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ServiceNow bereitet Übernahme von Armis vor

Cybersecurity-Experte könnten schnell deutlichen Mehrwert generieren

NTG24 - ServiceNow bereitet Übernahme von Armis vor

 

ServiceNow nach Gerüchten über anstehende Übernahmen deutlich schwächer. Negative Analystenkommentare sorgen für Abgabedruck.

Das US-Amerikanische Softwarehaus ServiceNow (US81762P1021) ist aufgrund von Übernahmegerüchten und negativen Kommentaren von Analysten in schwieriges Fahrwasser geraten. ServiceNow bietet eine cloudbasierte Plattform zur Digitalisierung und Automatisierung von Geschäftsprozessen an. Der Fokus der Software des Konzerns liegt dabei darauf, Workflows in Unternehmen effizienter zu gestalten, besonders in den Bereichen IT, HR und Kundenservice.

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Das Herzstück des Konzerns ist dabei die sogenannte Now-Plattform, auf der Unternehmen digitale Workflows abbilden können. Ziel ist es dabei manuelle und fragmentierte Prozesse durch durchgängige, automatisierte Abläufe zu ersetzen. Seit dem Start der KI-Rally in den USA positioniert sich ServiceNow auch stark beim Thema KI. So verwendet der Konzern bereits generative KI-Tools für Ticket-Zusammenfassungen, erste Lösungsvorschläge und Chatbots. Auch bei der Vorhersage von potenziellen Störungen und Systemengpässen kommt bei ServiceNow bereits regenerative KI zum Einsatz.

Das die Aktie von ServiceNow nun so eingebrochen ist liegt primär an den Gerüchten über eine Übernahme des Cybersecurity Start-Ups Armis. Die beiden Parteien sollen sich demnach bereits in fortgeschrittenen Gesprächen befinden und könnte ServiceNow laut ersten Schätzungen rund 7 Milliarden US-Dollar kosten. Damit wäre dies mit Abstand der größte Zukauf der Unternehmensgeschichte für ServiceNow.

Armis gilt als einer der führenden Spezialisten beim Thema Cybersecurity für IoT-fähige Geräte. Diese operieren meist außerhalb der konzern-internen und geschützten KI-Infrastruktur und sind daher nur schwer abzusichern. Armis hat bereits eine Vielzahl an Kunden aus der Industrie und Branchen wie dem Gesundheitswesen. Armis bietet für ServiceNow auch einige operative Vorteil, so lässt sich die Software des Unternehmens ohne große Probleme in die bestehende Produktpalette integrieren und könnte sofort einen Mehrwert generieren. Doch an der Börse überwiegt die Unsicherheit, über den hohen Kaufpreis, der zu einem Kursverlust von rund 11,5 % für die Aktie von ServiceNow führte.

Die Übernahmegerüchte kommen dabei zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, da einige Analysten in den letzten Wochen das Kursziel für die Aktie leicht senkten. Grund hierfür seien die zunehmenden Risiken im SaaS-Geschäft, das durch generative KI-Lösungen potenziell disruptiert werden könnte. Trotz der Kurszielsenkungen bleiben die meisten Analysten allerdings bei ihrer Kauf-Empfehlung, sodass davon auszugehen ist, dass die Aktie sich von den temporären negativen Nachrichtenflow schnell erholen könnte.

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19.12.2025 - Christian Teitscheid

Unterschrift - Christian Teitscheid

 

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