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Nach einem verpatzten Raketenstart ging es für SpaceX an der Börse weiter abwärts und es bleibt noch viel Raum für weitere Korrekturen

SpaceX auf der Suche nach Unterstützung

NTG24 - Nach einem verpatzten Raketenstart ging es für SpaceX an der Börse weiter abwärts und es bleibt noch viel Raum für weitere Korrekturen

 

Nach einem fulminanten Börsenstart mit mehreren gebrochenen Rekorden verliert die SpaceX-Aktie immer mehr an Rückhalt. Als Gewinner stehen da momentan lediglich die Shortseller da, welche laut Medienberichten wohl bereits etliche Milliarden an Gewinn einstreichen konnten. In der vergangenen Woche gab es die bisher heftigste Korrektur in der noch jungen Börsengeschichte des Musk-Unternehmens zu sehen.

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Zum Wochenende notierte die Aktie von SpaceX (US84615Q1031) bei noch 123,99 US-Dollar und damit deutlich unter dem Ausgabepreis von 135 Dollar. Auf Wochensicht ging es um knapp 15 Prozent in die Tiefe und das Rekordhoch bei 225,64 Dollar ist in weite Ferne gerückt. Dabei war es das Unternehmen selbst, welches kürzlich ungewollt weiter Wasser auf die Mühlen der Skeptiker goss.

 

 

 

Am Donnerstag sollte eigentlich zum 13. Mal eine Starship-Rakete abheben. Nach Anpassungen bei Hardware und Software sowie Verbesserungen beim Hitzeschild sollten Mängel aus der Vergangenheit abgestellt werden. Bei einem vorherigen Start gelang es aufgrund von Fehlfunktionen bei einem Motor nicht, die geplante Umlaufbahn zu erreichen. Davon war SpaceX beim jüngsten Versuch letztlich aber noch viel weiter entfernt.

 

SpaceX hebt nicht ab

 

Wie unter anderem die „FAZ“ berichtet, ist die letzte Rakete von SpaceX gar nicht erst abgehoben. Der Start musste in letzter Sekunde unterbrochen werden. CEO Elon Musk teilte auf dem Kurznachrichtendienst „X“ mit, dass dies automatisch geschehen sei, nachdem einige Triebwerke nicht zünden wollten. Der Start soll nun „in ein paar Tagen“ wiederholt werden.

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Bei den Anlegern macht sich freilich das ungute Gefühl breit, dass es weitere Rückschläge geben könnte. Das wäre fatal für die weiteren Aussichten. Schließlich spielt Starship eine zentrale Rolle bei den weiteren Plänen für die Raumfahrt. Die Nasa strebt damit eine Mondlandung noch vor Ende 2028 an. Dieses Vorhaben wurde nun zwar noch nicht vollständig in Zweifel gezogen. Doch jeder verpatzte Raketenstart nährt natürlich Ängste und Befürchtungen.

Erschwerend hinzu kommen die jüngsten Erfolge der chinesischen Raumfahrt. Viel Beachtung fand die erfolgreiche Landung einer Raketenstufe nach dem Start, was zumindest laut Beobachtern eleganter und wohl auch günstiger gelang als es bei SpaceX der Fall ist. Das kratzt etwas am Eindruck, dass der Musk-Konzern jeglicher Konkurrenz um Lichtjahre voraus wäre. Offenbar macht die Raumfahrt auch anderswo große Fortschritte. Natürlich bleibt das an der Börse nicht unbemerkt und die Leerverkäufer scheinen mit SpaceX bereits einen neuen Liebling gefunden zu haben.

 

Auf hohem Niveau

 

Trotz der Korrekturwelle ist die Aktie von SpaceX noch immer sehr hoch bewertet. Die Marktkapitalisierung belief sich zuletzt noch auf 1,63 Billionen Dollar. Das Papier gehört also weiterhin zum ausgesprochen exklusiven Billionärsclub, in dem sonst fast ausschließlich Tech-Giganten vertreten sind. Das hat auch damit zu tun, dass SpaceX in der Zukunft viel Wachstum mit KI-Rechenzentren erreichen will. Geht es nach Elon Musk, werden eines Tages gigantische Rechenzentren im Orbit entstehen. Den Aktionären fällt es jedoch zunehmend schwer, sich auf solche Visionen einzulassen, insbesondere nachdem KI-Aktien zuletzt allgemein Federn lassen mussten.

Die Ausgangslage für die SpaceX-Aktie ist nicht ganz einfach. Die Stimmung scheint ein neues Tief erreicht zu haben und die noch immer hohe Bewertung bietet weiterhin Luft nach unten. Letztlich lässt sich wohl nur abwarten, wo das Papier einen Boden finden mag. Da die Charttechnik nur einige Wochen nach dem Börsengang noch keine nennenswerten Indikatoren liefert, wirkt die Seitenline weiterhin ausgesprochen einladend. Zu unterschätzen ist SpaceX nicht, doch ohne neue Erfolgsmeldungen werden die Bullen erst einmal in die Defensive gezwungen.

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20.07.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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