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In einem Rechtsstreit aufgrund eines sexuellen Übergriffs kann sich Uber nicht herausreden und die Verantwortung allein auf den Fahrer schieben

Das könnte für Uber richtig teuer werden

NTG24 - In einem Rechtsstreit aufgrund eines sexuellen Übergriffs kann sich Uber nicht herausreden und die Verantwortung allein auf den Fahrer schieben

 

Der Fahrdienstleister Uber arbeitet seit jeher mit unabhängigen Auftragnehmern zusammen, was das Unternehmen auch bei jeder sich bietenden Gelegenheit betont. Das ist besonders vor Gericht der Fall, wenn ein Uber-Fahrer sich etwas hat zu Schulden kommen lassen und dafür Uber mitverklagt wird. Doch in einem kürzlich entschiedenen Fall konnte Uber sich mit der bekannten Argumentation nicht herauswinden.

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Ein Geschworenengericht in Phoenix verdonnerte Uber (US90353T1007) am vergangenen Donnerstag zu einer Zahlung in Höhe von 8,5 Millionen US-Dollar an eine Klägerin zu, die einen sexuellen Übergriff durch einen Uber-Fahrer erleiden musste. Aus Sicht der Geschworenen war der Fahrer ein Vertreter von Uber und damit sei das Unternehmen mitverantwortlich zu machen. Die Forderung nach Strafschadenersatz wurde jedoch abgelehnt.

Sichtlich erfreut zeigte sich die Verteidigung der Klägerin, welche auch Vorwürfe gegenüber Uber erneuerte. Das Unternehmen stelle Profite über die Sicherheit von Fahrgästen. Durch das nun gefällte Urteil wird das Unternehmen prinzipiell auch in die Pflicht genommen, bei der Auswahl seiner sogenannten unabhängigen Auftragnehmer in Zukunft vielleicht etwas genauer hinzuschauen. Doch noch ist das letzte Wort nicht gesprochen.

 

Für Uber geht es um viel

 

Uber kündigte bereits an, gegen das Urteil in Berufung gehen zu wollen. Das war nur zu erwarten, da es für das Unternehmen um mehr als „nur“ die 8,5 Millionen Dollar aus diesem einen Gerichtsverfahren geht. Es könnte als Präzedenzfall für über 3.000 ähnliche Verfahren dienen, und würde Uber in all jenen Reibereien Millionenstrafenzahlen, würde es in der Kasse doch schnell eng werden. Die Angelegenheit ist daher auch für Anleger interessant.

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Werbebanner Zürcher BörsenbriefeAm vergangenen Freitag reagierten die Anteilseigner noch einigermaßen gefasst. Die Uber-Aktie gab um kaum nennenswerte 0,6 Prozent auf 74,77 Dollar. Noch besteht die Hoffnung, dass man sich der Angelegenheit vielleicht irgendwie entledigen könnte. Doch sollte es dazu nicht kommen, hätte Uber neben einem Image-Problem auch ein potenzielles Geldproblem.

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10.02.2026 - Andreas Göttling-Daxenbichler

Unterschrift - Andreas Göttling-Daxenbichler

 

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