Erstmals erhält Tesla in den Niederlanden eine Zulassung für fortgeschrittene Fahrassistenzsysteme, was in Europa noch Schule machen könnte
Gelingt Tesla in Europa ein neuer Durchbruch?
Schon seit Jahren können Tesla-Fahrer in den USA das Fahrzeug die meiste Arbeit selbst erledigen lassen. Angepriesen wird diese Funktion als „Full Self-Driving“ oder kurz FSD. Nachdem es zu einigen Problemen kam, hängt seit einiger Zeit der Zusatz „Supervised“ am Namen. Mit dieser Prämisse konnte nun erstmals auch in Europa eine Zulassung eingeholt werden.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, konnte Tesla (US88160R1014) eine Zulassung für FSD (supervised) in den Niederlanden bekommen. Dort ist es damit künftig gestattet, das Fahrzeug unter menschlicher Aufsicht das Fahren zu überlassen, und das sowohl auf Autobahnen als auch im Stadtverkehr. Allerdings muss ein Fahrer das Geschehen stets im Auge behalten und bereit zu einem Eingreifen sein.
Die niederländische Kraftfahrzeugbehörde sagte zu dem Schritt, dass die Assistenzsysteme die Sicherheit erhöhen könnten, so sie richtig eingesetzt würden. Tesla ließ derweil wissen, FSD (supervised) bereits in ganz Europa intern zu testen und weitere Zulassungen anstreben zu wollen. Im besten Fall war der Erfolg in den Niederlanden also nur der erste Schritt.
Der Tesla-Aktie schadet das nicht. Am Freitag konnte das Papier sich im Wert um knapp ein Prozent auf 348,95 US-Dollar steigern. Teslas Ambitionen bei selbstfahrenden Autos werden seit einer Weile eher kritisch beäugt. Anders als die Konkurrenz verzichtet man auf teure Sensoren und verlässt sich stattdessen voll und ganz auf Kamera zur Verkehrsüberwachung. Die Sorge, dass dies schlicht nicht ausreichend sein könnte, wird durch die nun erlangte Zulassung ein Stück weit entkräftet.
Ein wichtiger Schritt für Tesla
Bedeutsam ist das auch mit Blick auf Robotaxis, welche bei Tesla in Zukunft eine immer größere Rolle spielen sollen. Beim sogenannten Cybercab, das irgendwann im Laufe dieses Jahres veröffentlicht werden soll, ist schon gar kein Lenkrad mehr verbaut. Um damit in Europa punkten zu können, wird Tesla sich also bei selbstfahrenden Systemen keine Fehler erlauben können. Dabei bleiben einige Herausforderungen, doch die Aussichten sind zumindest etwas freundlicher geworden.
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13.04.2026 - Matthias Eilenbrock

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