Anscheinend interessiert sich Uber für den Chauffeurdienstleister Blacklane und will dafür viel Geld auf den Tisch legen
Uber treibt es laut Medienberichten in das Premiumsegment
Der US-Fahrdienstvermittler Uber will in Deutschland weiter wachsen. Dabei scheint das Luxussegment eine größere Rolle zu spielen. Denn Medienberichten zufolge soll der Konzern Interesse am Premiumfahrdienst Blacklane haben. Für eine mögliche Übernahme des Start-ups könnte ein dreistelliger Millionenbetrag fließen.
Das will zumindest das „Manager Magazin“ in Erfahrung gebracht haben und verweist dabei auf Insider. Dem Bericht zufolge soll ein entsprechender Vertrag bereits kurz vor der Unterzeichnung stehen. Uber (US90353T1007) äußerte sich dazu jedoch nicht weiter und auch von Blacklane gab es keinerlei öffentlichen Kommentar. Es würde sich aber um einen der größten deutschen Start-up-Verkäufe seit Jahren handeln.
Profitieren würden davon freilich Blacklane-Investoren, darunter Mercedes-Benz. Uber hingegen erhofft sich mutmaßlich mehr Chancen im wachsenden Segment für Premium-Chauffeurdienste. Der Konkurrent Lyft erkennt dort einen globalen Markt mit einem Volumen von über 54 Milliarden US-Dollar. Zugleich wächst das Segment derzeit merklich stärker als das klassische Angebot für Fahrtvermittlungen.
Leisten könnte sich Uber das Ganze wohl, doch die Anleger reagierten dennoch skeptisch. Mit dem Aktienkurs ging es am gestrigen Dienstag um 3,7 Prozent auf 72,34 US-Dollar abwärts. Die Chancen lassen sich aus Anlegersicht auch nur schwer bemessen, da Blacklane keine genauen Zahlen veröffentlicht. Geschätzt wird von Experten, dass der jährliche Umsatz irgendwo zwischen 350 und 400 Millionen Euro liegen dürfte. Mutmaßen lässt sich aufgrund der Positionierung im Premiumsegment, dass die Margen einigermaßen ansehnlich sein dürften.
Lohnt sich das für Uber?
Momentan scheuen einige Anleger die kurzfristigen Kosten, welche bei einer Übernahme von Blacklane auf Uber zukommen könnten. Auf lange Sicht erscheint das Ganze aber als logische Ergänzung und könnte die „Super-App“-Strategie des US-Konzerns sinnvoll ergänzen. Man würde sich auf einen Schlag Zugang zu einem weltweiten Netzwerk und bereits bestehende Zusammenarbeit mit Konzernen wie der Lufthansa verschaffen, ohne all das erst mühsam selbst aus dem Boden stampfen zu müssen.
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25.03.2026 - Matthias Eilenbrock

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