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Auch Tesla bekommt den Gegenwind im Autosegment zu spüren, doch in Grünheide läuft es blendend und es wird bereits an der Expansion gearbeitet

Tesla ist zufrieden mit der Produktion in Deutschland

NTG24 - Auch Tesla bekommt den Gegenwind im Autosegment zu spüren, doch in Grünheide läuft es blendend und es wird bereits an der Expansion gearbeitet

 

Der Automobilsektor schlittert derzeit immer tiefer in die Krise. Insbesondere in Deutschland ertönen derzeit so ziemlich alle Alarmglocken. Die Gewerkschaften stellen sich schon mal auf harte Auseinandersetzungen mit den hiesigen Herstellern ein, die durch die Bank mit weiteren Einsparungen planen. Allerdings gibt es auch Einzelfälle, bei denn in Zukunft Expansion auf dem Plan steht.

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Werbebanner Speed Monkeys - Tesla Tuning EssenAusgerechnet Tesla (US88160R1014) berichtete kürzlich über sehr erfreuliche Entwicklungen in Deutschland. Wie der „Tagesspiegel“ berichtet, blickt das Werk in Grünheide auf ein recht erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Der Jahresüberschuss konnte um rund 20 Millionen Euro auf 77,1 Millionen Euro erhöht werden. Die Umsätze gingen zwar von 7,7 auf 7,1 Milliarden Euro zurück, was Tesla allerdings vordergründig auf niedrigere Produktionskosten zurückführt, welche wohl zum Teil auch an die Kunden weitergereicht wurden.

 

 

 

Produzieren konnte Tesla im Jahr 2025 202.000 Fahrzeuge in Grünheide und damit einen Hauch weniger als ein Jahr zuvor. Bemerkbar gemacht haben soll sich dabei eine Modellumstellung sowie die Integration neuer Varianten. Insgesamt sei die Produktionsmenge aber stabil und für die Zukunft ist bereits eine weitere Expansion geplant. Bereits im Juni kündigten die Verantwortlichen an, die Produktion auf 7.500 Fahrzeuge wöchentlich erhöhen zu wollen. Das würde einer Produktion von über 375.000 Autos jährlich entsprechen.

 

Tesla hat noch viel vor in Grünheide

 

Für das laufende Geschäftsjahr sagt Tesla in Grünheide schon mal eine „deutlich steigende Produktionsmenge“ voraus, ohne dazu konkrete Zahlen zu nennen. Dank neuer staatlicher Förderungen soll die Kapazitätsauslastung spürbar steigen. Profitieren dürfte Tesla dabei auch davon, dass die Absatzzahlen in Europa sich zuletzt wieder etwas erholen konnten. Zuvor erlitt der Konzern heftige Einbrüche. Es mehren sich aber die Anzeichen dafür, dass der Tiefpunkt überwunden werden konnte.

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Beliefert werden aus Grünheide über 30 Märkte, wie Tesla selbst mitteilen lässt. In Zukunft soll dabei die gesamte Wertschöpfungskette vor Ort gebündelt werden. Das wäre hierzulande eine einmalige Angelegenheit und es würde dem US-Konzern sehr wahrscheinlich enorme Vorteile auf der Kostenseite einbringen. Ob das Vorhaben auch gelingt, ist aber noch offen. Tesla selbst verweist auf „große Herausforderungen“ bei der Produktion von Batteriezellen aufgrund von Lieferketten und regulatorischer Vorgaben.

Trotz einiger Rückschläge aus der jüngeren Vergangenheit hebt sich Tesla mit seinen Ambitionen aber erst einmal positiv von der hiesigen Konkurrenz ab, die momentan von einem Tiefpunkt zu nächsten zu eilen scheint. Dass es überhaupt noch Wachstum im deutschen Autosegment zu sehen gibt, hat momentan schon ein wenig Einhorn-Charakter. Allerdings reicht das noch nicht aus, um die Tesla-Aktie wieder in neue Höhen zu befördern. Ausbleibende Neuigkeiten zu humanoiden Robotern und Robotaxis ließen die Anteilseigner zuletzt dezent ins Zweifeln geraten.

 

Blick auf die Zahlen

 

Am Freitag ging die Tesla-Aktie mit 380,84 US-Dollar ins Wochenende und damit gut 15 Prozent tiefer als zu Jahresbeginn. Die Erfolge in Grünheide werden von den Anlegern zwar gerne gesehen. Es handelt sich aber nur um einen kleinen Baustein des Gesamtkonzerns, der noch dazu wenig mit den größten Wachstumsfantasien für die Zukunft zu tun hat. Im Fokus der Anleger stehen schlicht andere Dinge als Model Y und Co.

Spannend dürfte es in dieser Woche weitergehen, denn es stehen frische Quartalszahlen von Tesla an. Jene werden verraten, wie es weltweit um die Auslieferungszahlen bestellt sein mag und wie genau der Cashflow durch Investitionen belastet wird. Die meisten Anleger dürften aber vor allem auf ein Update von Elon Musk zu den größten und wichtigsten Zukunftsprojekten hoffen. Gelingt es, die Gemüter diesbezüglich wieder etwas zu beruhigen, so wäre eine Erholung an der Börse im Bereich des Möglichen.

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20.07.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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