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US-Zölle und Irankrieg setzen Toyota noch stärker als gedacht zu und die Gewinne brechen ein

Trotz allem blickt Toyota optimistisch in die Zukunft

NTG24 - US-Zölle und Irankrieg setzen Toyota noch stärker als gedacht zu und die Gewinne brechen ein

 

Bisher zeigte sich Toyota angesichts der zahlreichen Krisen recht robust. Der japanische Autobauer profitierte im Exportgeschäft vom schwachen Yen und konnte gleichzeitig die Absatzzahlen auf vergleichsweise hohem Niveau halten. Doch im vergangenen Quartal zeigte sich, dass man längst nicht unangetastet bleibt von US-Zöllen, Irankrieg und den daraus resultierenden Konsequenzen.

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Im nun abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichnete Toyota (JP3633400001) einen um 21,5 Prozent auf umgerechnet 20,6 Milliarden Euro gefallenen Gewinn. Dabei sollen allein die US-Zölle das Ergebnis um 7,6 Milliarden Euro gedrückt haben. Das war für die Anleger noch nicht die ganz große Überraschung. Bereits im vorherigen Quartal ließen die Gewinne deutlich nach. Ernüchtern ist jedoch, dass Toyota auch beim Ausblick zurückrudert.

 

 

 

Erwartet wird für das neue Geschäftsjahr ein weiterer Rückgang des Gewinns um mehr als 20 Prozent. Der Irankrieg und dadurch resultierende Kostensteigerungen sollen die Gewinne wohl um weitere 3,6 Milliarden Euro drücken. Damit soll die Gewinnmarge auf magere 5,4 Prozent zurückgehen. Vor einem Jahr erreichte man noch nahezu das Doppelte davon. Das macht den Börsianern freilich wenig Freude. Obschon die Erwartungen gering waren, wurden sie mit der nun vorgelegten Prognose sogar noch unterboten.

 

Zukunftsvisionen bei Toyota

 

Die Reaktion an der Börse kam prompt. Am Freitag fiel die Toyota-Aktie zeitweise um knapp sieben Prozent zurück, ehe sie sich zu Handelsschluss gut vier Prozent tiefer als am Vortag einpendelte. Die neue Woche startet erneut schwach. Hoffnungen auf einen Friedensschluss im Nahen Osten scheinen abermals enttäuscht zu werden, was für Toyota und die gesamte Branche eine schlechte Nachricht ist. Im Handel am Montag ging es bis zum Nachmittag um 1,3 Prozent auf noch 2.875 Yen in die Tiefe. Auf Monatssicht hat der Kurs um rund 13 Prozent nachgegeben.

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Allen Widrigkeiten zum Trotz blickt Toyota mittel- und langfristig optimistisch in die Zukunft. Der neue Konzernchef Kenta Kon will die Eigenkapitalrendite wie bisher geplant auf 20 Prozent anheben und damit mal eben verdoppeln. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen nicht nur mehr Autos verkauft werden. Geplant sind Fortschritte auch bei Zubehör, Ersatzteilen, Dienstleistungen, Finanzierungen und dergleichen mehr. Etwa die Hälfte der Konzerngewinne werden schon jetzt außerhalb des klassischen Autoverkaufs gering. Der Anteil soll sich in Zukunft weiter erhöhen.

Langfristig sollen Toyota vor allem humanoide Roboter voranbringen. Dahingehend gibt es zwar noch keinen klaren Kurs, welche Modelle für größere Gewinnsprünge sorgen sollen. Doch entwickelt wurde bereits eine breite Auswahl an Prototypen. Neben klassischen Produktionshelfern zeigte Toyota beispielsweise Roboter für die Krankenpflege und sogar einen Basketballroboter. Die nahe Zukunft sei laut Toyota-Chef Kon eine Phase der Experimente und Innovation. Die eigenen Kollegen möchte der erst im April angetretene CEO und frühere Finanzchef zur Annahme von Herausforderungen animieren.

 

Kein Grund zur Sorge?

 

Die Anleger zeigen sich eher skeptisch, doch Toyota lässt keinerlei Niedergeschlagenheit erkennen. Weitere Gewinnrückgänge werden mehr oder minder als vorübergehend angesehen. Es seien bereits Maßnahmen zur Senkung der Gewinnschwelle eingeleitet worden und Wachstumsinvestitionen sollen fortgesetzt werden. Das klingt unter dem Strich ein gutes Stück optimistischer und vor allem auch kämpferischer als bei manchem Mitbewerber. Festhalten lässt sich zudem, dass Toyota noch immer der größte Autobauer auf dem Planeten ist.

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Werbebanner Speed Monkeys - Tesla Tuning EssenOffen bleibt aber natürlich die Frage, ob die Zukunftspläne von Toyota auch aufgehen werden. Momentan kommen die Anteilseigner nicht umhin, ihren Blick auf den Nahen Osten und die anhaltende Flaute im Segment zu richten. Solange sich die externen Bedingungen nicht verbessern, kann Toyota mehr oder minder nur Schadensbegrenzung betreiben. Das dürfte kaum ausreichen, um den Aktienkurs aus der zu Anfang März begonnenen Korrekturbewegung zu befreien.

 

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11.05.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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