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Toyota verkauft erstmals mehr E-Autos als Volkswagen in China und glänzt auch sonst mit einer beeindruckend erfolgreichen Strategie

Toyota lässt die Muskeln spielen

NTG24 - Toyota verkauft erstmals mehr E-Autos als Volkswagen in China und glänzt auch sonst mit einer beeindruckend erfolgreichen Strategie

 

Bei Toyota nahmen Elektroautos noch nie einen derart hohen Stellenwert ein wie bei vielen deutschen Herstellern. Der Einstieg in das Segment erfolgte eher zaghaft, was in der Vergangenheit durchaus auch für Kritik sorgte. Die aktuelle Entwicklung zeigt jedoch, dass der japanische Autobauer mit seinem Vorgehen wohl goldrichtig lag. Denn während viele andere Branchenvertreter mit einer handfesten Krise zu kämpfen haben, geht es bei Toyota kontinuierlich aufwärts.

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Wie das „Handelsblatt“ unter Verweis auf Daten von Marklines berichtet, konnte Toyota (JP3633400001) im vergangenen Jahr sogar erstmals mehr E-Autos an die Frau oder den Mann bringen als Volkswagen. Über 100.000 batterieelektrische Fahrzeuge der Japaner fanden demnach im Reich der Mitte einen neuen Besitzer. VW musste sich hingegen mit rund 85.000 Neuzulassungen begnügen.

Weltweit steht Toyota mit 11,3 Millionen verkauften Fahrzeugen ebenfalls bestens da; der Vorsprung auf Volkswagen konnte auf 2,3 Millionen Einheiten ausgebaut werden. Den Status als größter Autokonzern des Planeten verteidigen die Japaner also mehr oder minder spielend. Noch dazu fallen die Margen zuweilen deutlich höher als bei der Konkurrenz aus. 9,3 Prozent kann Toyota hier vorweisen. Konkurrenten wie Ford und VW können nicht einmal von der Hälfte zu träumen wagen und Stellantis ist im ersten Halbjahr 2025 sogar tief in negative Bereiche gefallen.

 

 

 

Toyota im Vorteil

 

Die Stärke von Toyota lässt sich auf eine Vielzahl von Faktoren zurückführen. Zum einen ist das Unternehmen weniger stark abhängig von einzelnen Märkten. Während Volkswagen rund drei Viertel seiner Umsätze allein in Europa und China erzielt, verteilen die Geschäfte von Toyota sich recht ausgewogen auf einzelne Märkte. In China erzielt das Unternehmen weniger als 20 Prozent seiner Umsätze. In Nordamerika sind es rund 28 Prozent, in der japanischen Heimat 14 Prozent und in Europa elf Prozent.

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Es ist nicht so, als hätte Toyota die Entwicklungen der vergangenen Jahre nicht auch zu spüren bekommen. Doch durch die ausgewogene Verteilung der Umsätze kann der Konzern Einbrüche in einzelnen Märkten sehr viel besser verkraften, teils sogar durch Wachstum in anderen Regionen ausgleichen. Dazu kommt die eher vorsichtige Strategie bei der Mobilitätswende. Das Geschäft mit Elektroautos wurde eher behutsam ausgebaut und tritt aktuell besonders in China und Europa vermehrt in den Vordergrund.

Kritiker mögen Toyota hier noch Nachholbedarf bescheinigen. Doch entfällt auf der anderen Seite das Risiko hoher Abschreibungen aufgrund eines vielleicht etwas zu schnellen Vorgehens. Erst kürzlich kündigte Stellantis einen Strategiewechsel an und musste in der Folge Abschreibungen von 22,2 Milliarden Euro ankündigen. Dass so etwas bei Toyota passiert, kann derzeit nahezu ausgeschlossen werden. Hinzu kommen Vorteile bei den tiefen Beziehungen zu etlichen Zulieferern und daraus resultierende Kostenvorteile sowie logistische Überlegenheit. Toyota hat seine Hausaufgaben gemacht und aus vergangenen Krisen in der Lieferkette gelernt. Das Thema Nexperia tangierte den Autobauer daher kaum weiter, während bei Volkswagen die Anleger zeitweise in Panik verfielen.

 

Sugoi!

 

Die Erfolge von Toyota spielen sich oft im kleinen Maßstab ab. Trotz der Zuwächse in China spielt das Unternehmen dort bei Elektroautos beispielsweise nur eine untergeordnete Rolle und bedient (noch) eine Nische. Doch viele kleine Erfolge summieren sich und bescheren dem Konzern einen klaren Aufwärtstrend. Das bleibt an der Börse nicht unbemerkt, wo der Aktienkurs sich im Jahresvergleich um knappe 33 Prozent bis auf 3.714 Yen zu Handelsschluss am Dienstag steigern konnte.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeFür die Zukunft ist Toyota bestens aufgestellt. Selbst Belastungen durch US-Zölle scheint man besser als die meisten Konkurrenten wegstecken zu können. Die Autos bleiben gefragt und die Margen können überzeugen, obschon die Branche insgesamt weiterhin in den Seilen hängt. Sollte sich daran in Zukunft noch etwas ändern, könnten die Aussichten sogar noch freundlicher werden. Wie immer sind Kursgewinne nicht garantiert. Doch im Segment zählt Toyota momentan klar zu den stärksten Werten, die sich auch in Krisenzeiten behaupten können.

 

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12.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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