als .pdf Datei herunterladen

Tesla betonte zuletzt immer wieder rosige Entwicklungen in Grünheide, doch die Realität scheint etwas anders auszusehen

Massive Einbrüche bei den Absatzzahlen hinterlassen letztlich Spuren bei Tesla

NTG24 - Tesla betonte zuletzt immer wieder rosige Entwicklungen in Grünheide, doch die Realität scheint etwas anders auszusehen

 

Obschon die Absatzzahlen von Tesla in der jüngeren Vergangenheit immer weiter eingebrochen sind, wollte der Konzern von irgendwelchen Problemen an seinem Standort in Grünheide nie etwas wissen. Im vergangenen Jahr betonte Werksleiter André Thierig stattdessen noch, dass man im Gegensatz zur Konkurrenz im Wachstum sei. Offenbar war da aber wohl der Wunsch Vater des Gedanken.

Anzeige:

Werbebanner Speed Monkeys - Tesla Tuning EssenDarauf weist ein neuer Bericht des „Handelsblatt“ hin. Mit Verweis auf Schätzungen des Datendienstleisters Inovev berichtet die Zeitung davon, dass die Produktion in Grünheide sich im letzten Jahr weiter rückläufig entwickelte, obschon die Auslastung schon im Jahr zuvor weit unter einst anvisierten Kapazitäten zurückblieb. Laut Tesla (US88160R1014) selbst war das Werk in Brandenburg im Jahr 2024 zu gerade einmal 56,3 Prozent ausgelastet.

Den aktuellen Zahlen von Inovev zufolge scheint die Lage sich 2025 weiter zugespitzt zu haben. Demnach sollen gerade einmal 149.040 Model Y im letzten Jahr in Grünheide gebaut worden sein, was einem Rückgang um knapp 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entsprechen würde. Die Auslastung des Werks würde rechnerisch bei noch 39,7 Prozent liegen. Für jeden anderen Autobauer wären das katastrophale Werke, die wahrscheinlich zu Zweifeln am kompletten Standort führen würden.

 

 

 

Tesla will von Problemen nichts wissen

 

Tesla wollte sich auch auf Nachfrage des Handelsblatts zu der Angelegenheit nicht äußern. Offiziell scheint man also an seinen Wachstumsversprechen festzuhalten. Konzernchef Elon Musk hat das klassische Geschäft mit Elektroautos ohnehin ziemlich aus den Augen verloren. Stattdessen fabuliert er lieber über eine Zukunft, die von Robotaxis und humanoiden Robotern bestimmt werden. Solche könnten wohl auch eines Tages in Grünheide gebaut werden, doch mehr als vage Überlegungen scheint es in diese Richtung nicht zu geben.

Anzeige:

Banner GitterGewitter

 

Werksleiter Thierig ließ derweil in der Vergangenheit jegliche Kritik an Grünheide einfach abperlen. Absatzrückgänge in Europa würden durch steigende Verkaufszahlen anderswo aufgefangen werden, hieß es beispielsweise vor nicht allzu langer Zeit. Tatsächlich konnte Tesla in Märkten wie Südkorea oder der Türkei Zuwächse verzeichnen. Doch selbst mit viel Wohlwollen und einer gehörigen Portion Fantasie reicht das Wachstum in solchen Regionen nicht aus, um massive Einbrüche in Europa, Kanada und China ausgleichen zu können.

Seit über einem Jahr schon verkauft Tesla unter dem Strich Monat für Monat weniger Autos und ein Ende dieses Trends scheint nicht in Sicht zu sein. Analysten führen diese Entwicklung zum einen auf die angestaubte Produktpalette, aber auch auf politische Abenteuer von Elon Musk zurück. Mit offen rassistischen Aussagen, „römischen Grüßen“ und dergleichen mehr verprellte Musk einen nicht geringen Anteil der in der Vergangenheit oft progressiv eingestellten Kundschaft. Bis heute sind allerorten Teslas zu sehen mit Aufklebern wie „I bought this before Elon went crazy“.

 

Unbeirrbar

 

Trotz immer neuer negativer Signale aus fundamentaler Richtung notiert die Tesla-Aktie weiterhin auf erstaunlich hohem Niveau. Ende Dezember konnten sogar neue Rekorde aufgestellt werden. Viele Anteilseigner scheinen den Zukunftsversprechen von Elon Musk weiterhin zu trauen. Allerdings zeigen sich mittlerweile auch an der Börse erste Risse. Im laufenden Jahr wertete die Tesla-Aktie spürbar ab und landete zum vergangenen Wochenende bei nur noch 402,51 Dollar.

Für ausbleibendes Wachstum in Grünheide macht der Konzern derweil lieber die Gewerkschaften als sich selbst verantwortlich. In einem kürzlich veröffentlichten Video warnten Werksleiter Thierig und Konzernchef Elon Musk vor einem wachsenden Einfluss der IG Metall, wodurch die „gute Entwicklung“ vor Ort zunichtegemacht werden könne. Zwar werde man die Fabrik nicht schließen, aber eben auch nicht erweitern. Hier scheint bereits ein Narrativ aufgebaut zu werden, bei dem ausbleibende Wachstumssignale in die Verantwortung der Gewerkschaft geschoben werden sollen. Ob sich Tesla damit neue Freunde machen mag, darf bezweifelt werden.

Anzeige:

Kleiner Münzhandel Barrenshop

 

Tesla Inc.-Aktie: Kaufen oder verkaufen?

 

Die neuesten Tesla Inc.-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Tesla Inc.-Aktionäre. Lohnt sich aktuell ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen?

Konkrete Empfehlungen zu Tesla Inc. - hier weiterlesen...

 

02.03.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

Auf Twitter teilen     Auf Facebook teilen


Informiert bleiben - Wenn Sie bei weiteren Nachrichten und Analysen zu einem in diesem Artikel genannten Wert oder Unternehmen informiert werden möchten, können Sie unsere kostenfreie Aktien-Watchlist nutzen.








Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur


Bitte geben Sie die Anzahl der unten gezeigten Eurozeichen in das Feld ein.
>

 



 

 

Haftungsausschluss - Die EMH News AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Empfehlungen sowie für Produktbeschreibungen, Preisangaben, Druckfehler und technische Änderungen. (Ausführlicher Disclaimer)