas geöffnet und vermarktet nicht mehr nur eigene Flüge und Hotels. Seit einer Weile stehen auch Flüge von Ryanair im Programm. Dadurch kann TUI auch Destinationen anbieten, die nicht im Flugplan von Tuifly stehen. Aktuell steht laut CEO Ebel eine Integration von Finnair an, um das Angebot noch reichhaltiger werden zu lassen. Eine breite Auswahl kann nicht bei dem Vorhaben schaden, noch mehr Kunden zu gewinnen und Marktanteile auszubauen.

 

Neue Horizonte

 

Begleitet werden soll das Wachstum auch durch das Erschließen neuer Märkte. Vor einem Jahr startete TUI in Südamerika. Der Markteintritt in Kanada, Indien und Australien soll derzeit in Vorbereitung sein. In Europa erkennt das Unternehmen viel Wachstumspotenzial in Tschechien und Rumänien. Mit anderen Worten streckt TUI seine Fühler also sowohl geografisch als auch beim Portfolio immer weiter aus.

Anzeige:

Werbebanner EMH PM TradeEs darf wohl damit gerechnet werden, dass nicht jede Initiative geballte Erfolge einbringen wird. Das ist aber auch gar nicht unbedingt notwendig, um dem Unternehmen ein ansehnliches Wachstum zu bescheren. Im besten Fall geht die positive Entwicklung im Premiumsegment weiter, während TUI gleichzeitig im Budgetsegment all jene Urlauber abholt, die beim Preis genauer hinsehen wollen oder müssen. Zwar bleibt die vergleichsweise hohe Verschuldung für viele Marktakteure noch ein Warnsignal. Doch solange die fundamentale Entwicklung stimmt, bleibt die TUI-Aktie eine interessante Angelegenheit, und als unbedingt hoch bewertet gilt das Papier noch immer nicht. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt momentan laut „MarketScreener“ bei 11,36 Euro und damit knapp 22 Prozent über dem letzten Schlusskurs.

 

TUI-Aktie: Kaufen oder verkaufen?

 

Die neuesten TUI-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TUI-Aktionäre. Lohnt sich aktuell ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen?

Konkrete Empfehlungen zu TUI - hier weiterlesen...

 

10.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

Auf Twitter teilen     Auf Facebook teilen


Informiert bleiben - Wenn Sie bei weiteren Nachrichten und Analysen zu einem in diesem Artikel genannten Wert oder Unternehmen informiert werden möchten, können Sie unsere kostenfreie Aktien-Watchlist nutzen.








Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur


Bitte geben Sie die Anzahl der unten gezeigten Eurozeichen in das Feld ein.
>

 



 

 

Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)