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Tesla – Mehr als nur ein Autohersteller

Zwischen eigenen Idealen und steigender Konkurrenz

NTG24 - Tesla – Mehr als nur ein Autohersteller

 

Die Aktie des US-amerikanischen Unternehmens Tesla ist stark. Tesla und sein Chef Elon Musk werden von vielen verehrt, aber stehen bei mindestens genau so vielen in der Kritik. Doch was steckt mittlerweile eigentlich hinter dem Unternehmen?

Tesla (US88160R1014) schafft es immer wieder, sich in den Fokus zu bringen, nicht zuletzt auch durch seinen prominenten Chef Elon Musk, und kann seine Anhänger immer wieder begeistern. Und auch die Aktie des Unternehmens führt meistens zur Freude bei den Investoren. Denn trotz der pandemiebedingten Umstände lief das vergangene Jahr insgesamt gut. Seit dem Kurstief Mitte März letzten Jahres stieg der Kurs auf fast das Neunfache. Und trotz kleiner Turbulenzen wie Anfang 2021, konnte sich die Aktie schnell wieder fangen, sodass diese zuletzt bei 527,80 Euro liegt.

Momentan ist Tesla an der Börse rund 600 Milliarden Dollar wert und ist damit dort der weltweit wertvollste Autohersteller. Jedoch ist Tesla weitaus mehr als nur ein Hersteller von E-Autos.

 

Was steckt dahinter?

 

Tesla ist ein führender Hersteller von hochwertigen Elektrofahrzeugen und Anbieter von Solarenergiesystemen und Energiespeicherlösungen. Doch auch wenn Tesla vorrangig eigentlich ein Autohersteller ist, macht das Unternehmen vor allem durch seine Nebengeschäfte Gewinn.

Anzeige:

Werbebanner ISIN-WatchlistEin wichtiges Standbein ist der Handel mit Abgaszertifikaten. Derartige Abgaszertifikate werden von anderen Autobauern benötigt, um ihre Emissionsbilanz zu verbessern und damit gesetzliche Klimaschutzvorgaben innerhalb der EU oder in bestimmten US-Bundesstaaten zu erfüllen. Als Hersteller von umweltfreundlichen Elektrofahrzeugen hat Tesla also einen großen Spielraum beim Verkauf dieser Zertifikate.

Darüber hinaus profitierte das Unternehmen von einer milliardenschweren Investition in die Kryptowährung Bitcoin. Dies hatte jedoch Anfang des Jahres für Aufsehen gesorgt, insbesondere weil Bitcoin einen immens hohen Stromverbrauch verzeichnet und damit dem eigentlichen Image des Unternehmens widerspricht.

 

Auch Tesla hat mit Problemen zu kämpfen

 

Wie der Verkauf der Aktien von Teslas früheren Top-Manager Jerome Guillen zu deuten ist und welche Auswirkungen das auf die Anleger haben wird, ist schwer zu sagen. Es wird aber wohl ein kurzzeitiger Faktor sein.

Langwierigere Probleme betreffen eher den Bau der Fabrik in Grünheide in Berlin, dessen Fertigstellung nicht ganz so schnell vorangeht wie ursprünglich erwartet. Abgesehen von den Verzögerungen gibt es reichlich Kritik von Seiten der Umweltschützer. Denn offenbar sind hunderte Generatoren und Aggregate dort aktuell im Einsatz, die einen gigantischen Verbrauch an Diesel und Heizöl haben. Auch dies ist eher widersprüchlich zu Teslas nachhaltigen Plänen.

Unabhängig von der tatsächlichen Überzeugung haben auch andere Unternehmen die steigende Relevanz von Klimawandel erkennt, sodass die Nachfrage nach E-Autos größer wird. Auf der einen Seite wollen bekannte Automarken wie Audi (DE0006757008) oder Mercedes (DE0007100000) sich zu E-Auto-Marken wandeln. Auf der anderen Seite haben Unternehmen, die momentan noch nicht so stark im Blickfeld sind und die sich von Anfang an auf E-Autos spezialisiert haben, wie Blink Charging (US09354A1007) oder das chinesische Unternehmen NIO (US62914V1061), gute Chancen.

Aber auch wenn es zunächst so scheint, als ob Tesla eventuell in der Menge der aufkommenden Konkurrenz zurückbleiben könnte, lässt sich für den aktuellen Zeitpunkt festhalten, dass Tesla einen sehr deutlichen Vorsprung gegenüber seinen Konkurrenten hat. Dieser kann durch die jahrelange Entwicklung und Optimierung erklärt werden und stellt definitiv einen wichtigen Vorteil dar.

 

21.06.2021 - Ann-Kathrin Wellen - akw@ntg24.de

 

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