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Aluminium wird zum nächsten Engpass, Toyota Absatz fällt und Eli Lilly dealt mit Insilico Medicine - BÖRSE TO GO

Nach Helium wird Aluminium zum nächsten Engpass - globale Lieferketten bedroht

NTG24 - Aluminium wird zum nächsten Engpass, Toyota Absatz fällt und Eli Lilly dealt mit Insilico Medicine - BÖRSE TO GO

 

Nach Helium wird Aluminium zum nächsten Engpass. Der Iran attackiert die Aluminiumhersteller im Nahen Osten und schaltet die Produktion aus. Der Absatz bei Toyota schrumpfte im Februar. Schon vor Beginn des Iran-Krieges machte den Japanern die Rabattschlacht in China zu schaffen. Eli Lilly unterzeichnet 2 Mrd. US-Dollar Lizenzvertrag mit Insilico Medicine. Die Amerikaner sichern sich damit den exklusiven Zugriff auf einen neuen Diabetes-Wirkstoff. 

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeDer Aktienhandel in Asien vollzieht heute die Verluste aus dem amerikanischen Handel vom Freitag nach. Nahezu alle Benchmarks in der Region fallen. Der Nikkei 225 Index schloss -2,92 % tiefer bei 51.814,50 Punkten und der KOSPI sank um -2,97 % auf 5.277,30 Punkte. Die Verluste beim Hang Seng Index sind deutlich geringer und bewegen sich vor Handelsschluss bei weniger als -1 %. Der Terminhandel ist zweigeteilt in Europa und Amerika. Insgesamt ist seit 02:00 Uhr eine positive Tendenz nach anfänglichen Verlusten. Vor Börseneröffnung in Europa wird der DAX-Future (Juni) noch -0,33 % tiefer bei 22.428,50 Punkten gehandelt. 

Die Börse Frankfurt neigte in der vergangenen Woche schon nach einem volatilen Handel zu leichten Verlusten. Der DAX verzeichnete im Wochenvergleich nur einen marginalen Verlust von -0,30 % auf 22.300,75 Punkte, während der MDAX leicht um -0,51 % auf 27.655,45 Punkte nachgab. Wochenverlierer war der TecDAX, der deutlich um -2,06 % auf 3.349,65 Punkte abgab. Einzig und allein der SDAX konnte eine positive Wochenperformance von +0,87 % auf 16.338,41 Punkte vorlegen, was unter anderem dem Kurssprung bei SMA Solar Technology (DE000A0DJ6J9) geschuldet war, die um 24,87 % auf 46,50 Euro stiegen. 

Auf dem Tief der Woche hatte New York am Freitagabend geendet. Insbesondere die Big Techs gerieten unter Verkaufsdruck. Insgesamt rutschte der Nasdaq 100 Index in der vergangenen Woche um -3,20 % auf 23.132,77 Punkte ab. Allen voran kollabierte der Kurs des Speicherchipherstellers Micron Technology (US5951121038) um -19,53 % auf 357,22 US-Dollar, nachdem das Helium für die Chipproduktion knapp wird und Google eine Technik gefunden hat, um den Speicherbedarf von AI drastisch zu reduzieren. Der S&P 500 Index sank in der Woche um -2,12 % auf 6.368,85 Punkte und der Dow Jones Industrial Average Index zeigte relative Stärke mit einem kleinen Wochenminus von nur -0,90 % auf 45.166,64 Punkte.

 

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Nach Helium wird Aluminium zum Engpass

 

Vor dem Hintergrund der günstigen Energiepreise im Nahen Osten hat sich eine nennenswerte Aluminiumproduktion in der Region aufgebaut. Produktionsstätten, die nun zunehmend unter Feuer der iranischen Drohnen und Raketen geraten, um die globalen Lieferketten zu beeinträchtigen. Aluminium wird in diversen Endprodukten verbaut. Angefangen von Fahrzeugen, Flugzeugen bis hin zu Solarpaneelen. Zwei sehr große Aluminiumproduzenten haben nun Schäden durch Angriffe aus dem Iran erlitten. Das sind im Detail Emirates Global Aluminium, die „signifikante Schäden“ an ihrer Fabrik in Abu Dhabi meldete, sowie die staatliche Aluminium Bahrain, die mit ihrer Einschätzung der Schadenslage noch nicht fertig ist. Die Preise reagierten am Montagmorgen mit Kurssprüngen um bis zu 6 %. Parallel dazu stiegen im australischen Handel die Kurse von Aluminiumherstellern. Die Abhängigkeiten sind von Land zu Land unterschiedlich. Japan ist potenziell besonders stark betroffen, da man bis zu 70 % seines Aluminiums aus dem Nahen Osten bezieht. 

 

Absatzrückgang bei Toyota

 

Obwohl der Iran-Krieg noch gar nicht ausgebrochen war, dippten bei Toyota (JP3633400001) im Februar schon die Absatzzahlen. Der weltweit größte Volumenhersteller von Pkw verzeichnete im vergangenen Monat einen Absatzrückgang um -2,3 %, selbst wenn man alle Tochtergesellschaften mit einberechnet. Dahinter stand im Kern die aggressive Rabattschlacht, die sich die Autohersteller im größten Markt der Welt liefern. Der chinesische Automarkt ist von Überkapazitäten geprägt und die Hersteller versuchen sich gegenseitig auszustechen, um selbst möglichst gut durch die schwierige Phase zu kommen. Darunter leiden auch ausländische Marken. Toyota meldete heute früh, dass der Absatz der Marken Toyota und Lexus in China im Februar um -13,9 % und -11,5 % eingebrochen ist. Hier spielt natürlich auch das Mond-Neujahrsfest eine Rolle. Die nationalen Feierlichkeiten ziehen sich über eine Woche hin und verschieben sich im Kalender über die Jahre zwischen Januar und Februar, weswegen die Absatzzahlen in diesen beiden Monaten immer bereinigt werden müssen, um verglichen werden zu können. In diesem Jahr fanden die Feierlichkeiten im Februar statt.

 

 

Eli Lilly dealt mit Insilico Medicine

 

Dass AI einen großen Einfluss auf zukünftigen Forschungsprojekte in der Biotech- und Pharmabranche haben wird, steht seit Langem fest. Doch jetzt beginnen die ersten handfesten Belege auf den Tisch zu kommen. Insilico Medicine (KYG4790P1037) ist ein AI-Biotech-Unternehmen, das im vergangenen Dezember in Hongkong an die Börse gegangen ist und für viel Aufsehen gesorgt hat. Unter anderem arbeitet man an einem neuen Diabetes-Wirkstoff. Die amerikanische Eli Lilly (US5324571083) hatte sich schon früh über ihre Venture Capital Tochter an Insilico beteiligt und zählt daher zu den 10 größten Aktionären der Gesellschaft. Jetzt ist die Forschung und Entwicklung bei Insilico so weit vorangeschritten, dass Eli Lilly mit der Gesellschaft einen 2 Mrd. US-Dollar schweren Deal abgeschlossen hat, um die exklusiven Rechte für den Wirkstoff GLP-1 zu bekommen. Die 2 Mrd. US-Dollar bekommt das Biotech-Unternehmen allerdings nicht gleich auf die Hand, sondern die Amerikaner zahlen 115 Mio. US-Dollar an und werden weitere Tranchen auszahlen, wenn Insilico die vereinbarten Meilensteine erreicht, wozu auch konkrete Umsatzziele zählen. Die 2 Mrd. US-Dollar sind dementsprechend die Kappung nach oben, wenn alles wie vereinbart läuft. Insilico ist auch keineswegs das einzige chinesische Unternehmen mit diesem Geschäftsmodell. Es hat sich ein regelrechter Boom entwickelt. Im Jahr 2025 unterzeichneten mehr chinesische Biotech- und Pharmaunternehmen Lizenzvereinbarungen als jemals zuvor. 

 

Tagestermine

 

Ab 10:00 Uhr bekommen wir heute die vorläufigen Inflationsdaten einiger ausgewählter deutscher Bundesländer für den Monat März. Entscheidend wird dann um 14:00 Uhr die Veröffentlichung der vorläufigen Inflationsrate für Deutschland sein, die im Vergleich zum Februar um 0,9 % gestiegen sein soll. Vor dem Hintergrund der sprunghaft gestiegenen Energiepreise wird die Börse die Inflationsdaten im Fokus haben.  

 

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30.03.2026 - Mikey Fritz

Unterschrift - Mikey Fritz

 

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